Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen stellen eine wachsende Herausforderung für unsere Gesellschaft und das Gesundheitssystem dar. Doch 100 Jahre, nachdem Alois Alzheimer die Krankheit zum ersten Mal beschrieb, haben immer noch weniger als die Hälfte der Betroffenen Zugang zu grundlegenden Unterstützungsleistungen. Das ergab der „Dementia Carers’ Survey“, eine Studie in fünf europäischen Ländern, die mit Beteiligung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt wurde. Darin werden schwere Mängel in der Versorgung von Alzheimer-Patienten offen gelegt.
Berlin, 11.09.2006. Mit Erleichterung aber auch mit Sorge für die Zukunft hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft den vom IQWiG vorgelegten Vorbericht zu den „Cholinesterasehemmern bei Alzheimer Demenz“ zur Kenntnis genommen. Sein Fazit ist: „Cholinesterasehemmer (…) haben bei Patienten mit einer Alzheimer Demenz einen Nutzen bezüglich des Therapieziels Besserung bzw. Erhalt der kognitiven Leistungsfähigkeit“.
Mit einer Impfung haben Forscher bei Mäusen eine Alzheimer-ähnliche Erkrankung gestoppt. Die von Forschern der Universitätsklinik Göttingen entwickelte Vakzine basiert auf einem Antikörper. Dieser richtet sich allerdings nicht gegen jene Ablagerungen im Gehirn, die typisch für Morbus Alzheimer sind. Ziel ist stattdessen das Eiweiß Pyroglutamat-Abeta, das nach Ansicht der Mediziner die eigentliche Ursache dieser Demenz ist.
Darmstädter Wissenschaftler haben ein neues Verfahren zur Alzheimer-Früherkennung entwickelt. Die Erkrankung wird durch Ablagerungen des sogenannten Tau-Proteins im Gehirn verursacht und führt zum Absterben der betroffener Hirnzellen. Zeigen sich erste Symptome im Kurzzeitgedächtnis, ist die Schädigung des Gehirns schon weit fortgeschritten.
Die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. hat in den letzten Jahren in Deutschland eine große Verbreitung gefunden. Die vorliegende Neuauflage wurde komplett überarbeitet. Alle Module wurden hinsichtlich Aktualität, Relevanz und Verständlichkeit überprüft und um die Anregungen von zahlreichen Anwendern erweitert
Das Beispiel Seniorenzentrum Holle Wenn es um die Pflege von Demenzkranken wie z.B. Alzheimer-Patienten geht, müssen die speziellen Bedürfnisse dieser Patientengruppe bedacht werden.
Einer Forschergruppe der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Universitätsklinik Freiburg gelang es erstmals zu dokumentieren, wie das Immunsystem selbst dem Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung entgegenwirken kann. Im Rahmen ihrer neurowissenschaftlichen Arbeit zeigten sie, dass bestimmten Fresszellen des Immunsystems, den sogenannten Makrophagen, dabei eine Schlüsselrolle zukommt.
Eine Heilung der Alzheimer-Krankheit ist zurzeit noch nicht möglich. Allerdings kann durch eine Kombination aus medikamentöser und nicht medikamentöser Therapie der Verlauf der Krankheit verlangsamt werden. Daher ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen.
Schmerzen werden von den Menschen sehr individuell empfunden. Im Vordergrund des Schmerzerlebens älterer Menschen stehen häufig chronische Kreuz-, Gelenk- und Rückenschmerzen. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität der Menschen und bedürfen eines geeigneten Schmerzmanagements. Lässt sich das Schmerzempfinden, die Schmerzlokalisation sowie die Auswirkung des Schmerzes auf das Alltagsleben der Menschen im Rahmen eines Anamnesegesprächs ermitteln, kann eine gezielte Schmerztherapie eingeleitet werden. Sehr problematisch wird es dann, wenn ein Mensch, der einem Schmerzerleben ausgesetzt ist, gleichzeitig unter einer Demenzerkrankung leidet.
Zwölf ausgewählte Fotos, die Menschen mit Demenz in ihrem Alltag zeigen, stellen die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und die Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein in ihrem Kalender für 2008 vor. Entstanden sind die Bilder im Rahmen eines Fotowettbewerbs der Initiative „Vergissmeinnicht – Alltag leben mit Demenz“ in Schleswig-Holstein.
Die Behandlung von Alzheimer Demenz unterteilt sich in zwei verschiedene Ansätze. Auf der einen Seite steht die medikamentöse Behandlung mit Antidementiva und auf der anderen Seite stehen nicht-medikamentöse Maßnahmen.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 280.000 Menschen neu an einer Demenz. Den Betroffenen und ihren Familien genaue und verständliche Informationen zu vermitteln, gehört zu den wichtigsten Anliegen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG). Soeben ist die 16. Auflage des Ratgebers "Das Wichtigste über die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen" erschienen und jetzt auch im Internet zugänglich. Von dieser Broschüre wurden allein seit 2002 mehr als 500.000 Exemplare von der DAlzG, den 119 regionalen Alzheimer-Gesellschaften und anderen Organisationen verteilt.
Über eine amerikanische Studie zu einem Pflaster, das einen Impfstoff gegen Alzheimer an die Haut abgibt,berichtete die Fachzeitschrift PNAS.
Das Pflaster konnte demnach Mäuse von Gehirn schädigenden Plaques
regte das Immunsystem an, das Beta-Amyloid-Protein zu erkennen, anzugreifen und abzubauen. Die Wissenschafter testeten das Hautpflaster an Mäusen mit befreien. Für Alzheimer ist der Aufbau von Beta-Amyloid und seine Ansammlung in Form von Plaques charakteristisch. Der über die Haut verabreichte Impfstoff das
Washington (AP) Eine neue Studie stützt den Verdacht, dass es sich bei der Alzheimer-Krankheit um eine neuartige dritte Form von Diabetes handelt. In Laborversuchen zeigten Neurobiologen der Northwestern Universität in Evanston, dass das Hormon Insulin jene Nervenzellen schützt, die bei der Erkrankung degenerieren.
In Deutschland leiden bereits jetzt mehr als 850.000 Menschen an Alzheimer-Demenz. Jährlich kommen fast 100.000 neue Fälle hinzu. Aufgrund der demographischen Entwicklung gehen Schätzungen von einer Verdopplung dieser Zahlen bis zum Jahr 2030 aus. Nicht nur für alte Menschen ist diese Erkrankung ein Thema. Durch einen Krankheitsfall in der Familie werden auch viele Jüngere mit dem Problem Alzheimer konfrontiert, denn die Hauptlast in der Versorgung der Kranken tragen derzeit die Angehörigen. Etwa zwei Drittel der Betroffenen werden zu Hause versorgt.
Berlin, 18.06.2007. Zu den im Koalitionsausschuss genannten Vorhaben der Reform der Pflegeversicherung sagt Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Selbsthilfeorganisation Deutsche Alzheimer Gesellschaft: „Es ist zu begrüßen, dass Demenzkranke künftig einen höheren Betrag aus der Pflegeversicherung erhalten sollen. Auch die Stärkung der ambulanten Pflege und der Tagespflege war längst überfällig.“ Neben der Anhebung der Pflegesätze, die seit Beginn der Einführung der Pflegeversicherung gleich geblieben sind, soll es künftig auch die Möglichkeit geben, eine „Pflegezeit“ zu nehmen, um Berufstätigkeit und Pflege besser zu vereinbaren.
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben einen bedeutsamen Fortschritt bei der Erforschung der Alzheimerkrankheit erreicht. Eine Forschungsgruppe um Professor Dr. Gerd Multhaup vom Institut für Chemie und Biochemie hat herausgefunden, wie man die Entstehung des krankheitsverursachenden Amyloid-Beta-Peptids verhindern kann. Bislang waren die Umstände unbekannt, unter denen sich dieses toxische Peptid mit Namen Aß42 bildet.
Eine groß angelegte, multizentrische Studie hat belegt, dass neue Biomarker im Liquor (Nervenwasser, das Gehirn und Rückenmark umspült) mit hoher Zuverlässigkeit (83 Prozent) voraussagen können, ob ein Patient mit leichten kognitiven Defiziten später eine Alzheimer-Demenz entwickeln wird.
Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung der Universität Leipzig ist ein bedeutender Schritt bei der Erforschung der noch immer unheilbaren Alzheimer-Krankheit gelungen. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Steffen Roßner hat gemeinsam mit Experten der Hallenser Biotechnologie-Firma Probiodrug um Prof. Hans-Ulrich Demuth einen Mechanismus aufgeklärt, durch den krankhafte Proteinablagerungen in den Hippocampus von Alzheimer-Patienten gelangen.
Das Medium Fernsehen spielt eine immer wichtiger werdende Rolle bei der Freizeitgestaltung der Deutschen. Im Jahre 2006 schauten Kinder von drei bis 13 Jahren durchschnittlich 90 Minuten pro Tag fern, im Alter von 14 bis 29 Jahren waren es bereits 140 Minuten. Die 30-49-jährigen sahen jeden Tag schon mehr als drei Stunden, nämlich 209 Minuten, fern. Menschen ab 50 Jahren führten die Spitze an. Sie schauten durchschnittlich 278 Minuten, also mehr als 4,5 Stunden am Tag in die Flimmerkiste*.
Ein Zentrum für die Entwicklung der hochauflösenden Magnetresonanz- tomografie (MRT) eröffnet die Universität Duisburg-Essen zusammen mit ihrer Partnerhochschule, der Radboud Universität in Nimwegen, mit dem deutsch- niederländischen Erwin L. Hahn Institute for Magnetic Resonance Imaging.
“Diese Konferenz hat gezeigt, wo wir heute in Bezug auf die
Alzheimer-Krankheit stehen und wo unsere Defizite sind. Wir brauchen noch
mehr Forschung im Bereich der Versorgung und Therapie von Demenzkranken. Die
große Herausforderung besteht darin, die beste Form der Betreuung und Pflege
zu finden“ bilanzierte Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der
Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Am 14.10.2006 endete der 22. Kongress der
Dachorganisation Alzheimer’s Disease International, der von der Deutschen
Alzheimer Gesellschaft in Berlin ausgerichtet wurde. An dem Kongress mit
1590 Teilnehmern aus 72 Ländern, davon etwa 350 außereuropäische Teilnehmer,
beteiligten sich sowohl Ärzte, Wissenschaftler, Therapeuten und
professionell Pflegende wie auch Demenzkranke und ihre Angehörigen.
Berlin, 07.09.2006. Schon heute leiden mehr als eine Million Menschen in
Deutschland an der Alzheimer-Krankheit oder einer anderen Form der Demenz.
Da die Zahl der älteren Menschen in den nächsten Jahrzehnten steigen wird,
wird voraussichtlich auch die Zahl der Erkrankten zunehmen, jedenfalls
sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt. Viele, gerade ältere
Menschen haben Angst selbst zu erkranken und fragen bei den Alzheimer
Gesellschaften an: „Gibt es eine Vorbeugung gegen die Alzheimer-Krankheit?
Was kann ich tun, um nicht zu erkranken?“
Die Verbesserung der Versorgung demenziell erkrankter Menschen ist das Ziel des „Leuchtturmprojektes Demenz“. Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 1. Dezember mit einer Bekanntmachung im Bundesanzeiger Forschungs- und Versorgungeinrichtungen aufgefordert, Anträge für Foschungs- und Modellvorhaben einzureichen. Die zu fördernden Vorhaben sollen eine Vorbildfunktion für die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung demenzkranker Menschen haben.
Erbfaktoren spielen bei der Entstehung der häufigsten Demenzform, der Alzheimer-Demenz, eine wichtige Rolle. Für die sporadische Form der Alzheimer-Demenz konnte bislang nur das ApoE-Gen als am Krankheitsgeschehen beteiligter Erbfaktor identifiziert werden.
Trotz großer Fortschritte kann eine Untersuchung des Nervenwassers eine beginnende Alzheimer-Krankheit noch nicht zuverlässig vorhersagen. In einer großen Studie an Menschen mit leichten Denkstörungen identifizierte die Analyse auf auffällige Proteinvarianten 83 Prozent jener Teilnehmer, die in den folgenden Jahren die häufigste Demenzform entwickelten.
Berlin, 22.03.2007. „Wir freuen uns, dass wir mit der Alzheimer Gesellschaft Kreis Düren die 100. Mitgliedsgesellschaft aufnehmen konnten“ sagte Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
* 18,6 Prozent der deutschen Bevölkerung waren im Jahr 2004 älter als 65 Jahre. Insgesamt sind das rund 15,4 Millionen Menschen. Für das Jahr 2030 rechnet man mit einem Anstieg dieser Altergruppe auf 26,7%, das entspricht 19,9 Millionen Menschen.
* Es gibt mehr als 50 verschiedene Formen von Demenz. Die Alzheimer- Krankheit ist mit Abstand die häufigste Form der Demenz.
Steckt in Östrogenen, in weiblichen Sexualhormonen, eine chemische Struktur, die als "Leitstruktur" für einen Wirkstoff gegen die Alzheimer-Krankheit dienen kann? Können Östrogene selbst den Krankheitsprozess hinter dieser Demenz beeinflussen?
