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Patienteninformationen
Alles über Alzheimer
Jülich, 27. Juni 2007 - Mit dem ersten Spatenstich begannen heute die Bauarbeiten für ein weltweit einmaliges Großgerät im Forschungszentrum Jülich: Ein Hybridsystem bestehend aus einem Magnetresonanz-Tomographen mit einer Feldstärke von 9,4 Tesla kombiniert mit einem Positronenemissions-Tomographen (9,4-T-MRPET). Mit ihm werden die Jülicher Hirnforscher Strukturen und molekulare Mechanismen des Gehirns untersuchen können, die bisher der Forschung nicht zugänglich waren. Sie wollen damit unter anderem Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson besser verstehen und behandeln und so einer der größten Herausforderungen einer alternden Gesellschaft begegnen.
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Viele Erkrankungen werden erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt - häufig zu spät, um eine erfolgreiche Therapie einzuleiten. Gerade bei Krebs ist eine frühzeitige Diagnose lebenswichtig. Es gilt, der Krankheit so wenig Vorsprung wie möglich zu lassen, um sie noch rechtzeitig abfangen zu können.
Während herkömmliche bildgebende Verfahren den Krebs erst erkennen, wenn bereits ein Tumor entstanden ist, lassen sich mithilfe molekularer Bildgebung schon die Vorboten der Krankheit aufspüren. Nicht nur für die Tumordiagnostik, auch für die Früherkennung von Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen birgt diese Technologie enormes Potenzial. Die aussichtsreichsten Verfahren diskutieren führende Wissenschaftler derzeit auf dem 88. Deutschen Röntgenkongress in Berlin.
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Die Kernspintomographie ist eine sehr leistungsfähige Methode, um anatomische Details des weichen Gewebes sichtbar zu machen oder physiologische Vorgänge in Echtzeit zu verfolgen. Konventionelle Gadolinium-Komplexe, die in der Klink heute als Kontrastmittel eingesetzt werden, geben keinen ausreichend deutlichen Einblick in anatomische Strukturen. Wie in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, haben koreanische Forscher um Jung Hee Lee, Samsung Medical Center, und Taeghwan Hyeon, Seoul National University, nun ein neues Kontrastmittel entwickelt, mit dem sie die anatomischen Strukturen von Mäusehirnen ebenso klar abbilden konnten wie dies sonst nur mit histologischen Methoden möglich ist. Dieses neue Kontrastmittel besteht aus Manganoxid-Nanopartikeln.
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Auf der 79. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Mannheim diskutierten Ärzte und Wissenschaftler neueste Erkenntnisse über Erkrankungen des Nervensystems. Erstmals fand die Jahrestagung der DGN im Rahmen der Neurowoche zeitgleich mit Fachkongressen weiterer neurologischer Fachgesellschaften statt. Häufige neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Multiple Sklerose griff die DGN unter dem Stichwort „Translationale Forschung“ auf
Artikel Neurologenkongress: Experten erörterten Erkrankungen des Nervensystems Weiterlesen ...
Schwangerschaft und Geburt sind natürliche physiologische Vorgänge und von zentraler Bedeutung im Leben einer jeden Frau. Neurologische Erkrankungen können dabei sowohl bereits vor als auch während einer Schwangerschaft auftreten. In beiden Fällen sind sachkundige neurologische und geburtshilfliche Beratung und Management nötig.
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Kaum jemand, der nicht einen Angehörigen oder Bekannten hat, der an Alzheimer, anderen Demenzerkrankungen, Schlaganfall, Parkinson, Multiples Sklerose oder Epilepsie erkrankt ist. Und es werden immer mehr:
Die Zahl der Patienten wird in den nächsten Jahren stark ansteigen, denn die Menschen werden immer älter. Gleichzeitig herrscht heute schon ein Mangel an Neurologen.
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Sie gelten weltweit als übliche Cholesterinsenker – die als „Statine“ bekannten Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer (CSE-Hemmer). Durch die Senkung der Blutfette wird auch das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls als Folge einer Arteriosklerose verringert. In den letzten Jahren zeigte sich, dass Statine selbst dann noch günstige Wirkungen entfalten, wenn die Blutfettwerte gar nicht erhöht sind, sondern im Normbereich liegen. So scheinen Statine auch entzündungshemmend und antioxidativ zu wirken und die Wände der Blutgefäße zu schützen. In einer Studie am Uniklinikum Jena konnten jetzt Forscher zeigen, dass Statine auch bei Verletzungen des Zentralen Nervensystems wirksam sind. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass bei Hirnverletzungen und Schädigungen von Nervenzellen Statine schützend wirken können“, erklärte Forschungsleiter Prof. Dr. Stefan Isenmann. An der nervenzellschützenden Wirkung der Statine sind sog. Hitzeschock-Proteine beteiligt, die offenbar durch Statine aktiviert werden. Ob und wie sich diese Erkenntnisse in konkrete Therapien umsetzen lassen, müssen weitere Studien zeigen. Auf längere Sicht wäre es jedoch denkbar, dass die von den Jenaern belegte Schutzfunktion auch in der Therapie von Alzheimer, Multipler Sklerose und verschiedener Augenerkrankungen eingesetzt werden könnte.
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Autoaggressive Immunzellen erkennen Strukturen im Gehirn: Bei Multipler Sklerose greift das Immunsystem Strukturen im Gehirn wie einen Fremdkörper an und verursacht so schwere Schäden. Forschern der Universität Zürich ist es gelungen, bislang unbekannte „Verräterzellen“ an der Blut-Hirn-Schranke zu identifizieren, die dem Immunsystem die Angriffspunkte im Gehirn zeigen. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Nature Medicine publiziert. Sie ist ein wichtiger Schritt für eine mögliche Bekämpfung der Multiplen Sklerose, aber auch anderer Gehirnerkrankungen wie Alzheimer oder Tumore.
Artikel Dendritische Zellen als „Verräter“ entlarvt Weiterlesen ...
Das pharmakologisch wichtigste Cannabinoid ist das Delta-9-Tetrahydrocannabinoid. Dieser Hauptwirkstoff der Cannabispflanze ist inzwischen als Medikament verfügbar und wird u. a. bei der Behandlung von Schmerzen, Krämpfen und Spastik eingesetzt.
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Die Multiple Sklerose (MS) ist eine meist chronisch verlaufende Erkrankung des Zentralnervensystems (ZNS), die vorwiegend junge Erwachsene betrifft und bei einem Teil der Patienten zu schwerwiegenden Behinderungen führt. Zusätzlich zu den entzündlichen Herden in Gehirn und Rückenmark treten bei dieser Erkrankung auch Schädigungen der Nervenzellfortsätze (Axone) und der Nervenzellkörper (Neurone) auf. Da es sich bei der MS um eine heterogene Erkrankung handelt, ist sowohl das Ausmaß entzündlicher Herde als auch das Auftreten von Nervenzellschädigungen bei verschiedenen Patienten oft sehr unterschiedlich. Die Zerstörung von Nervenzellen ist wesentlich an dem Auftreten bleibender Behinderungen bei MS-Patienten beteiligt. Aus diesem Grund werden zurzeit die Mechanismen der Nervenzellschädigung genau erforscht, um neue Medikamente zu entwickeln, die gezielt dem Verlust von Axonen und Neuronen entgegenwirken können. Solche Behandlungsstrategien bezeichnet man als neuroprotektive Therapien.
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