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Vitiligo: Häufig gestellte Fragen kurz beantwortet

Die Vitiligo („Weißfleckenkrankheit“) ist eine nicht ansteckende Erkrankung, bei der sich charakteristische weiße, scharf begrenzte Flecken auf der Haut zeigen. Größe, Form und Anzahl können unterschiedlich sein. Bei rund der Hälfte der Vitiligo-Erkrankten beginnt der Pigmentverlust im Alter von 10–30 Lebensjahren, er schreitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fort. Nach Schätzungen sind insgesamt ca. 0,5–2,0 % der Weltbevölkerung betroffen.

Was können Arzt und Patient tun? Eine Aufklärung über die Krankheit ist dringend notwendig, insbesondere z. B. auch über Wirksamkeit und Risiken einer Vitiligo-Behandlung. Jede ärztliche Beratung sollte das psychische Leiden des Betroffenen berücksichtigen. Neben therapeutischen Maßnahmen wie einer Repigmentierung besteht die Möglichkeit der kosmetischen Abdeckung (Camouflage).

Hierdurch wird der Kontrast zwischen depigmentierter und normaler Haut abgedeckt. Zur Vermeidung eines Sonnenbrands sind Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren im UVA- und UVB-Bereich ratsam, da Vitiligo-Betroffene unter extremer Sonnenempfindlichkeit leiden können.

Was sind die Auslöser? Die Vitiligo kann in Zusammenhang mit psychischer Belastung, intensiver Sonnenbestrahlung und Verletzungen der Haut (sog. Koebner-Phänomen) auftreten. Auch im Zuge einer Hormonumstellung (Schwangerschaft, Pubertät) wird über den Ausbruch der Vitiligo in Einzelfällen berichtet. Externe Faktoren können somit bei der Auslösung der Vitiligo-Erkrankung eine Rolle spielen, Stress kann das Fortschreiten der Depigmentierung beschleunigen.

Was sind die Ursachen? Häufig findet man in einer Familie mehrere Erkrankte. Die Bereitschaft, eine Vitiligo zu entwickeln, kann somit vererbt werden. Bis heute sind die Ursachen für die Entstehung der Vitiligo allerdings immer noch unklar.

Drei Hypothesen werden in Betracht gezogen: Kernpunkt der Autoimmunhypothese ist die Annahme, dass körpereigene Substanzen die Pigmentzellen (Melanozyten) zerstören. Die Autoaggressionshypothese beruht auf der Annahme, dass ein Ungleichgewicht von bestimmten Enzymen in den pigmentbildenden Zellen und toxischen Produkten der Pigmentbildung zur Selbstzerstörung der Pigmentzellen führen.

Die Neurogene Hypothese: Durch einen Stoff, der von Hautnerven abgegeben wird, werden die Melanozyten zerstört. Bei Stress könnten z. B. diese Nervensubstanzen vermehrt in die Haut abgegeben werden, was einen verstärkten Krankheitsfortschritt bei Stress erklären könnte. – In den letzten Jahren wurde gezeigt, dass oxidativer Stress (Ansammlung von H2O2) eine wichtige Rolle beim Krankheitsgeschehen spielt. Denkbar ist auch eine Kombination der genannten Theorien.

Quelle: Patient und Haut 1/2011

13.07.11

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