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Abnehmprogramme für Kinder

Zur Therapie der Adipositas stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben ambulant durchzuführenden Maßnahmen kann in einigen Fällen auch eine stationäre Durchführung der Gewichtsreduktion notwendig sein. Verschiedene Forschungsinstitute, Kliniken und auch Krankenkassen haben Programme und Maßnahmen entwickelt, um das Übergewicht von Kindern und Jugendlichen reduzieren zu helfen. Die Allgemeine Ortskrankenkasse AOK hat z. B. in Zusammenarbeit mit Experten das Programm Power-Kids entwickelt. Ein an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln mit der Universität Witten/Herdecke in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund entwickeltes Abnehmprogramm für Kinder und Jugendliche (Obeldicks) hat ebenso die langfristige Gewichtsreduktion zum Ziel. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft hat in ihren Leitlinien für Diagnostik, Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter (S2-Leitlinie Version 2008) eine fehlende Nachhaltigkeit der Programme bemängelt und Empfehlungen erarbeitet, an welchen sich die Entwicklung von Abnehmprogrammen für Kinder und Jugendliche orientieren sollte.

Empfehlungen der Deutschen Adipositas-Gesellschaft

Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft setzt in ihren Empfehlungen zur Therapie von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen auf einen multimodalen, langfristig ausgerichteten Ansatz. Ein zu empfehlendes Therapieprogramm beinhaltet demnach drei Module, welche sowohl ambulant als auch stationär sowie auch untereinander kombiniert, durchgeführt werden können. Im ersten Modul erfolgt eine Ernährungstherapie, in der den Kindern und Jugendlichen die Grundlagen der gesunden Ernährung nahe gebracht werden. Die Umsetzung des Moduls wird meist in theoretischer und praktischer Weise durchgeführt. So werden beispielsweise in Gruppensitzungen Nährwerte und Zubereitungsmethoden verschiedener Lebensmittel besprochen und die Erkenntnisse gegebenenfalls in einer Schulungsküche umgesetzt.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Therapie zur Bewegung. Von Vorteil ist hierbei, dass die gewählte Sportart an Geschlecht und Grad der Adipositas der Kinder und Jugendlichen angepasst wird, um Überforderung und Frustration zu vermeiden, die einer erfolgreichen Therapie entgegenstehen. So werden beispielsweise Mädchen eher Freude an einem Tanzprogramm haben und die neue Aktivität mit Freude ausführen. Im dritten Therapiemodul soll eine langfristig anhaltende Verhaltensänderung der Betroffenen erzielt werden. Wichtig ist, dass der bisher gepflegte Lebensstil, der zu dem Übergewicht geführt hat, grundlegend geändert wird.

Wünschenswert wäre hier die selbstverständliche Integration der Bewegung in den Alltag, was hauptsächlich durch die Einschränkung sitzender Tätigkeiten (Computer, TV etc.) erreicht werden kann. Auch die Ernährungsgewohnheiten sollen sich durch die Verhaltenstherapie nachhaltig ändern. Da insbesondere im Vorschulalter, jedoch auch noch bei den 8-12 Jährigen das Vorbild der Eltern einen hohen Einfluss besitzt, sollten die Eltern in die verhaltenstherapeutischen Maßnahmen einbezogen werden. Das übergeordnete Ziel der empfohlenen therapeutischen Maßnahmen ist, nach Maßgabe der Deutschen Adipositas-Gesellschaft, die dauerhafte und nachhaltige Gewichtsreduktion.
Nicole Breuer

23.02.11

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