Demenzkranke spüren oft nicht einmal mehr Hunger und Durst. Angebotene Speisen lassen sie unangerührt. "Essen und Trinken bedeutet für Gesunde Lust und Genuss, für Demenzkranke aber eine Last", erklärt Heike Ohm, Pflegetherapeutin am Alzheimer Therapiezentrum im bayrischen Bad Aibling, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
Die Verklumpung und Ablagerung von Proteinen in Nervenzellen ist ein häufiges Merkmal von altersbedingten neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise der Alzheimer Erkrankung.
Stuttgart (AP) Vielen Alzheimer- und anderen Demenzpatienten mangelt es an Einsicht in ihre Erkrankung. Dies belastet die Angehörigen und verhindert oft eine angemessene Behandlung, wie Hanna Leicht von der Universität Leipzig betont.
Kiel (AP) Eine bestimmte Erbanlage legt womöglich die Basis für ein langes Leben. Wie eine Studie der Universität Kiel zeigt, ist eine Variation in dem Gen FOXO3A bei 100-Jährigen auffällig weit verbreitet.
Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin sind jetzt einem Mechanismus auf die Spur gekommen, mit dessen Hilfe künftig Abwehrzellen im Gehirn durch neue ersetzt werden könnten. Es geht um die so genannten Mikroglia-Zellen.
Verschaltungsmuster in einer für Alzheimer wichtigen Gehirnstruktur entschlüsselt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es mithilfe von Lichtenergie gelungen, die interne Verschaltung einer Gehirnstruktur zu entschlüsseln, die an der Entstehung von Alzheimer beteiligt ist.
Regelmäßige Bewegungsübungen helfen pflegebedürftigen Menschen dabei, weitere Gesundheitsbeschwerden zu vermeiden. Nach Möglichkeit sollten auch Bettlägerige die Übungen weitestgehend selbstständig ausführen. Das stärkt das Selbstbewusstsein. Kann der zu Pflegende das Training nicht allein absolvieren, ist ihm zu helfen.
Die ZDF Dokumentation "Reise ins Vergessen. Leben mit Alzheimer" von Uta Claus und Bodo Witzke zeigte ein bewegendes, vielfältiges Bild von Demenzkranken und ihren Angehörigen. Es ging um Kranke, die durch die Demenz nur leicht, schon erheblich, oder sehr schwer beeinträchtigt sind.
Studien zum Einfluss moderater Alkoholmengen auf das Risiko von Demenz und anderen Beeinträchtigungen des Nervensystems weisen dem Genussmittel eine vorbeugende Wirkung zu. Der tägliche Alkoholkonsum ist dennoch nicht empfehlenswert.
Frankfurt/Main (AP) Kontakt zu anderen Menschen und Interesse an Neuem fördern im Alter maßgeblich psychische Gesundheit und mentale Leistungsfähigkeit. «Regelmäßige geistige Aktivität kann dazu beitragen, eine mögliche Demenz-Erkrankung hinauszuzögern», betont Wolfgang Maier vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde.
Im Frühstadium einer Demenz profitieren Patienten von einer Kombination aus Verhaltenstherapie und den fernöstlichen Entspannungstechniken Tai-Chi und Qigong, berichtet die "Apotheken Umschau".
Wenn die närrischen Tagen des Karnevals vorüber sind, folgt der ausgelassenen Stimmung meist der Katzenjammer und der Vorsatz, seinen Körper wieder besser zu behandeln. Eine aktuelle amerikanische Studie bietet gute, neue Argumente für eine mediterrane Ernährung.
Kontakt zu anderen Menschen und Interesse an Neuem haben einen erheblichen Anteil daran, im Alter psychisch gesund und geistig leistungsfähig zu bleiben.
„Regelmäßige geistige Aktivität kann dazu beitragen, eine mögliche Demenz-Erkrankung hinauszuzögern.
Welche Faktoren beeinflussen Gesundheit und Krankheit älterer Menschen, bedrohen womöglich ihre Selbstständigkeit? Was erhält die Aktivität bis ins hohe Alter? Mit diesen Schwerpunkten beschäftigt sich ein breit angelegtes Forschungsprojekt im Raum Ulm/Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis, das auch vom Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner unterstützt wird.
Dr. Henning Scherf (70), früherer Bürgermeister und Präsident der Freien Hansestadt Bremen, hat die ehrenamtliche Schirmherrschaft der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte Wilhelm von Lauff-Stiftung übernommen.
Alzheimerkranke sind nicht nur eine leere Hülle ohne Verstand. "Ich erlebe an mir Verluste, ich erlebe aber auch die anderen Seiten des Menschseins und genieße sie", sagt der 62-jährige Christian Zimmermann aus München, der seit fünf Jahren von seiner Alzheimer-Erkrankung weiß, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
Berlin (AP) Eine mediterrane Ernährung kann dem altersbedingten Abbau der geistigen Leistungen entgegenwirken und sogar den Ausbruch der Alzheimer-Erkrankung verzögern. Zu dieser These liefert eine aktuelle US-Studie neue Argumente, wie der Direktor der Klinik für Neurologie an der Charité in Berlin, Matthias Endres, erläutert.
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat mit der Leitlinie Demenz eine besonders hochwertige Leitlinie fertig gestellt. Es handelt sich dabei um die erste hausärztliche Leitlinie zum Thema Demenz.
Ist man Single im mittleren Alter, kann das mehr bedeuten als dass man allein lebt. Es kann auch das Risiko einer Demenz- Erkrankung erhöhen. Wissenschaftler des Karolinska Institutet haben nachgewiesen, dass eine Ehe oder das Zusammenleben mit einem Partner das Risiko halbieren können. Die Forschung geht davon aus, dass soziale Interaktionen helfen könnten, eine Erkrankung abzuwehren, berichtet BBC Online.
Am Tag für Demenzkranke das Licht anknipsen ist keine Stromverschwendung, sondern verbessert deren Befinden enorm, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
Deutschlands Bevölkerung verändert sich, die Menschen werden immer älter. Das Alter ist aber der Hauptrisikofaktor für die Alzheimer-Krankheit. Der hohe und lange Pflegeaufwand macht sie zu einer der teuersten Krankheiten. Die Krankheit bedroht dabei nicht nur jeden Einzelnen, sondern auch unsere sozialen Sicherungssysteme.
Eine neue Studie der Universität Aberdeen sorgt unter Alzheimer-Forschern für Aufregung: Der Farbstoff Methylenblau soll das Alzheimerleiden lindern, so die Botschaft der Untersuchung, die Ende Juli beim internationalen Alzheimerkongress vorgestellt wurde. Im Rahmen einer klinischen Untersuchung nahmen Alzheimerpatienten täglich 60 Milligramm Methylenblau ein.
Aus aktuellem Anlass möchte die Deutsche Demenz Stiftung - Vergissmeinnicht mit Sitz in Gütersloh zu dem veröffentlichten "Prüfbericht es Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Pflege in Deutschland 2007" (Pflegebericht 2007) wie folgt Stellung nehmen:
Das Kontrollieren der Fettsäuren-Menge im Gehirn könnte einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von Alzheimer leisten.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Gladstone Institute of Neurological Disease und der University of California.
Frankfurt/Main (AP) Kaffeetrinker erkranken deutlich seltener an Alzheimer. Der tägliche Genuss von drei bis fünf Tassen des koffeinhaltigen Getränks im mittleren Lebensalter senkt das Risiko für Demenzerkrankungen um fast zwei Drittel, wie eine finnisch-schwedische Langzeitstudie ergab.
Die Theorie der Retrogenese ist ein neuer Denkansatz zur Entstehung , der medizinischen Behandlung und zur nicht-pharmakologischen Behandlung der Alzheimer’schen Krankheit. Retrogenese wird von Reisberg et al (1999) definiert als : „der Prozess, bei dem degenerative Mechanismen den Mechanismus der normalen Kindheitsentwicklung umkehren .“ Ähnlichkeiten zwischen den beiden Prozessen wurden neuropathologisch, biomolekular, neurologisch und verhaltensmäßig beschrieben.
Jena (AP) Das turboschnelle Altern eines Lebewesens ist in einem Jenaer Labor mit wenigen Blicken zu erfassen. In einem Aquarium schwimmen Jungfische, während nebenan drei Wochen ältere und bereits geschlechtsreife Artgenossen fleißig ihre Runden drehen.
New York (AP) Wegen der üblichen Mastverfahren kritisieren Tierschützer den Konsum von Stopflebern von Gans oder Ente. Gesundheitliche Bedenken gegen diese Lebensmittel meldet nun ein amerikanischer Mediziner an. Michael Greger von der Tierschutzorganisation The Humane Society fürchtet, dass mit der Leberpastete gefährliche abnorm gefaltete Proteinfragmente in den Körper gelangen.
Die Versorgung von pflegebedürftigen alten Menschen ist zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema geworden. In dem Forschungsprojekt "Pflegenetzwerk Dorf in der Stadt" wurde ein Konzept erarbeitet, das zeigt, wie ein Pflegenetzwerk aus Nachbarn, freiwillig Engagierten und professionellen Pflegediensten entstehen kann.
In einer institutsübergreifenden Kooperation ist es Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gelungen, weitere Einsichten in die körpereigenen Schutzmechanismen gegen die Alzheimer-Erkrankung zu gewinnen. Dabei zeigte sich, dass die enzymatische Aktivität der Alpha-Sekretase maßgeblich für die protektive Wirkung verantwortlich ist.
Der Band „Ratgeber in rechtlichen und finanziellen Fragen“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist in aktualisierter Auflage erschienen. Die Rechtsanwältin Bärbel Schönhof (Bochum), ehemalig pflegende Angehörige und Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, hat den Band überarbeitet und weiß: „Angehörige Demenzkranker müssen sich neben Betreuung und Pflege mit zahlreichen rechtlichen Fragen, Antragsverfahren usw.
beschäftigen. Dabei kann der Ratgeber eine Hilfe sein“.
Für Demenzkranke ist der Aufenthalt in einem Krankenhaus oftmals eine Katastrophe. Zur Verbesserung der Situation verschickt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft jetzt einen „Informationsbogen für Patienten mit einer Demenz bei Aufnahme ins Krankenhaus“.
Bonn (AP) Der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf hat die ehrenamtliche Schirmherrschaft der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte übernommen. Das teilte die Wilhelm-von-Lauff-Stiftung am Donnerstag in Bonn mit.
Der Deutsche Caritasverband (DCV) begrüßt die Einigung des Koalitionsausschusses zur Pflegeversicherung. "Vor allemMenschen mit Demenz und ihre Angehörigen warten dringend auf eine Verbesserung ihrer Lebenssituation. Die geplante Anhebung der zusätzlichen Betreuungsleistungen ist dazu sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung", so Caritas-Präsident Peter Neher. Positiv bewertet wird die angekündigte Stärkung der häuslichen und ambulantenPflege. In der anstehenden Reform müssten jedoch auch die pflegenden Angehörigen wirksam entlastet werden. Dazu gehöre die Einführung einer befristeten Pflegezeit ebenso wie der Ausbau niedrig schwelliger und wohnortnaher Angebote wie Tages- und Kurzzeitpflege.
Von der Alzheimerkrankheit befallene Nervenzellen weisen eine ähnliche Störung wie Tumorzellen auf. Forscher des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung der Universität Leipzig fanden heraus, dass erwachsene Nervenzellen unter bestimmten Bedingungen ihr genetisches Erbmaterial verdoppeln können, obwohl sich diese Zellen eigentlich nicht teilen.
New York (AP) Gelassenheit und soziale Kontakte schützen vor Demenzleiden wie etwa der Alzheimer-Krankheit. Dies zeigt eine Studie des Stockholmer Karolinska-Instituts, in der die Forscher die Entwicklung von 500 älteren Menschen sechs Jahre lang verfolgten.
Die Alzheimer’sche Krankheit verläuft bei unkompliziertem Verlauf (ohne zusätzliche körperliche Erkrankungen und Behinderungen) in den im Folgenden dargestellten 7 Stadien (Reisberg et al., 1988 ;Auer et al, 1997; siehe Tabelle 3). Die Krankheit entwickelt sich aus dem normalen Leistungsniveau eines Erwachsenen heraus, wobei zwischen normalem Leistungsniveau (Stadium 1), und einem Stadium unterschieden wird, bei dem Befragte über subjektive Beschwerden klagen (Stadium 2). In beiden Stadien können nach heutigem Wissensstand keine klinischen Symptome im Sinne einer Alzheimer Krankheit festgestellt werden.
Hirnforscher haben Hinweise darauf gefunden, dass die Alzheimersche Krankheit Folge einer Hirnentwicklungsstörung ist. «Alzheimer scheint in der Tat angeboren zu sein», erklärte Thomas Arendt vom Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig am Montag.
Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben einen vielversprechenden Ansatz für eine Behandlung der sogenannten Frontotemporalen Demenz, einer alzheimerähnlichen Demenz, gefunden.
