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Therapie von Akne

Es ist angeraten, bereits zu Beginn einer sich entwickelnden Akne einen Hautarzt zu konsultieren – spätestens jedoch, wenn sich Entzündungen zeigen. Eine frühzeitige Ermittlung der Ursachen und eine zeitnahe angemessene Therapie können in den meisten Fällen verhindern, dass die Akne zum Problem wird und die Gefahr der Narbenbildung so weit wie möglich reduzieren.

Die Therapie der Akne wird ausgerichtet an Alter und Hauttyp des Betroffenen sowie an den Ursachen, dem Schweregrad und auch am Verlauf der Erkrankung. Grunderkrankungen wie Stoffwechselstörungen etc., auf die Akne eventuell zurückzuführen ist, sollten adäquat behandelt werden. Sind exogene Faktoren (z. B. bestimmte Medikamente, Kosmetika, bestimmte chemische Stoffe o. a.) Ursache der Akne oder wird dies vermutet, so ist der Kontakt mit diesen Substanzen zu vermeiden. Medikamente sollten ggf. in Absprache mit dem verordnenden Arzt abgesetzt bzw. ausgetauscht werden.

Ziele der Therapie von Akne

Bei der Therapie der Akne selbst geht es vor allem um drei wichtige Punkte: Die Verhornungen in den Talgdrüsen-Ausführungsgängen sollen gelöst, die Talkproduktion reduziert und die Entzündungen eingedämmt sowie die Bakterien bekämpft werden. Zusätzlich geht es darum, den Patienten psychisch zu stabilisieren. Es kann in diesem Zusammenhang eine psychotherapeutische Behandlung erwogen werden, da Akne in ihren schweren Formen zu psychischen Beeinträchtigungen (Depressionen, mangelndes Selbstwertgefühl etc.) führen kann.

Möglichkeiten der Therapie von Akne mit speziellen Wirkstoffen

Grundsätzlich gibt es bei Akne die Möglichkeit, mit Medikamenten systemisch (im ganzen Körper wirkend) oder lokal (am Ort des Krankheitsgeschehens) und topisch (örtlich, äußerlich) zu behandeln. Häufig wird eine Kombinationstherapie aus unterschiedlichen Medikamenten (systemische und topische Wirkweise) verordnet.

Nach einer rein pflegenden bzw. medizinisch-kosmetischen Behandlung durch eine Fachkraft ist die Behandlung der Haut mit Schälmitteln wie Fruchtsäuren (z. B. Apfelsäure, Zitronensäure), Salizylsäure oder Vitamin-A-Säure (Tretinoin) die nächstintensivere Methode gegen die Akne vorzugehen.

Topisch angewendete Wirkstoffe, die in Form von Salben, Gelen oder Waschsuspensionen angewendet werden können, sind z. B. Benzoylperoxid (BPO), Linolsäure und Retinoide.

Bei Frauen kommt zur Verminderung der Talgproduktion auch eine systemische, hormonelle Behandlung mit Östrogenen infrage, die i. d. R. kombiniert werden mit einem Antiandrogen oder mit Progestin. Für Männer ist eine solche Behandlung nicht geeignet, da sie zur Verweiblichung führen kann. Alternativ kommt eine Behandlung mit Isotretinoin infrage, das ebenfalls die Talgproduktion drosselt. Isotretinoin ist ein Retinoid, das in schweren Aknefällen ebenfalls systemisch angewendet werden kann.

Gegen entzündliche Reaktionen werden i. d. R. Antibiotika verabreicht. Antibiotika können z. B. in Salbenform direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgebracht werden oder aber – in schwereren Fällen – auch systemisch verabreicht werden, d. h., in Tablettenform, sodass die Medikamente (z. B. Erythromycin) im ganzen Körper wirken können.

Zu einer konsequenten Therapie gehört ggf. auch eine Lebensstiländerung, z. B. im Hinblick darauf, dass die Betroffenen darauf achten sollten, komedogene (Substanzen, die Akne fördern können) Hautpflege- und Kosmetikprodukte zu vermeiden. Rauchen und Alkoholgenuss sollten reduziert werden.

Umgang mit Akne

Auch bestimmte Verhaltensregeln sollten beherzigt werden. So ist z. B. das häufig praktizierte „Pickelausdrücken“ mit den Fingern tabu. Auch sollte man es unterlassen, auf andere Art – z. B. unter Zuhilfenahme von Nagelpflege-Equipment, Nadeln o. ä. – an den Mitessern, Papeln und Pusteln zu manipulieren. Infektionen können die Folge sein und die Problematik verschärfen. Sollen Pickel und Mitesser aus kosmetischen Gründen entfernt werden, empfiehlt es sich, sich in die Hände einer medizinisch-kosmetischen Fachkraft zu begeben, die eine Entfernung sachgerecht vornimmt, ohne die Haut weiter zu schädigen.

Mithilfe der o. g. Therapiemaßnahmen und unter Berücksichtigung der genannten Verhaltensregeln wird sich das Hautbild i. d. R. nach einer gewissen Zeit merklich bessern. Folgt auf eine Phase des gebesserten Hautzustandes wieder eine Verschlechterung, sollte der Hautarzt erneut konsultiert werden.

Narbenbehandlung nach der Aknetherapie

Sind die akuten Entzündungen und Schädigungen der Haut nach der Aknebehandlung abgeklungen, so kann ggf. eine Narbenbehandlung angedacht werden. Hier kommen je nach Schweregrad der Narbenbildung u. a. Fruchtsäurepeelings, Laserbehandlungen oder dermatochirurgische Eingriffe infrage. Die individuellen Möglichkeiten sollten Betroffene mit ihrem Hautarzt besprechen.

Hautpflege bei Akne

Grundsätzlich ist eine angemessene Hautpflege, die eine gründliche, aber sanfte Reinigung der Haut einschließt, nicht nur für Aknepatienten wichtig, sondern grundsätzlich für die Hautgesundheit unerlässlich. Hier ist es z. B. wichtig darauf zu achten, dass die Reinigungs- und Pflegeprodukte keine hautreizenden oder Akne fördernde (komedogene) Stoffe enthalten.

Anke Tennemann

27.11.14

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