Forscher gewinnen neue Einblicke in die Entstehungsmechanismen der Alzheimer- Erkrankung. Sie können dadurch mögliche Angriffspunkte für eine gezielte, ursächliche Behandlung identifizieren, wurde auf einer internationalen Konferenz in Berlin-Buch berichtet. „Alzheimer ist eine Erkrankung des Alters“, sagte Prof. Christian Haass von der Universität München auf der Tagung. Er hatte 1992 zeigen können, dass die unlöslichen Eiweißbruchstücke (Amyloid-beta),die sich im Gehirn von Alzheimer Patienten ablagern, zum normalen Alterungsprozess gehören. Der Forscher glaubt, dass alle Menschen, so sie nur lange genug leben, an dieser schweren Hirnleistungsstörung erkranken. Doch noch immer ist die Krankheit rätselhaft. Die Forscher verstehen inzwischen zwar,wie die Eiweißbruckstücke entstehen,nicht jedoch,wie sie die Nervenzellen vergiften. Prof. Roberto Cappai aus Australien berichtete, dass Kupfer- Ionen die Bildung der schädlichen Eiweißablagerungen beeinflussen. Je höher der Kupferspiegel im Gehirn, desto weniger giftiges Amyloid-beta werde gebildet. Belegt ist, dass der Kupferspiegel bei Alzheimer-Patienten sehr niedrig ist.
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