Wissenschaftler haben jetzt einen Zusammenhang nachgewiesen zwischen der Wirtschaftslage bei der Geburt eines Menschen und seinen kognitiven Fähigkeiten im Alter. Demnach wirken sich bei Menschen, die während einer Rezession geboren sind, in späteren Jahren schwere Rückschläge stärker auf die geistige Erkenntnisfähigkeit aus als bei Kindern aus Boom-Zeiten.
„Miteinander aktiv“, die neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, gibt Anregungen für die Alltagsgestaltung für Menschen mit Demenz, die zu Hause leben und von Angehörigen betreut werden. Das sind zwei Drittel der etwa 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland.
Berlin, 12.04.2011. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft begrüßt es, dass Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler zu einem Pflege-Dialog zum Thema Demenz eingeladen hat. Dieser Termin erscheint überfällig. Bereits im Januar 2009 hat der vom Bundesministerium für Gesundheit eingesetzte Beirat zur Weiterentwicklung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs (nach dreijähriger
Arbeit!) einen Bericht mit Empfehlungen vorgelegt.
Der 6. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft unter dem Motto „Gemeinschaft leben“ wurde am 7. Oktober 2010 in Braunschweig eröffnet. Bärbel Schönhof, die 2. Vorsitzende begrüßte 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland. Als Tochter einer demenzkranken Mutter habe sie erlebt, wie ihrer Familie Verständnis und Unterstützung zu Teil wurde. Leider sei dies noch oft nicht selbstverständlich.
Bonner Forscher haben einen neuen Faktor gefunden, der möglicherweise bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit mitwirkt: Liegen in Nervenzellen bestimmte Lipide in zu hoher Konzentration vor, häuft sich ein Eiweiß an, das bei der Ausbildung der Krankheit eine entscheidende Rolle spielt.
Etwa ein Drittel der altersmedizinischen Patienten leiden unter Demenz, ihr Denkvermögen lässt nach. Zudem sind sie oft vielfach erkrankt, von Schmerzen geplagt und nicht selten depressiv. Der 117. Internistenkongress vom 30. April bis 3. Mai 2011 in Wiesbaden widmete sich mit seinem Leitthema Lebensphasen vor allem auch dieser Gruppe von Patienten.
Das Team um Dr. Tobias Hartmann (Universitäten Heidelberg, Leuven und Boston) veröffentlichte in nature cell biology neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen der Alzheimer-Krankheit und dem Cholesterinstoffwechsel. Bekannt war bislang, dass sich im Gehirn von Alzheimer-Patienten Proteinbruchstücke (Amyloid-Beta) ansammeln und so genannte amyloide Plaques bilden.
Jeder zweite Deutsche hat Angst vor Alzheimer oder Demenz. Das geht aus einer Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK unter mehr als 3 000 Männer und Frauen hervor. Das Thema wird aufgrund des Suizids von Gunter Sachs derzeit wieder intensiv diskutiert.
Bremer Pflegewissenschaftler leiteten Abschlusskongress der BMBF geförderten Pflegeforschungsverbünde in Berlin.
Demenz, Patienteninformation, pflegerische Versorgungsqualität: Diese Themen standen im Mittelpunkt des Abschlusskongress der Pflegeforschungsverbünde Anfang Dezember 2010 in Berlin.
Die Pflegebedürftigkeit im Alter wird von vielen Deutschen noch immer unterschätzt. Dabei sind schon heute rund 30 Prozent aller 80-Jährigen in Deutschland pflegebedürftig, und etwa 1,6 Millionen Menschen werden aktuell von Familienangehörigen gepflegt.
Ein in speziellen Regionen schrumpfendes Gehirn kann ein erstes Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung sein. Schon knapp zehn Jahre vorher soll dies eintreten, haben jetzt US-amerikanische Forscher der Harvard Medical School laut ihres Berichtes im Fachmagazin "Neurology" herausgefunden.
Der Bundestag hat den Weg frei gemacht für die Einführung der Familienpflegezeit. Das Gesetz wurde in 2./3. Lesung beschlossen und kann jetzt, wie von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, geplant, am 1. Januar 2012 in Kraft treten.
Studienaufruf: Im Rahmen des Check-up findet eine ärztliche neurologische Untersuchung, ein Ultraschall des Gehirnes und ein Gedächtnistest statt. Die Untersuchung dauert insgesamt ca. 60 Minuten und beinhaltet keinerlei Strahlenbelastung oder sonstige Nebenwirkungen.
Wenn die Großmutter demenzkrank wird, erleben das auch die Enkelkinder mit. Oft sind sie dann irritiert, verstehen nicht, warum sie alles vergisst und sich merkwürdig verhält, und wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen. Deshalb gehören Informationen über Demenz auch in den Schulunterricht.
Ein Medikament, das eigentlich zur Behandlung von Heuschnupfen eingesetzt wurde, verbessert die Symptome bei Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Alzheimer- Erkrankung deutlich. Dimebon war früher in Russland als Antihistamin zugelassen und wurde später von besser geeigneten Medikamenten abgelöst. Wissenschaftler des Baylor College of Medicine haben jetzt nachgewiesen, dass es Gedächtnis, Verhalten und die Fähigkeit, einfache Aktivitäten durchzuführen, verbessern kann.
Bestimmte Antikörper kommen im Blut von Alzheimer-Patienten häufiger vor als im Blut gesunder Menschen. Das haben jetzt Forscher des Scripps Research Institut in Florida herausgefunden.
Durch Gentests können Veranlagungen für bestimmte Krankheiten festgestellt werden. Doch auch wer nicht genetisch vorbelastet ist, kann im Laufe seines Lebens von diesen Krankheiten betroffen sein. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher nach der Auswertung von Daten eineiiger Zwillinge.
7.030 Bundesbürger sind im Jahr 2009 durch einen häuslichen Unfall ums Leben gekommen. Das sind 165 Personen mehr als im Jahr 2008. Das geht aus der aktuellen Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes (destatis) hervor.
Alzheimerkranke Menschen haben häufig längere Reaktionszeiten, finden es schwer, Entscheidungen zu treffen oder mit anderen zu kommunizieren. Diese Schwierigkeiten resultieren aus körperlichen Einschränkungen wie z.B. einer reduzierten Vorstellungskraft, schlechtem Gehör und einer veränderten Wahrnehmung. Sie verlieren körperliche Kraft, Koordination und motorische Fähigkeiten. Als pflegende Angehörige müssen Sie für eine Umgebung sorgen, die es dem Patienten leicht macht, sich zu bewegen. Gut vorbereitet zu sein, hilft dem Patienten sehr und kann Ihr Leben einfacher machen. Denken Sie daran – je weiter die Alzheimer-Krankheit fortschreitet, müssen Sie unbedingt erhöhte Sicherheitsmaßnahmen treffen.
Viele Menschen wollen auch im Alter noch lange selbständig in den eigenen vier Wänden leben. Automatisierte Wohnhäuser und intelligente Umgebungen können helfen, diesen Wunsch in die Realität umzusetzen.
Ein typisches Verhalten von Alzheimer-Patienten ist die Ruhelosigkeit und das Weglaufen. Dieses Verhalten stellt für die Pflegenden ein besonderes Problem dar, da der Patient durch den Verlust seiner Orientierungsfähigkeit oft nicht mehr nach Hause findet. Warum das so ist und wie man dem Vorbeugen kann, erläutert die Broschüre der Alzheimer Forschung Initiative.
Wenn die Alzheimer-Krankheit fortschreitet, kann der Patient nicht klar verstehen, was um ihn herum passiert oder was von ihm verlangt wird. Das ist ein schwieriges Problem für beide, den Patienten und pflegende Angehörige. Einige Kommunikationstechniken können helfen:
Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende, unheilbare Gehirnstörung mit unbekannter Ursache. Zu den Symptomen dieser Erkrankung zählen Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, beeinträchtigtes Urteilsvermögen, Wesensveränderungen, Desorientierung und der Verlust der Sprachfähigkeit. Sie verläuft immer tödlich und ist die häufigste Form irreversibler Demenz.
Wie kann ich mich gegen die Alzheimer-Krankheit schützen? Kann man Alzheimer vorbeugen? Diese oder ähnliche Fragen werden immer wieder von besorgten Menschen gestellt. Wissenschaftler weisen auf drei Säulen hin, die jeder einzelne berücksichtigen kann: gesunde Ernährung, reichlich Bewegung und geistige Aktivität. In vielen großen epidemiologischen Studien wurde nachgewiesen, dass diese drei Faktoren das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, senken. Obwohl sich vorbeugende Maßnahmen positiv auf Geist und Körper auswirken, stellen sie, auch bei strengster Einhaltung aller Empfehlungen, keine Garantie dar eine Erkrankung zu vermeiden.
Die Menschen werden immer älter. Parallel dazu nehmen altersabhängige demenzielle Erkrankungen zu. Die Zahl der Demenzpatienten in Deutschland wird voraussichtlich bis 2050 dramatisch ansteigen. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste demenzielle Erkrankung und seit über 100 Jahren bekannt. Dennoch ist es bis heute nicht gelungen, eine wirksame Therapie zu entwickeln.
Auf das von Anbietern selbstverliehene Prädikat "Betreutes Wohnen" für Senioren können sich Interessenten nicht verlassen. Zu unterschiedlich sind noch die Realitäten, die sich dahinter verbergen.
Einen Alzheimer-Kranken zu pflegen ist eine oft anstrengende und stressige Aufgabe. Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass pflegende Angehörige eigene Bedürfnisse und Gefühle haben. Sie müssen sich um den Patienten kümmern, aber auch an sich selbst denken. Wir bieten Ihnen einige Tipps zum Nachmachen.
Nervenzellen haben dann eine größere Überlebensfähigkeit, wenn durch Hirnaktivität ein spezielles genetisches Programm in Gang gesetzt wird.
Dabei werden Schutzgene aktiviert, die das Überleben der Zellen deutlich verstärken. Das hat ein Team von Neurobiologen der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Hilmar Bading nachgewiesen.
Der Freitod von Gunter Sachs, vermutlich aufgrund der Diagnose Alzheimer, hat ein großes Medienecho ausgelöst - häufig mit dem Tenor, dass Sachs in Würde sterben wollte.
In der Literatur werden ca. 70 verschiedene Demenzformen beschrieben. Demenzen bezeichnen eine Gruppe von Erkrankungen, die fortschreitend zum Verlust intellektueller Fähigkeiten führen.
Chicago (AP) Die Mittelmeerküche kann den geistigen Abbau im Alter verzögern. Zudem kann die mediterrane Kost einer Studie zufolge bei Menschen, die bereits leichte kognitive Beeinträchtigungen aufweisen, den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit bremsen.
Am Mittwoch, den 10. September, fand die Preisverleihung zum Wettbewerb "Alzheimer & You - Zeig Dein Engagement" in Berlin statt. Ausgezeichnet wurden Jugendliche, die sich kreativ mit dem Thema Alzheimer auseinandergesetzt hatten. Überreicht wurden die Preise vom Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Hermann Kues sowie von Heike von Lützau-Hohlbein, der 1. Vorsitzenden der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V., die den Wettbewerb sehr positiv beurteilte:
Tübingen wird einer der Partnerstandorte für das neue Deutsche Demenzzentrum in Bonn. Die bundesweite Großforschungseinrichtung soll Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson erkunden. Für das Kernzentrum und die Partnereinrichtungen sollen 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden, wie Bundesforschungsministerin Annette Schavan mitteilte.
Mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko sind kleine Variationen des genetischen Codes an fünf Gen-Orten verbunden. Das hat jetzt ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Frankfurt herausgefunden und dies in der Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht.
Mit einem Wettbewerb, den die DAlzG am Welt-Alzheimertag gestartet hat, sollen Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, die so genannte Enkelgeneration, für das Thema sensibilisiert und für die aktive Unterstützung von Demenzkranken gewonnen werden.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Alzheimer-Krankheit nicht jeden Patienten in gleicher Weise trifft. Die unten aufgeführten Stadien repräsentieren den üblichen Verlauf der Erkrankung.
Ein entscheidender Tag für eine Familie, in der ein Angehöriger zum Pflegefall wurde, ist der Tag, an dem der Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) vorbeikommt. Denn der legt die Pflegestufe fest - und damit, wie viel Geld die Kasse zur Pflege zuschießt. Zu dem Termin sollten möglichst alle Personen anwesend sein, die an der Pflege mitwirken.
Demenz ist eine Sache der Familie. In erster Linie übernehmen Ehepartner, Kinder oder Schwiegerkinder die Betreuung von Demenzkranken Zuhause. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Pflegenden sind Frauen. Dabei sind sie mit einem Anteil von 68 Prozent häufiger von einer Demenzerkrankung betroffen als Männer.
Das Beratungstelefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell unterstützt wird, ging vor zehn Jahren an den Start. Seit dem 8. Januar 2002 haben die Beraterinnen mehr als 58.000 Anfragen beantwortet.
Deutsches Zentrum zur Bekämpfung neurodegenerativer Erkrankungen eröffnet "Mit der feierlichen Eröffnung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) schaffen wir eine völlig neue Struktur in der Gesundheitsforschung in Deutschland. Wir nutzen alle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis optimal zum Wohl der Erkrankten", sagte am Dienstag Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei der Gründungsfeier des DZNE in Bonn.
