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Aigner sieht weiter Gefahr in Kinderspielzeug

15.09.09.

Spielzeug Chemie Allergie

Photos.com

Niedriger EU-Grenzwerte verlangt – Schwermetalle und Chemikalien

Verbraucherminister Ilse Aigner sieht nach wie vor Gesundheitsrisiken durch Spielzeug und verlangt schärfere EU-Grenzwerte.
Nachbesserungen an der EU-Spielzeugrichtlinie seien unumgänglich, «wenn wir die Gesundheit der Kinder nicht gefährden wollen», sagte die Politikerin dem «Münchner Merkur».

Sie verwies auf Untersuchungen, bei denen vor allem in Import-Spielwaren erhöhte Werte für Schwermetalle gemessen wurden. Festgestellt worden seien auch immer wieder allergene Stoffe sowie Chemikalien, die Krebs erzeugen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung gefährden können. Rund 65 Prozent aller in der EU verkauften Spielwaren stammen aus China.

In einem Schreiben an die schwedische Ratspräsidentschaft forderte Aigner, die Sicherheit von Spielzeug auf die Tagesordnung des nächsten EU-Verbraucherrats zu setzen. Erst im Dezember 2008 hatte das Europäische Parlament dem Vorschlag des Rates für eine neue Spielzeug-Richtlinie zugestimmt. Federführend war der für Industrie zuständige EU-Kommissar Günter Verheugen. Deutschland hatte der Richtlinie damals unter Hinweis auf unzureichende Grenzwerte nicht zugestimmt.

Aigner erklärte, sie sehe sich nun in ihrer Kritik bestätigt. Die Hoffnung, dass die chemische Sicherheit von Spielzeug verbessert werde, habe sich in weiten Teilen nicht erfüllt. «Die Grenzwerte für höchst bedenkliche Schwermetalle wie Blei und Cadmium werden nicht abgesenkt, sondern heraufgesetzt und entsprechen nicht den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen», kritisierte Aigner.

Zudem reichten die Regelungen der EU-Spielzeug-Richtlinie nicht aus, um Kinder vor einer Nickelallergie zu schützen. «Was die Freisetzung von Nickel betrifft, könnte Modeschmuck bald weniger belastet sein als Kinderspielzeug», sagte Aigner.

Quelle: The Associated Press

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