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Neue Mess-Stationen für den Pollenflug

03.02.09.

Birke

Foto: Shutterstock

Samen werden automatisch bestimmt und gezählt

Frankfurt/Main (AP) Wer zählt eigentlich den Pollen, wenn es mit den ersten Frühlingstagen bald wieder heißt: «Erle und Hasel fliegen schwach»? Bisher mussten die Blütensamen in der Luft mühsam eingefangen und auf einem Klebeband unter dem Lichtmikroskop gezählt werden. Jetzt haben Forscher eine neue Mess-Station für den Pollenflug entwickelt, von denen der Deutsche Wetterdienst gleich 15 bestellt hat, wie das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) in Sankt Augustin mitteilte.

«Dazu saugen die Stationen, die in einem großen Gehäuse untergebracht sind, eine kontrollierte Menge Luft an», erklärte Institutsdirektor Thomas Berlage. «Die darin enthaltenen Pollen werden von Verunreinigungen getrennt und auf einem Träger abgeschieden.» Auf diesem Träger, einer dünnen Glasscheibe, ist ein Gel aufgebracht, in das die Pollen einsinken und von einem Lichtmikroskop fotografiert werden. Um mit Hilfe von dreidimensionalen Informationen die Pollenart automatisch zu bestimmen und zu zählen, werden die Bilder in 70 Schichten unterschiedlich fokussiert und mit den Informationen einer Datenbank abgeglichen.

«Innerhalb von ein bis zwei Stunden liegen die Ergebnisse vor und werden über eine Netzwerkverbindung an den Wetterdienst geschickt», erklärte das Institut. Neben Forschern am FIT wirkten auch Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM) in Hannover sowie die Firma Helmut Hund GmbH an der Entwicklung der neuen Mess-Station mit.

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