Das Buch "Schlaf und Demenz" befasst sich mit nicht- medikamentösen
Maßnahmen, um Pflegenden von Menschen mit Demenz eine Hilfestellung für den Alltag zu geben. Die Störung des Schlaf- Wachrhythmus ist ein häufiges Phänomen Demenzkranker, was gerade von pflegenden Angehörigen als extrem belastend empfunden wird.
Wie versorgt und betreut man demenzkranke Menschen am besten? Diese Frage stellen sich betroffene Angehörige und professionelle Pflegekräfte ebenso wie Forscher verschiedener Disziplinen, die nach neuen Ansätzen und Konzepten suchen. Doch nicht immer weiß die Wissenschaft genau, was die Praxis braucht. Und die Praktiker wiederum tun sich schwer, den Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse zu behalten.
Wohngemeinschaften für Demenzkranke, die von ambulanten
Diensten betreut werden, liegen im Trend. In Berlin gibt es bereits 180,
andere Bundesländer ziehen nach. Dazu sagte Heike von Lützau-Hohlbein, 1.
Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft:
Eine Demenz verändert den Menschen mit dem Fortschreiten der Erkrankung. Dies mitzuerleben kann neben dem Betroffenen auch für die Angehörigen und das weitere Umfeld sehr belastend sein.
Forscher hoffen, mit embryonalen Stammzellen eines Tages Ersatzzellen oder gar ganze Gewebe nachzuzüchten. So wollen sie bislang unheilbare Leiden wie Parkinson oder Alzheimer besiegen oder zumindest lindern. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Was sind embryonale Stammzellen - und wie werden sie gewonnen?
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. startet am Welt- Alzheimertag, am 21. September 2007, den bundesweiten Jugend- wettbewerb Alzheimer & You. Ziel ist es, die „Enkelgeneration“ für die Alzheimer- Krankheit zu sensibilisieren und für die aktive Unterstützung der Erkrankten zu gewinnen.
Während Alois Alzheimer erst nach dem Tod von Auguste D. feststellen konnte, was im Gehirn seiner Patientin vorgegangen war, können Ärzte heute den Kranken bereits zu Lebzeiten "in den Kopf" schauen.
Das großflächige Absterben von Nervenzellen führt bei Patienten mit Alzheimerschen Erkrankung zu einer massiver Demenz. Bislang konnte die Zerstörung der Neuronen im Tiermodell nur nach dem Tod und mit aufwändigen Verfahren dargestellt werden. LMU- Forscher am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) unter der Leitung von Professor Christian Haass konnten nun erstmals den Untergang der Nervenzellen live beobachten.
Viele Senioren möchten einen Lebensstil leben, der ein aktives und gesundes Älterwerden fördert. Einige haben die Befürchtung, später an Alzheimer zu erkranken. Wie kann ich mich gegen die Alzheimer-Krankheit schützen? Kann man Alzheimer vorbeugen?
Bis jetzt ist die Alzheimersche Krankheit nur schwer eindeutig festzustellen. Es fehlen für diese Form der Demenzerkrankung entsprechende Diagnose-verfahren. Am Forschungszentrum Jülich wird derzeit innerhalb einer klinischen Studie ein Präparat getestet, das Alzheimer bereits in einem sehr frühen Stadium diagnostizieren könnte.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft erweitert ihre Arbeit in den nächsten drei Jahren um den Schwerpunkt „Alleinlebende Demenzkranke“. Dies wird durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht.
Ab dem ersten Mai bis zum Welt- Alzheimer- Tag im September läuft der 20-Wochen- Spendenmarathon für das beste Nachwuchsprojekt auf dem Gebiet der Alzheimer- Forschung. Mit 20.000 EUR kann ein junger Forscher ein ganzes Jahr lang durch die Alzheimer- Forschung Initiative e.V. (AFI) gefördert werden.
Berlin, Juni 2007. Erstmalig trafen sich im Juni 2007 Vertreterinnen und Vertreter aus Alzheimer Gesellschaften und Angehörigengruppen zu einer Fachtagung in Kassel, um sich zum Thema „Demenzkranke in der frühen Phase“ auszutauschen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hatte eingeladen, weil es für Menschen im frühen Stadium der Demenz bundesweit wenig Angebote gibt, aber immer mehr Menschen zu einem Zeitpunkt diagnostiziert werden, zu dem sie sich selbst noch mit der Diagnose auseinandersetzen können und müssen.
Mit Hilfe von neuropsychologischen Tests kann die Alzheimer-Krankheit beim Auftreten von klinischen Symptomen bereits mit großer Sicherheit erkannt werden. Inzwischen können Patienten mit leichten kognitive Beeinträchtigungen im Alter (LKB), bei denen das Risiko besteht innerhalb der nächsten fünf Jahre Alzheimer zu entwickeln, durch Magnetresonanztomographie (MRT) und Liquor-Untersuchungen identifiziert werden.
Demenzerkrankungen werden heute immer häufiger schon ganz zu Beginn diagnostiziert. Dadurch rücken Menschen mit beginnender Demenz stärker in den Blickpunkt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft nimmt sich dieses Themas seit 2007 kontinuierlich an, unter anderem im Schwerpunkt des gerade erschienenen Alzheimer Info 4/2011.
Nach der bisherigen Rechtsprechung war es äußerst schwierig, für Demenzkranke, die im Pflegeheim leben, zu Lasten der Krankenkasse individuell angepasste Rollstühle finanziert zu bekommen. Die Ablehnungen der Krankenkassen erfolgten unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes, wonach Pflegebedürftige nur dann zu Lasten der Krankenkasse mit Hilfsmitteln versorgt werden dürften, wenn sie noch selbstbestimmt und gleichberechtigt am Leben der „Heim“-Gemeinschaft teilnehmen können. Diese aktive Teilhabe ist den meisten Demenzkranken, die einen Rollstuhl benötigten, kaum noch möglich.
Nach der bisherigen Rechtsprechung war es äußerst schwierig, für Demenzkranke, die im Pflegeheim leben, zu Lasten der Krankenkasse individuell angepasste Rollstühle finanziert zu bekommen. Die Ablehnungen der Krankenkassen erfolgten unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes, wonach Pflegebedürftige nur dann zu Lasten der Krankenkasse mit Hilfsmitteln versorgt werden dürften, wenn sie noch selbstbestimmt und gleichberechtigt am Leben der „Heim“-Gemeinschaft teilnehmen können. Diese aktive Teilhabe ist den meisten Demenzkranken, die einen Rollstuhl benötigten, kaum noch möglich.
Beginn der Alzheimer-Krankheit mit hoher Zuverlässigkeit aufzeigen, so das Ergebnis einer großen internationalen Untersuchung unter Beteiligung deutscher Neurologen. In der Studie mit fast 1600 älteren Freiwilligen konnten Dank der „Biomarker“ 83 Prozent jener Patienten mit leichten Denkstörungen identifiziert werden, die in den Jahren nach der Messung Alzheimer entwickelten.
Die Diagnose Alzheimer lässt die Welt auf einen engen Raum ohne logische Ordnung zusammenschrumpfen. Sie macht eine Vollpflege durch Fachpersonal erforderlich - ein Kostenfaktor, der angesichts der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft das Gesundheitssystem an seine Grenzen bringt.
Das Wissen über mögliche Symptome und Verlaufsformen sowie über die psychologischen Aspekte der Alzheimererkrankung kann Angehörige von Betroffenen darin unterstützen, Verständnis für die Verhaltensweisen der Erkrankten zu entwickeln. „Durch die Vermittlung von Informationen über die Auswirkungen der Alzheimerkrankheit können wir mithelfen, ein möglichst harmonisches Verhältnis in den betroffenen Familien zu schaffen“,
Pflegende Angehörige von Demenzkranken sind hohen Anforderungen ausgesetzt. Neben den Veränderungen des Alltags müssen sie auch ihre Emotionen bewältigen. Fast jeder Dritte im klassischen Rentenalter ist von einer Demenz betroffen. Häufigste Ursache ist eine Alzheimer-Erkrankung. Aber auch hormonelle Störungen, Parkinson oder HIV können die Krankheit hervorrufen.
Frankfurt/Main (AP) Auch Passivrauchen kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinträchtigen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin unter Berufung auf eine britische Studie hin. Dass aktive Raucher ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko haben, an Alzheimer oder einer anderen Demenzform zu erkranken, ist schon länger bekannt.
Patienten sollten sich von den jüngsten Meldungen zu Schmerzmitteln vom Typ der Cox-2-Hemmer nicht verunsichern lassen. Zwei Studien, die gängige Wirkstoffe wie Celecoxib und Refecoxib mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Alzheimer in Zusammenhang bringen, sind nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes wenig aussagekräftig.
Die am 1. Februar 2011 zur Hauptsendezeit ausgestrahlte ZDF Dokumentation „Reise ins Vergessen. Leben mit Alzheimer“ von Uta Claus und Bodo Witzke (der zweite Teil folgt am 8. Februar 2011 um 20.15 Uhr) griff ein Thema auf, das in Deutschland 1,2 Millionen Menschen und ihre Familien betrifft.
Hohe Werte des guten HDL-Cholesterins schützen Menschen anscheinend vor der Alzheimer-Krankheit. Das belegt eine Untersuchung von mehr als 1.100 Menschen im Alter ab 65 Jahren. Die Forscher der Columbia Universität in New York maßen ihre Blutfettwerte und untersuchten die Menschen auch auf Erinnerungsstörungen.
Jülich (AP) Im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit gibt eine neu entwickelte Substanz Anlass zur Hoffnung. Die Wirksamkeit des Peptids D3 wurde in Tierversuchen schon erfolgreich nachgewiesen, wie das Forschungszentrum Jülich am Mittwoch mitteilte. Dies könne der erste Schritt zu einer wirksamen Therapie sein.
Mit dem Alzheimer-Café möchte das Diakoniewerk einem Treffpunkt für Angehörige von Menschen mit einer dementiellen Erkrankung im Raum Wels schaffen, der einmal im Monat Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen, aber auch Rat und Hilfe bietet.
Prof. Lutz Frölich aus Heidelberg sprach sich auf einer Veranstaltung in Berlin dafür aus, dass Alzheimer-Patienten mit den derzeit verfügbaren Medikamenten möglichst früh und lange behandelt werden sollten. Ab wann und wie lange behandelt werden sollte, sei dagegen unklar, berichtete die Ärzte Zeitung. Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen würden zurzeit nicht medikamentös therapiert. In der Regel beginne eine Therapie erst, wenn die Diagnose Alzheimer feststehe. Dann sollte jedoch schnell gehandelt werden, plädierte Frölich. Für Acetylcholineste-rase-Hemmer ist die Wirksamkeit bei Alzheimer-Demenz anerkannt.Auch bei voranschreitender Demenz bleiben laut Fröhlich Cholinesterasehemmer und Memantine die Therapie der Wahl. Wie bei anderen chronischen Krankheiten gehe man davon aus, dass eine fortlaufende Therapie die Patienten vor rapider Verschlechterung schütze, so der Experte.
Frankfurt/Main (AP) Bildung kann bei einer Demenz-Erkrankung den Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit verzögern. Diese Theorie wurde nach Angaben des Berufsverbandes Deutscher Neurologen jetzt in einer neuen US-Studie bestätigt.
Selbsthilfenetzwerk Nach vorliegenden Medienberichten wurde von der SPD-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen, Frau Kraft, der freiwillige Einsatz von "Hartz-IV"-Empfängern (u.a.) in Heimen vorgeschlagen. Da sich Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk als Lobby für pflegebedürftige Menschen, auch in Heimen, versteht, möchten wir den gemachten Vorschlag näher kennen lernen, um dann eine Bewertung vornehmen zu können.
Patientinnen und Patienten mit Alzheimer Demenz können von ginkgohaltigen Präparaten profitieren, sofern sie diese in einer hohen Dosierung einnehmen. Für das Therapieziel "Aktivitäten des täglichen Lebens" ist das durch Studien belegt.
Chicago (AP) Regelmäßige Bewegung im Alter fördert die Hirndurchblutung. Eine US-Studie zeigt, dass Senioren, die sich jahrelang regelmäßig viel bewegt haben, im Gehirn mehr kleine Blutgefäße und einen höheren Blutfluss aufweisen als passive Gleichaltrige. Dies könnte nach Ansicht der Forscher Resultate früherer Studien erklären, denen zufolge Sport den Erhalt geistiger Fähigkeiten im Alter begünstigt.
Bisher wurde die Alzheimer Krankheit reaktiv behandelt, da es keine zuverlässigen Diagnosemethoden für eine frühzeitige Erkennung und ein proaktives Krankheitsmanagement gab. Nun wurden mögliche Alzheimer-Biomarker (Stoffe, die bei einer Alzheimer Erkrankung im Körper gehäuft auftreten) entdeckt. In einer Studie wurden 312 Liquorproben von Patienten mit Alzheimer, Patienten mit primärer Demenz und von kognitiv unbeeinträchtigten Personen erfasst und analysiert. Es wurde eine Serie von Peptiden identifiziert, die sich bei Patienten mit Alzheimer von Probanden mit Demenz oder Personen mit normalen kognitiven Profilen unterscheiden. Diese Biomarker könnten die Basis für eine frühzeitige Differenzierung zwischen Patienten mit Demenz im Zusammenhang mit Morbus Alzheimer und Personen ohne kognitive Störungen bilden.
Ein Bluttest könnte künftig älteren Menschen mit leichten Gedächtnisschwächen Gewissheit verschaffen, ob es sich hierbei um erste Anzeichen der Alzheimer-Krankheit handelt.
Allein in Deutschland sind derzeit ca.eine Millionen Menschen von der Alzheimer Krankheit betroffen.Die meisten von ihnen sind über 70 Jahre alt. Dennoch kommt es manchmal vor, dass auch bei wesentlich jüngeren Leuten plötzlich die Zeichen von Alzheimer auftreten. Einen solchen Fall schildert die norwegische Autorin Berit Degnæs.Sie erzählt über ihren Lebensgefährten Richardt, der sich bereits als junger Mann mit der Diagnose Alzheimer auseinandersetzen musste. Rückgang von Gedächtnis und Denkvermögen, wachsende Vergesslichkeit und Desorientierung im Zeit und Raum gehören zu den häufigsten Problemen dieser Erkrankung. Das Buch beschreibt, wie sich jemand fühlt, der mit 52 Jahren auf einmal nicht mehr weiß, wie man sich anzieht, wo man den Wasserhahn zudreht oder wie man das Besteck beim Essen benutzt.
Hohe Cholesterinwerte im mittleren Lebensalter steigern die Gefahr einer späteren Demenz offenbar doch nicht. Mit diesem Resultat widerspricht eine über drei Jahrzehnte laufende Langzeitstudie früheren Untersuchungen.
Stattdessen belegen die Resultate, dass ein plötzlicher Abfall der Blutfettwerte im Alter auf eine drohende Demenz hinweisen kann.
"Die meisten Krankenhäuser in Deutschland sind nicht ausreichend auf die steigende Zahl der Menschen mit Demenz und somit auf die Bedürfnisse dieser besonders verletzlichen Patientengruppe eingestellt", sagte Klaus Großjohann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Fachmesse "Altenpflege+ProPflege 2007" in Nürnberg.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat
mit dem Projekt „Allein lebende Demenzkranke – Schulung in der Kommune“ die Unterstützung allein lebender
Demenzkranker zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht.
Hintergrund ist, dass die Zahl der allein lebenden
Demenzkranken künftig stark ansteigen wird.
Wissenschaftler der University of Michigan haben weitere Hinweise darauf gefunden, dass Statine gegen Demenz und den Verlust des Gedächtnisses schützen könnten. Das Team um Mary Haan wies nach, dass die Medikamente, die normalerweise zur Senkung des Risikos von Herz- Erkrankungen eingenommen werden, auch das Demenz-Risko um rund die Hälfte senken dürften.
Die Arbeitsagenturen wollen Osteuropäer, die in deutschen Haushalten pflegebedürftige Familienmitglieder betreuen, aus der Schwarzarbeit holen. Sie dürfen jetzt auch offiziell pflegerische Arbeiten übernehmen. "Erlaubt ist, was pflegende Angehörige ohne Ausbildung auch machen würden", erklärt Dr. Beate Raabe, Sprecherin der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
Aufgaben wie Sudoku und Kreuzworträtsel reichen nicht, um das Gedächtnis zu trainieren und das Gehirn fit bis ins hohe Alter zu halten. Dazu sind abwechslungsreiche Herausforderungen notwendig.
Mit dem neuen Forschungsprojekt "Klangbrücken" möchte das Klinikum der J.W. Goethe-Universität (Stiftungsprofessur Gerontopsychiatrie) in Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt am Main (Masterstudiengang Musiktherapie) und der Alzheimer Gesellschaft Frankfurt e.V. zu Hause lebenden Demenzerkrankten eine im weitesten Sinne psychotherapeutisch ausgerichtete Musiktherapie anbieten.
Unter dem Motto 'Gemeinschaft leben' lädt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft zu ihrem 6. Kongress ein, der vom 7. bis 9. Oktober 2010 in Braunschweig stattfinden wird. Der Kongress wendet sich an Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen, an diejenigen, die haupt- und ehrenamtlich in der Beratung, Betreuung, Pflege und Therapie tätig sind, sowie an alle, die sich informieren möchten.
Die im Jahr 2000 gegründete Hans und Ilse Breuer Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen entscheidend zu verbessern. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist es, exzellente wissenschaftliche Forschung im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzerkrankungen zu fördern und wissenschaftliche Netzwerke auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung zu unterstützen.
Mit der Veröffentlichung des Forschungsberichtes „Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe“ wird ein wichtiger Beitrag zum von der Regierungskoalition vereinbarten „Leuchtturmprojekt Demenz“ geleistet. Das Bundesgesundheitsministerium hatte Prof. Dr. habil. Sabine Bartholomeyczik von der Universität Witten/Herdecke beauftragt, diesen Forschungsbericht zu erstellen.
ZEIT WISSEN, das Wissenschaftsmagazin der Wochenzeitung DIE ZEIT lädt am 14. Oktober 2008 ab 19.00 Uhr in Berlin zur ZEIT WISSEN Zukunftswerkstatt. Experten diskutieren zum Thema "Demenz: Die neue Volkskrankheit?".
Ein Pflanzenextrakt, der von geschätzten zehn Prozent der Demenz- Patienten eingenommen wird, bietet keine wirksame Hilfe gegen diese Krankheit. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Imperial College London über Ginko biloba gekommen. Ginko wird häufig als gedächtnisverbessernd vermarktet.
Wer häufig und über eine längere Zeit in mehr als einer Sprache mit anderen Menschen spricht, kann damit das Auftreten einer Demenz um bis zu fünf Jahre hinauszögern. Zu diesem Ergebnis sind nun kanadische Forscher gekommen.
Bern (AP) Wohnen in der Nähe einer Hochspannungsleitung erhöht womöglich das Alzheimer-Risiko. Entsprechende Hinweise lieferte jetzt eine Studie der Universität Bern. Warum Magnetfelder die Gefahr verstärken können, an dieser häufigsten Demenzform zu erkranken, ist aber noch unklar.
Diese Studie dürfte Mobilfunkbetreibern gefallen und Handynutzer beruhigen: Der Gebrauch der mobilen Telefone schützt demnach vor der Alzheimer-Krankheit und kann sogar jene Hirnablagerungen abbauen, die mit dieser Demenzform einhergehen. Das leiten amerikanische Wissenschaftler zumindest aus Versuchen mit Mäusen ab. Hinweise für ein erhöhtes Krebsrisiko durch die elektromagnetischen Wellen fanden die Forscher nicht.
Lange fokussierten Alzheimer-Forscher bei der Suche nach dem Verursacher der Krankheit, die langsam das Gehirn zerstört, ihre Aufmerksamkeit auf Einlagerungen aus Amyloid. Der Weg schien so richtig, dass auf dieser Basis bereits Medikamente erforscht werden
Die Ursache der Alzheimer-Krankheit liegt noch immer weitgehend im Dunkeln. Seit langem vermuten Mediziner, dass im Gehirn Ablagerungen fehlgefalteter Proteine schon frühzeitig Schäden verursachen, die dann langfristig in diese häufigste Demenzform münden.
New York (AP) Apfelsaft kann möglicherweise das geistige Leistungsvermögen im Alter erhalten. Dies zeigt eine Studie von Forschern der Universität von Massachusetts, in dem diese das Futter von Mäusen mit Apfelsaft anreicherten.
Weit über die Hälfte aller Alzheimer-Patienten werden zu Hause betreut. Pflegende tragen eine große Verantwortung und sind einem enormen Druck ausgesetzt. Die Arbeit, die sie leisten, ist körperlich und seelisch aufreibend und mit hohem Stress verbunden. Laut einer aktuellen europäischen Studie leiden 60 Prozent der pflegenden Angehörigen unter psychischen oder körperlichen Krankheiten. Die Broschüre der Alzheimer Forschung Initiative e.V. soll Pflegenden helfen, Stress rechtzeitig zu erkennen und abzubauen.
Das Surfen im Internet hält ältere Menschen geistig fit. Das Stöbern in Suchmaschinen aktiviert und trainiert wichtige Bereiche im Gehirn, die beim Lesen von Büchern unbeteiligt bleiben.
Wenn Menschen sich an etwas Bestimmtes erinnern, stärken sie dadurch nicht nur diese Erinnerung, sondern schwächen zugleich auch ähnliche Informationen, die diese Erinnerung stören würden.
Wenn betagte Patienten etwa wegen einer Lungenentzündung oder einem Herzproblem ins Krankenhaus müssen, bringen sie heute oft noch die "Nebendiagnose Demenz" mit. Das kann Alzheimer sein oder ein vergleichbarer geistiger Abbau.
"Das Institut bestätigt endlich, was schon länger durch Zulassungsbehörden eindeutig belegt wurde und unseren klinischen Erfahrungen entspricht", so Professor Wolfgang Maier, Sprecher des Kompetenznetzes Demenzen (KND) in einer Mitteilung. Cholinesterase-Hemmer seien nach nationalen und internationalen Leitlinien Mittel der Wahl bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz. Das Kompetenznetz appelliert daher an den Gemeinsamen Bundesausschuss, Cholinesterase-Hemmer auch weiterhin im Leistungskatalog der GKV zu belassen. Sie zu streichen, würde Kassenpatienten diese wichtige Therapie-Option vorenthalten.
Anlässlich des heutigen Welt-Alzheimer-Tages publizieren die Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V. und die Alzheimer Gesellschaft Berlin e.V. in einem gemeinsamen Papier aktuelle Berechnungen zu den Demenzerkrankungen für alle Berliner Bezirke sowie Vorausberechnungen bis zum Jahr 2050 für Berlin insgesamt.
Mit der Veröffentlichung des Forschungsberichtes "Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe" wird ein wichtiger Beitrag zum von der Regierungskoalition vereinbarten "Leuchtturmprojekt Demenz" geleistet. Das Bundesgesundheitsministerium hatte Prof. Dr. habil. Sabine Bartholomeyczik von der Universität Witten/Herdecke beauftragt, diesen Forschungsbericht zu erstellen.
Wie kann unser Gehirn wichtige Informationen und Erfahrungen zuverlässig speichern, ohne dass die Zahl seiner Zellen und Verknüpfungen im Laufe eines Lebens immer weiter wachsen muss? Die Forschergruppe von Prof. Martin Korte am Institut für Zoologie der Technischen Universität Braunschweig ist der Antwort auf diese Frage zwei Schritte näher gekommen.
»Die Alzheimer-Forschung geht dahin, eine Diagnose zu stellen, bevor Gedächtnis- oder Verhaltensstörungen auftreten. Denn wenn sich diese Symptome zeigen, ist die Erkrankung im Gehirn bereits fortgeschritten.« Das erläutert Professor Dr. med. Andreas J. Fallgatter, leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie.
Wenn bei älteren Menschen das Gedächtnis streikt, so keimt oft die Angst vor der Alzheimerkrankheit auf. Doch nicht immer steckt hinter einer zunehmenden Vergesslichkeit gleich die gefürchtete Gehirnerkrankung. In vielen Fällen sind ganz andere Umstände für die Gedächtnisstörungen verantwortlich – einer der wichtigsten ist Stress.
Immuntherapeutische Ansätze im Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen erregen seit dem ersten entscheidenden Erfolg eines Alzheimer- Mausmodells die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler.
Professor David M. Holtzmann und Professor David L. Brody aus Washington haben zuletzt in einer Übersichtsarbeit zur Entwicklung von Impfstoffen zum Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen, und hier insbesondere bei Patienten mit Alzheimer- Demenz, die Frage nach den derzeitigen Möglichkeiten einer Immunisierungstherapie bei neurodegenerativen Erkrankungen gestellt.
Ob Menschen mit Alzheimer Demenz langfristig von nichtmedikamentösen Behandlungsverfahren profitieren, bleibt eine ungeklärte Frage. Dieser unbefriedigende Befund ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass aussagekräftige Studien bislang fehlen.
Tiere können den Zugang zu Menschen mit Demenz sehr erleichtern. Während viele - Familienangehörige ebenso wie professionell Pflegende - keinen Zugang mehr zu den Erkrankten finden, die scheinbar versunken in ihrer eigenen Welt leben, sind Tiere oft so etwas wie "Türöffner" in diesen Raum. Diese Erkenntnis hat man sich nun auch in der Landesinitiative Demenz-Service NRW zunutze gemacht.
In Deutschland leiden rund eine Million Menschen an einer Demenz, jährlich treten 200.000 Neuerkrankungen auf. Bei jedem Einzelnen kommt das Vergessen schleichend, soziale und alltägliche Fähigkeiten werden zunehmend eingeschränkt, in Spätstadien besteht dauerhaft Pflegebedürftigkeit. Insgesamt breiten sich Krankheiten wie Alzheimer Demenz und Frontotemporale Demenzen stark aus.
Die Elektroenzephalographie, kurz EEG, ist eine weltweit verbreitete Messmethode in der neurologischen Diagnostik und der neurowissenschaftlichen Forschung am Menschen. Bisher wurde EEG nur genutzt, um eine bestimmte Bandbreite neuronaler Signale aus dem Gehirn zu erfassen. Wissenschaftler um Tonio Ball und Andreas Schulze- Bonhage vom Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und der Universität Freiburg haben nun das Potenzial der EEG erweitert.
Essen (AP) Leise Hoffnung für Alzheimer-Patienten: Ein internationales Forscherteam hat einen neuen Ansatz zur Behandlung der bislang unheilbaren Krankheit gefunden. Wissenschaftler aus Belgien, Deutschland, Amerika und England fanden ein Molekül, das die Basis für die Entwicklung neuer Medikamente bilden könnte.
Am 29. und 30. August 2008 findet in Rostock das 6. Hanse Symposium statt. Thema der von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Rostock durchgeführten Tagung ist der Umgang mit Demenzerkrankungen. Unter dem Titel "Die Demenzen als interdisziplinäre Herausforderung" wurden führende Demenz- Forscher unterschiedlicher Fachbereiche eingeladen.
Nehmen ältere Menschen weniger Kalorien zu sich, verbessert sich ihre Gedächtnisleistung. So lautet das Ergebnis einer aktuellen, international beachteten Studie aus der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Dr. Erich Bernd Ringelstein vom Universitätsklinikum Münster.
Über den Nutzen von Memantine, das bereits für Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz zugelassen ist, in der Behandlung von Patienten mit leichter Demenz berichtete Prof. Lutz Fröhlich vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim beim Psychiatrie-Kongress in Berlin.
Im Rahmen der vom Bundesministerium für Gesundheit ausgeschriebenen Initiative "Leuchtturmprojekt Demenz" zur Förderung des Versorgungsangebotes von demenzkranken Patienten wurde ein Projekt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (Direktor: Prof. Dr. Konrad Maurer) des Klinikums der J.W. Goethe-Universität ausgewählt. In den nächsten zwei Jahren wird das Forschungsvorhaben unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Pantel (Stiftungsprofessur Gerontopsychiatrie an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie) mit insgesamt 418.000 Euro gefördert.
Das Ziel der Zusammenkunft war es, Erfahrungen auszutauschen und Ideen für kommunale und landesweite Aktivitäten unter dem Motto „Demenzfreundliche Kommunen“ zu entwickeln. Der in Gießen ansässige gemeinnützige Verein Aktion Demenz veranstaltete auf Schloss Rauischholzhausen in Ebsdorfergrund einen Workshop zum Thema „Demenzfreundliche Kommunen“ für Hessen.
Am Tag für Demenzkranke das Licht anknipsen ist keine Stromverschwendung, sondern verbessert deren Befinden enorm. Niederländische Forscher untersuchten das Phänomen mit 189 dementen Menschen.
Frankfurt/Main (AP) Haustiere können die Lebensqualität dementer Menschen deutlich verbessern. «Wenn sich an Demenz erkrankte Menschen in ihre eigene Welt zurückziehen und es für Pflegekräfte und Angehörige immer schwieriger wird, Zugang zu den Patienten finden, kann beispielsweise ein Hund für die Betroffenen ein Türöffner in unsere Welt sein», erklärt Martin Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie.
Das Bundesfamilienministerium will die Lebensqualität Demenzkranker verbessern und das Wissen über den richtigen Umgang mit der Krankheit fördern. Dafür soll das bisher stationär erprobte Verfahren H.I.L.DE, das Pflegenden eine individuell auf den einzelnen Kranken abgestimmte Versorgung ermöglicht, auf den ambulanten und häuslichen Bereich übertragen werden. In Deutschland leidet etwa eine Millionen Menschen an einer Demenz.
New York (AP) Ein moderater Alkoholgenuss schützt vor der Alzheimer und anderen Demenzkrankheiten. Diesen Schluss legt die Auswahl von 44 Studien zu diesem Thema nahe. Mehr als die Hälfte der Untersuchungen kam zu dem Resultat, dass ein mäßiger Konsum - also maximal ein alkoholisches Getränk pro Tag für Frauen und ein bis zwei für Männer - das Erkrankungsrisiko im Vergleich zu völliger Enthaltsamkeit senkt.
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat mit der Leitlinie Demenz die zwölfte hausärztliche Leitlinie fertig gestellt. Es handelt sich dabei um die erste hausärztliche Leitlinie zum Thema Demenz.
Die Kongressreihe, die im Jahr 1998 begonnen wurde, wird in am 17./18.9.08 zeitnah zum Weltalzheimertag ( 21.09.2008) dem Weltalzheimertag in Saarlouis fortgesetzt. Die Fachvorträge befassen sich einerseits mit der Versorgungssituation demenzkranker Menschen und Möglichkeiten von Verbesserungen im pflegerischen Bereich sowie mit medizinischen und gerontopsychiatrischen Themen.
Das Buch „Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen“ wird im Rahmen der Aufklärungskampagne von der Initiative kostenlos zur Verfügung gestellt. Knapp und anschaulich werden Informationen zu Ursachen, Symptomen und Therapie der verschiedenen Demenzen gegeben. Ein Kapitel zur medikamentösen Behandlung bei Alzheimer, das Wirkstoffe und Präparate vorstellt, nennt auch unterstützende Behandlungsmethoden mit verschiedenen Substanzen.
Ernährung Demenzkranker erfordert List und Kompetenz Schon im Eingangsbereich des Essener Seniorenstifts Haus Berge, einer Spezialeinrichtung der Contilia Gruppe für demenzkranke Menschen, riecht es heute verführerisch nach frischen Waffeln.
Das in Mainz geförderte Vorhaben zielt auf die Aktivierung der alpha- Sekretase ADAM10 ab. Für dieses Enzym konnte am Institut für Biochemie in Alzheimer- Modell- Mäusen bereits ein direkter schützender Einfluss gegen Proteinablagerungen im Gehirn und kognitiven Leistungsabfall nachgewiesen werden.
Wissenschaftler der TU Darmstadt haben gemeinsam mit Forscherkollegen von der Mayo Clinic, der Harvard Medical School und drei weiteren Universitäten Forschungsergebnisse erzielt, die insbesondere für die Therapie der Alzheimer- Krankheit von großer Bedeutung sein könnten.
Der dramatische Anstieg der Zahl von Menschen, die an Alzheimer oder einer anderen Demenzform erkranken, gehört zu den bedrängendsten Folgen des demographischen Wandels in unserem Land. Je älter diese Gesellschaft wird, umso dementer wird sie auch. Internationale Spitzenforscher suchen in einem Wettlauf mit der Zeit nach einem nachhaltigen Medikament
Es begann mit dem Tod des geliebten Mannes: Eleanor Cooneys Mutter bekam Depressionen, die die Tochter als Beginn des geistigen Verfalls betrachtet. Schonungslos ehrlich beschreibt die Autorin das Leben mit ihrer Mutter, bei der im Alter von 75 Jahren erstmals Symptome von Demenz auftraten. Die ehemalige Schriftstellerin entwickelte die für Alzheimer typischen Verhaltensweisen:
Diese Störungen der Hirnfunktion wurden bisher allgemein durch die Aktivitätsabnahme in Nervenzellen sowie durch den Abbau der Nervenzellkontakte erklärt. Aktuelle Untersuchungen des Institutes für Neurowissenschaften der TU München in Zusammenarbeit mit der LMU München liefern nun erstmals konkrete Informationen über die Funktionsstörungen der Nervenzellen im erkrankten Gehirn.
Kiel (AP) In der Debatte über den Nutzen von Ginkgo-Präparaten gegen Demenz-Erkrankungen bleibt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie skeptisch. Die Experten empfehlen den Pflanzenextrakt weder zur Vorbeugung noch generell zur Behandlung von Alzheimer.
Sogenannte Hirnjogging-Programme sollen im Alter die geistige Leistungsfähigkeit erhalten und vor Demenzerkrankungen wie Alzheimer schützen. Aber ob sie tatsächlich den von den Anbietern versprochene Nutzen bringen, ist völlig offen.
Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin um Prof. Frank Heppner konnten zusammen mit Kollegen des Hertie-Instituts für Klinische Hirnforschung in einer Studie zeigen, dass die Fresszellen des Gehirns (Mikrogliazellen) keinen Einfluss auf den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung nehmen. Das Team berichtet darüber in Nature Neuroscience.
Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen, wenn ein Familienmitglied demenzkrank ist. Für sie ist es oftmals besonders schwierig zu verstehen, warum die Großmutter oder der Großvater plötzlich so viel vergisst und sich ungewöhnlich verhält. Die neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft wendet sich an Eltern, aber auch an Mitarbeiter von Beratungsstellen und anderen Einrichtungen, die junge Menschen dabei unterstützen möchten, Verständnis für Demenzkranke zu entwickeln, das Zusammensein mit einem demenzkranken Familienmitglied positiv zu gestalten und mit schwierigen Situationen, Angst und Scham fertig zu werden.
Alzheimer ist ein Thema, das auch Jugendliche angeht.
Beispielsweise, wenn die Großmutter oder ein Nachbar daran erkrankt ist. Unter www.alzheimerandyou.de können sich ab sofort Schüler und Jugendliche auf einer eigenen Internetseite zum Thema Alzheimer und Demenz informieren.
Im Anfangsstadium einer Alzheimer-Erkrankung kann es noch verantwortbar sein, ein Auto zu fahren. Eines Tages aber wird der Demenzkranke den Führerschein abgeben müssen. "Feste Grenzen - etwa, dass Demenz-Patienten grundsätzlich nicht fahren dürfen - existieren nicht", sagt der Hausarzt und Gutachter für Verkehrsmedizin Dr. Willi Heinrich im Patientenmagazin "HausArzt". Körperlich wirke sich die Erkrankung recht spät auf das Fahrvermögen aus. Bei einem Reaktionstest etwa erzielten Patienten oft noch lange passable Ergebnisse.
Das Gedächtnis schwindet, aber das Gefühl dauert an: Bei Demenzpatienten halten sich Emotionen wesentlich länger als konkrete Erinnerungen. Dieses Resultat einer amerikanischen Studie deutet darauf hin, dass Alzheimer-Patienten von liebevoller Zuwendung emotional stärker profitieren als bisher bekannt.
Wenn Nervenzellen im Gehirn unkontrolliert sterben, drohen neurodegenerative Erkrankungen wie die Parkinson- oder die Alzheimer-Krankheit. Wie lange Neuronen leben, hängt unter anderem davon ab, ob bestimmte Nervenwachstumsfaktoren vorhanden sind. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried lieferten nun einen eindeutigen Beleg, dass GDNF zu diesen wichtigen Wachstumsfaktoren gehört; und auch sein Rezeptor Ret ist notwendig, um bestimmten Nervenzellen ein langes Überleben zu ermöglichen. Für den Nachweis schalteten die Forscher das Gen für den Ret-Rezeptor in den Gehirnen von Mäusen aus. Und zwar in der Substantia Nigra, wo ein früher Nervenzelltod beim Menschen Parkinson auslöst. Die Gehirne der Mäuse entwickelten sich dann zwar normal, im fortgeschrittenen Alter nahm die Zahl ihrer dopaminergen Nervenzellen in diesem Areal jedoch ab - genauso wie es auch in Parkinson-Patienten zu beobachten ist (PLoS Biology, 5. März 2007).
Selbsthilfenetzwerk versteht sich als Lobby für pflegebedürftige Menschen und ist daher in vielfältiger Weise aktiv, um die Pflege-Rahmenbedingungen in den Pflegeeinrichtungen (Heimen) und Krankenhäusern verbessern zu helfen. Neben der Forderung, den Grundsatz „ambulant vor stationär“ durch Stärkung der Angehörigenrechte bzw. der Ausweitung der finanziellen Leistungen zur Geltung zu verhelfen, wird eine Behebung des Pflegenotstandes im gesamten Gesundheits- und Pflegesystem als dringlich erachtet.
Ein gemeinsamer Urlaub eines Alzheimer-Patienten mit den pflegenden Angehörigen kann für beide Seiten ein erholsames Erlebnis sein, berichtet die "Apotheken Umschau". Die Psychologie-Professorin Gabriele Wilz von der Universität Jena hat eine entsprechende Untersuchung mit dementen Männern und ihren pflegenden Frauen vorgenommen. Das Ergebnis: Während des Urlaubs verhielten sich die Männer deutlich aktiver und ihre Stimmung besserte sich.
Weit über die Hälfte aller Alzheimer-Patienten werden zu Hause betreut. Pflegende tragen eine große Verantwortung und sind einem enormen Druck ausgesetzt. Die Arbeit, die sie leisten, ist körperlich und seelisch aufreibend und mit hohem Stress verbunden. Laut einer aktuellen europäischen Studie leiden 60 Prozent der pflegenden Angehörigen unter psychischen oder körperlichen Krankheiten. Die neue Broschüre der Alzheimer Forschung Initiative e.V. soll Pflegenden helfen, Stress rechtzeitig zu erkennen und abzubauen.
Ein Bestandteil von Grüntee schützt möglicherweise vor der Alzheimer-Krankheit. Die Substanz EGCG verhindert im Gehirn die Entstehung jener giftigen Eiweißablagerungen, die für die Demenzerkrankung typisch sind, wie Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) entdeckten.
Seit die Wissenschaft die Entstehungsmechanismen der Alzheimer-Krankheit aufgedeckt hat, die zum Untergang von Nervenzellen führen, arbeiten Pharmaforscher daran, Hemmstoffe gegen diese schwere Demenzerkrankung zu entwickeln. Jetzt haben Forscher der Ludwig-Maximilians- Universität (LMU) München und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entdeckt, dass ein Enzym, das dabei eine entscheidende Rolle spielt, eine weitere Schlüsselfunktion bei der Entwicklung des Nervensystems hat. Das Enzym beta secretase (kurz BACE1) sorgt dafür, dass die Fortsätze von Nervenzellen ähnlich einem Stromkabel mit einer Isolierschicht, dem Myelin, ummantelt werden, sodass Erregungen rasch ins Gehirn gelangen.
Ehrliche Antworten für Alzheimer-Patienten im frühen Stadium gibt der aktualisierte Ratgeber, den die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) kostenlos Interessierte abgibt.
Verbraucher, die auf der Suche nach einem passenden Pflegeheim sind, können dafür ab heute ein neues Instrument nutzen: die Checkliste des Internetportals "Weisse Liste". Die kostenfreie Checkliste unter weisse-liste.de/pflegeheim hilft, beim Besuch eines Pflegeheims auf wichtige Aspekte zu achten und vor Ort die richtigen Fragen zu stellen.
Aggressives oder depressives Verhalten bei Demenzpatienten kann Ausdruck von Schmerzen sein. Doch häufig werden diese Verhaltensauffälligkeiten fehlinterpretiert und mit Psychopharmaka behandelt, anstatt mit einer adäquaten Schmerztherapie.
Heilbar ist die Alzheimer-Erkrankung bis heute nicht. Doch lohnt es sich, Medikamente gezielt ein zusetzen. Denn sie ermöglichen laut der Deutschen Seniorenliga eine Therapie, dass betroffene Patienten länger selbstständig leben und in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. So verbessern Antidementiva das Orientierungsvermögen und die Fähigkeit, alltägliche Handlungen noch lange selbst ausführen zu können.
Wenn Demenzkranke plötzlich unruhig werden, Wutanfälle bekommen oder Zuwendung ablehnen, denken Betreuer zu selten daran, dass Schmerzen die Ursache sein können. "Solche Verhaltensauffälligkeiten werden in vielen Fällen falsch gedeutet und dann falsch behandelt", mahnt Privatdozent Dr. Matthias Schuler, Geriater am Diakoniekrankenhaus in Mannheim, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
Infolge einer steigenden Lebenserwartung wird sich die Zahl der Demenzkranken bis 2050 in Deutschland auf bis zu drei Millionen erhöhen. Dennoch wird der demografische Wandel die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) laut dem "Versorgungs-Report 2012" der AOK weit weniger belasten als vielfach angenommen.
Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) dankt dem ehemaligen Fußball-Manager Rudi Assauer in einem offenen Brief für den Mut, seine Demenzerkrankung öffentlich zu machen. Häufig schweigen Betroffene über die Krankheit. Wenn nun eine Diskussion über Demenz in Gang komme, „dann ist das auch Ihr Verdienst. Weil Sie nicht geschwiegen haben“, schreibt das KDA an Assauer.
Patientenverfügungen sind oft unklar und machen es Ärzten und Angehörigen schwer, Entscheidungen im Sinne des Betroffenen zu treffen. Oberarzt Michael Schöffner vom Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt zeigt jetzt in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift auf, welche Probleme in der Praxis damit häufig einhergehen.
Die Betreuung an Demenz erkrankter Menschen stellt das Pflegepersonal vor eine besondere Herausforderung. Um den Patienten in Zukunft besser gerecht werden zu können, ist jetzt ein mehrjähriges Projekt zur Optimierung der Pflege gestartet worden.
Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels können vermutlich auch den Abbau gefährlicher Mini-Proteine im Gehirn beschleunigen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn, die jetzt im Journal of Biological Chemistry erschienen ist (doi: 10.1074/jbc.M110.149468). Demnach sorgen Wirkstoffe aus der Gruppe der Statine dafür, dass Immunzellen im Gehirn vermehrt ein bestimmtes Enzym ausscheiden.
Die Frühphase der Alzheimer-Krankheit lässt sich offenbar mit Hilfe bildgebender Verfahren feststellen. Mit der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und einem speziellen Kontrastmittel können Mediziner jene Ablagerungen in den Nervenzellen des Gehirns sichtbar machen, die als Ursache der häufigsten Demenzform gelten.
Zwei Drittel der etwa eine Million Demenzkranken in Deutschland leben in privaten Haushalten, teils mit Partnern oder anderen Familienmitgliedern, teils auch allein. Die meisten möchten so lange wie möglich in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld bleiben. Doch oftmals sind unterstützende Angebote und deren Finanzierung unbekannt. „Wir wollen Demenzkranken und ihren Angehörigen helfen, sich im Dschungel der Angebote, Anträge und Finanzierungsmöglichkeiten zurechtzufinden. Die betroffenen Familien sollen ihre Rechte kennen und durchsetzen“ sagte Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
Nicht mehr selbstbestimmt leben zu können und auf Pflege angewiesen zu sein, davor haben Senioren die größte Angst. Die Sorge, unheilbar schwer zu erkranken, kommt erst danach. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau". Insgesamt sagt jeder zweite Deutsche (54,9%), er habe am meisten Angst davor später zum Pflegefall zu werden. Mit zunehmendem Alter wächst die Sorge der Befragten vor diesem Zustand dramatisch. Zwei Drittel der 50- bis 59-Jährigen (66,7%) finden diese Vorstellung sehr erschreckend.
Eine neue Studie unterstützt die Empfehlung, demenzkranken Menschen liebevolle Gesten zukommen zu lassen, auch wenn sie diese scheinbar schnell wieder vergessen. Wissenschaftler der Universität Iowa (USA) fanden heraus, dass die Stimmung, die ein lustiges oder trauriges Ereignis auslöste, länger anhielt als die Erinnerung an den Anlass selbst, berichtet die "Apotheken Umschau".
Alzheimer in der Familie ist auch für die Kinder eine Herausforderung - und für die Eltern, dem Nachwuchs zu erklären, was mit Opa oder Oma passiert ist. "Sagen Sie dem Kind ganz offen, dass Opa oder Oma sehr krank ist, deshalb vieles vergisst und sich manchmal seltsam verhält", rät Dr. H. Elisabeth Philipp-Metzen im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
Ehepartner von Demenzkranken haben laut einer Untersuchung der Universität Utah (USA) ein erhöhtes Risiko, ebenfalls dement zu werden, berichtet die "Apotheken Umschau". Die Wissenschaftler verfolgten 12 Jahre lang die Gesundheit von 1500 Ehepaaren.
Aus seltenen genetischen Defekten, die etwa 5 Prozent aller Alzheimer-Demenzen verursachen, können Forscher viel über die Entstehung der Krankheit lernen. Inzwischen weiß man, auf welche Mutationen die charakteristischen, bereits von Alzheimer beschriebenen Plaques und Fibrillen in den Nervenzellen bestimmter Gehirnareale zurückzuführen sind.
Hohe Dosen der Vitamine B6, B12 und Folsäure können den oft auf eine beginnende Demenzerkrankung hinweisenden Abbau von Gehirnsubstanz verringern. Das ergab nun eine britische Studie.
Es gibt einen Zusammenhang zwischen der mütterlichen Vererbungslinie und der Entstehung der Alzheimer Demenz. Personen, deren Mutter oder Großmutter an der Erkrankung litten, haben demnach ein größeres Risiko, selbst an Alzheimer zu erkranken.
Antioxidative Vitamine haben offenbar keinen günstigen Effekt auf den Verlauf chronischer Krankheiten, wie beispielsweise einer Alzheimer-Erkrankung. Das hat jetzt eine Doppelblindstudie in den USA bewiesen. Die Wissenschaftler berichten, dass Vitaminpillen häufig bei chronischen Erkrankungen eingesetzt würden.
Pflegeheime sollen künftig mit Schulnoten von «sehr gut» bis «mangelhaft» bewertet werden. Ab Spätsommer sollen die ersten Bewertungen im Internet und an den ersten Einrichtungen selbst nachzulesen sein.
In den nächsten Jahren wird sich die Zahl der Pflegestützpunkte nach Einschätzung der Bundesregierung verzehnfachen. Aktuell gibt es bundesweit erst zwischen 150 bis 170 Beratungszentren, doch dürften es mittelfristig 1.500 bis 2.000 werden, wie am Dienstag das Gesundheitsministerium in Berlin berichtete.
Der Beginn einer Alzheimer-Erkrankung geht mit einem Mangel an der chemischen Substanz Acetylcholin einher. Daher ist es wichtig, genau zu verstehen, wie diese Substanz im Gehirn wirkt. Genau bei dieser Frage sind Prof. Dirk Feldmeyer vom Forschungszentrum Jülich und Dr.
Emmanuel Eggermann, Universität Freiburg, jetzt einen wichtigen Schritt vorangekommen.
Neben Vergesslichkeit können auch Verhaltensveränderungen auf eine beginnende Alzheimer-Krankheit hinweisen. Dazu gehören Unruhe, Nervosität, Schlafprobleme und schnelle Reizbarkeit, wie die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie mitteilt.
Wissenschaftler der Klinik für Psychiatrie am Klinikum rechts der Isar der TU München haben untersucht, welche Rolle die Schulbildung für die Ausprägung der Symptome der Alzheimer-Erkrankung spielt. Dabei konnten sie zeigen, dass Bildung auch dann die Auswirkungen von Alzheimer abmildert, wenn bereits eine deutliche Hirnvolumenminderung vorliegt.
Jeder Mensch möchte sein Leben nach eigenen Ideen und Vorstellungen leben und genießen. Auf seine ganz individuelle Art und Weise, alleine oder mit der Familie und Freunden. Jeder, egal welchen Alters, hat Träume und Pläne für seine Zukunft.
Für das Forschungsprojekt "Tele.TAnDem - Telefonische Beratung für Angehörige von Demenzerkrankten" werden interessierte Angehörige gesucht, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu Hause betreuen.
Das Risiko für eine Demenzerkrankung im Alter hängt wesentlich von sozialen Faktoren ab. Wer im mittleren Erwachsenenalter alleine lebt, ist einer schwedischen Studie zufolge doppelt so stark gefährdet wie Menschen, die mit anderen zusammen wohnen.
Neurale Stammzellen bilden die zelluläre Reserve für unser Gehirn. Sie können sich entweder teilen und neue Stammzellen bilden, oder aber zu Nervenzellen, Gliazellen und Oligodendrozyten ausdifferenzieren.
US-Forscher haben eine überraschende Entdeckung
gemacht: Sie fanden heraus, dass das blutzuckersenkende Hormon Insulin im Gehirn Nervenschäden verhindert, die zu einer Alzheimer-Demenz führen, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". Die Forscher vermuten, dass ein Insulinmangel im Gehirn an der Entstehung der Alzheimer-Demenz beteiligt sein könnte.
Großer Erfolg bei der Erforschung der Alzheimer- Krankheit:
Wissenschaftler des Zentrums für Molekulare Neurobiologie (ZMNH) am Universitäts- klinikum Hamburg-Eppendorf haben eine Ursache für diese Erkrankung aufgeklärt.
Alzheimer ist in aller Munde. Wenn wir etwas vergessen, sagen wir: "Ich glaub, ich habe Alzheimer". Witze über die Krankheit gibt es unzählige. Was eine solche Erkrankung aber für die Betroffenen und deren Angehörige wirklich bedeutet, darüber macht sich kaum jemand Gedanken.
Für Demenzkranke ist der Aufenthalt in einem Krankenhaus oftmals eine Katastrophe. Zur Verbesserung der Situation verschickt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft einen „Informationsbogen für Patienten mit einer Demenz bei Aufnahme ins Krankenhaus“.
Schon lange sind sich alle einig: In der Pflege ist "satt, sauber, sicher" nicht genug. Der 2. Bericht des MDS (Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen) zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege belegt jetzt, dass vielfach nicht einmal diese elementaren Ziele erreicht werden.
Mit den ersten Gedächtnislücken schwindet auch der Geruchssinn: Bei Alzheimer-Patienten verkümmert das Geruchszentrum im Gehirn. Die Schrumpfung des sogenannten Riechkolbens setzt bereits in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung, wenn die Merkfähigkeit nur geringfügig beeinträchtigt ist, ein und kann mit Hilfe der Magnetresonanztomographie festgestellt werden.
Tiere haben eine positive Wirkung auf Menschen. Sie bringen Leben in den Alltag und schenken uns gute Gefühle. So liegt nahe, dass man Tiere auch in der Arbeit mit Demenz-Patienten einsetzt. Hier werden beachtliche Erfolge erzielt. Ein positiver Effekt zeigte sich zum Beispiel, als ein Aquarium im Speisesaal eines Pflegeheims platziert wurde.
In Deutschland beträgt die Zahl der Alzheimer-Patienten im Moment 1,2 Millionen, in Europa sollen insgesamt 5,4 Millionen von der Krankheit betroffen sein. Wenn man die kursierenden Zahlen zu Alzheimer und Demenzen näher betrachtet, wird schnell deutlich, dass die Begriffe Demenz und Alzheimer oft verwechselt oder gleichgesetzt werden.
Für Alzheimer-Patienten kann ein Schnupfen, eine Magen-Darm-Grippe oder eine Harnwegsentzündung besonders folgenschwer sein, berichtet die "Apotheken Umschau". Laut einer Studie der Universität Southampton (England) beschleunigen Infektionen außerhalb des Gehirns den geistigen Verfall.
In einer aktuellen Studie, die in Nature Neuroscience publiziert wurde, ist es Stefan Grathwohl und der Gruppe von Prof. Mathias Jucker (Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, Universität Tübingen) in Zusammenarbeit mit dem Team um Prof. Frank Heppner (Institut für Neuropathologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin) gelungen, ein transgenes Mausmodell der Alzheimer-Erkrankung herzustellen, bei dem die Mikrogliazellen erstmals fast vollständig entfernt werden können.
Nur wer wirklich an Alzheimer erkrankt ist, darf mit Medikamenten dagegen behandelt werden. Deshalb sucht die Alzheimer- Forschung nach einem geeigneten Test, mit dem sich die Krankheit "Alzheimer" möglichst frühzeitig und eindeutig bestimmen lässt.
Immer mehr Daten weisen darauf hin, dass eine aktive Lebensweise das Alzheimer-Risiko beeinflusst. Die "Apotheken Umschau" berichtet jetzt über eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Chicago (USA), die 900 gesunde Senioren sieben Jahre lang beobachteten.
Es beginnt mit Kleinigkeiten. Man vergisst, wo man sein Fahrrad abgestellt hat, was es am Mittag zu Essen gab. Oder man geht am Morgen zum Bäcker und hat Schwierigkeiten, sich an den Heimweg zu erinnern.
Hohes Alter ist sicher nicht mit dem Verlust der intellektuellen Funktionsfähigkeit gleichzusetzen. Im Gegenteil, wir wissen heute, dass viele Leute das siebte, achte und neunte Lebensjahrzehnt erreichen, ohne dass es zu einem messbaren Abfall ihrer intellektuellen Leistungsfähigkeit, verglichen mit ihrer Jugend oder ihrem mittleren Alter, kommt. Experten (z.B. Snowdon et al, 1996) glauben heute, dass Alzheimer nicht ein plötzliches Ereignis ist, sondern ein jahrzehntelanger Prozess. Hirnpathologische Veränderungen (Ablagerung pathologischen Eiweißes, was in der Folge zur Degeneration des Gehirns führt) können schon lange vor dem Ausdruck klinischer Symptome beobachtet werden. Schon bei Menschen mit 20 können Veränderungen im Gehirn festgestellt werden, die typisch für eine Alzheimer Pathologie sind (Ohm et al, 1995).
Viele Erkrankungen werden erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt - häufig zu spät, um eine erfolgreiche Therapie einzuleiten. Gerade bei Krebs ist eine frühzeitige Diagnose lebenswichtig. Es gilt, der Krankheit so wenig Vorsprung wie möglich zu lassen, um sie noch rechtzeitig abfangen zu können.
Während herkömmliche bildgebende Verfahren den Krebs erst erkennen, wenn bereits ein Tumor entstanden ist, lassen sich mithilfe molekularer Bildgebung schon die Vorboten der Krankheit aufspüren. Nicht nur für die Tumordiagnostik, auch für die Früherkennung von Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen birgt diese Technologie enormes Potenzial. Die aussichtsreichsten Verfahren diskutieren führende Wissenschaftler derzeit auf dem 88. Deutschen Röntgenkongress in Berlin.
Da eine kausale Therapie demenzieller Erkrankungen noch nicht möglich ist, muß der Behandlungsplan für diese Gruppe von Erkrankungen breit angelegt sein. Die grundlegenden Ziele der Behandlung sind eine Verzögerung des Fortschreitens der Erkrankung und eine möglichst lange Erhaltung der Selbständigkeit der Betroffenen. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt in der Behandlung ist die Begleitung und Unterstützung von Angehörigen.
Im Vergleich zur häuslichen Betreuung von Demenzkranken sterben Patienten früher, die in einem Pflegeheim untergebracht sind. Das ergab eine entsprechende Untersuchung von Dr. Stefan Schröder, Psychiater und Chefarzt am Klinikum Güstrow.
Chemiker der Technischen Universität Darmstadt haben ein neues Diagnoseverfahren für die Alzheimer-Krankheit entwickelt. Dazu machen sie Eiweiß-Ablagerungen in der Nasenschleimhaut sichtbar, die sich dort bereits Jahre vor Ausbruch der Krankheit nachweisen lassen.
Wie entsteht die Alzheimer- Krankheit? Wie lange dauert die Entwicklung einer Therapie? Welche Rolle spielt dabei die Grundlagenforschung? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) zahlreiche Unterstützer dieses größten privaten Förderers von Alzheimer- Forschung in Deutschland in das Gläserne Labor des Campus Berlin-Buch eingeladen hatte.
Im Rahmen des Leuchtturmprojektes Demenz des Bundesministerium für Gesundheit wird die Alice Salomon Hochschule Berlin in Kooperation mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Soziologie, eine Studie zur gesundheitlichen Versorgung von demenziell erkrankten Menschen durchführen.
Berlin (AP) In Zukunft sollen deutlich mehr Menschen als bisher Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung haben, vor allem auch Demenzkranke.
Dies schlägt nach einem Bericht der «Rheinischen Post» ein Gutachten vor, das Gesundheitsministerin Ulla Schmidt am Donnerstag in Empfang nehmen will.
Eine neue Studie stützt den Verdacht, dass es sich bei der Alzheimer-Krankheit um eine neuartige dritte Form von Diabetes handelt. In Laborversuchen zeigten Neurobiologen der Northwestern Universität in Evanston, dass das Hormon Insulin jene Nervenzellen schützt, die bei der Erkrankung degenerieren.
Neben der Pflege ist die Therapie die zweite tragende Säule der Versorgung von Alzheimer- Demenz- Patienten. Zu den therapeutischen Möglichkeiten bei dieser Erkrankung besteht in Deutschland offenbar ein Informationsdefizit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid- Blitzumfrage. Kaum ein Drittel der Befragten - nur 29 Prozent - fühlt sich gut oder sehr gut über medikamentöse Behandlungsalternativen informiert.
Die Studie widmet sich einer kognitiv- verhaltenstherapeutische ressourcenorientierte Therapie früher Demenzen im Alltag (KORDIAL). Die Zielsetzung besteht in dem Nachweis, dass eine individuelle, auf die ersten auftretenden Defizite zugeschnittene Verhaltenstherapie zusätzlich zur Standardbehandlung bei Patienten mit beginnender Alzheimer-Demenz wirksamer ist als die Standardbehandlung allein.
Leben und Umgang mit Patienten mit Alzheimer-Demenz gestalten sich häufig nicht einfach. Die Beachtung verschiedener Tipps und Ratschläge kann hier sowohl für die Betroffenen als auch für Pflegende und Angehörige Erleichterung verschaffen und zu mehr Lebenszufriedenheit auf allen Seiten führen. Pflege und Therapie können reibungsloser durchgeführt, mögliche Unfälle vermieden werden.
Ist es nur die ganz normale Vergesslichkeit im Alter, oder bereits die Alzheimer-Krankheit? Nun ist auch Ex-Fußballmanager Rudi Assauer erkrankt ; und war wohl auch Grund, warum sich Gunter Sachs das Leben nahm. Dabei gibt es keine Heilmittel für Alzheimer. Die Behandlung der Krankheitsursache ist nicht möglich. Aber ihr Fortschreiten lässt sich verlangsamen.
Ein großer Hippokampus, ein mit dem Gedächtnis eng verbundener Bereich des Gehirns, scheint einen Schutz gegen Symptome einer Demenz zu bieten. Wissenschaftler der Oregon Health and Science University haben die Gehirne von 35 Menschen mit Alzheimer-Plaquen verglichen.
Verständnis, Zuneigung und Kommunikation – diese Eckpfeiler im Umgang mit verwirrten Menschen sind für Pflegende in vielen Situationen schwer aufrechtzuerhalten. Wut, Ungeduld und Verzweiflung bestimmen dann die Beziehung zwischen Elternteil und Kind bzw. Patient und Pflegendem. Das Buch von Daniela Flemming soll Pflegenden in vieler Hinsicht Mut machen:
2,25 Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, davon werden zwei Drittel zu Hause betreut. „Mit der Entscheidung, die Pflege selbst durchzuführen, geraten viele Angehörige in eine schwierige Lebenslage“, sagte der Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) Dipl.-Psych. Dieter Best heute in Köln.
Die Alzheimererkrankung betrifft in Deutschland mehr als eine Million Menschen sowie ihre Familien, Freunde und Kollegen. Dennoch rückt die gefürchtete Gehirnerkrankung immer erst dann in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, wenn Prominente daran erkranken. Die Deutsche Seniorenliga fordert, Alzheimer endlich als gesellschaftliche Herausforderung anzuerkennen und die betroffenen Familien nicht allein zu lassen.
Wer sich entscheidet, seine Angehörigen selbst zu pflegen, übernimmt keine leichte Aufgabe und sollte gut vorbereitet sein. Die deutsche Bevölkerung wird immer älter und die Anzahl Pflegebedürftiger steigt stetig. Um die Kosten dafür im Rahmen zu halten, setzt das Gesundheitsministerium um Daniel Bahr auf ambulante Pflege durch Angehörige. Doch es gibt nur wenig Unterstützung für die Pflegenden.
Die Kontrolle des Blutdruckes ab der Lebensmitte könnte die Wahrscheinlichkeit einer Demenz-Erkrankung drastisch reduzieren. Zwei Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen hohem Blutdruck und Demenz hin. Das Team des Imperial College London hat Vorschläge ausgearbeitet, wie dieses Risiko durch eine entsprechende Behandlung verringert werden kann.
Bluthochdruck, ungünstige Cholesterinwerte und Stoffwechsel-Leiden wie etwa Diabetes 2 können offenbar eine beginnende Alzheimer-Erkrankung beschleunigen. Werden solche Probleme behandelt, so sinkt laut einer chinesischen Studie die Gefahr, dass sich leichte Erinnerungsprobleme zu einer Demenz verschlimmern.
Es sind sogenannte Amyloidfibrillen, die für eine Reihe von Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Creutzfeldt-Jakob verantwortlich gemacht werden.
Wie diese faserartigen Eiweiß-Verklumpungen aufgebaut sind, wie sie sich bilden und analysieren lassen, darüber diskutieren mehr als 200 Wissenschaftler vom 8. bis 11. Februar 2009 auf einer internationalen Konferenz in Halle.
Ein zu Hause lebender Demenzpatient würde rund 47.000 Euro pro Jahr kosten, wenn die pflegenden Angehörigen marktüblich bezahlt würden. Das geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie der Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA) hervor. Etwa 80 Prozent der Kosten entfallen auf die pflegenden Angehörigen, wenn sie wie Pflegekräfte entlohnt würden. Die Zahl der Demenzpatienten wird sich den Angaben zufolge bis 2050 schätzungsweise auf 2,2 Millionen verdoppeln.
Der Deutsche Ethikrat stellt heute seine Stellungnahme "Demenz und Selbstbestimmung" vor, mit der er zu einem besseren Verständnis der Situation von Menschen mit Demenz beitragen und Empfehlungen geben will, um einen achtsameren und die Selbstbestimmung wahrenden Umgang mit den Betroffenen zu fördern.
Ausdauersport wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren hält das Gehirn fit. Etliche Studien belegen nach Angaben von Experten, dass körperliche Aktivität vor Alzheimer, Depression und Schlaganfall schützen kann. «Es sollte jeder Erwachsene täglich mindestens 30 Minuten körperlich aktiv sein», rät die Neurologin Barbara Tettenborn.
Über eine Million Menschen leiden heute in Deutschland an der Alzheimer-Krankheit. Man schätzt, dass sich die Zahl der Erkrankten in den nächsten 20 Jahren verdoppeln wird. Wir werden immer älter und mit dem Alter steigt das Risiko an Alzheimer zu erkranken stark an. Betroffen von der Alzheimer-Krankheit sind nicht alleine die Patienten, sondern auch das gesamte Umfeld.
Düsseldorf (AP) Eine neue Substanz kann die Alzheimersche Krankheit zumindest im Tierversuch wirksam bekämpfen. Experten aus Deutschland und den USA konnten zeigen, dass mit Hilfe eines bestimmten Peptids die Zahl der Alzheimer-Plaques in den Gehirnen von Mäusen erheblich reduziert wurden.
Rostock (AP) Ein Medikament zur Senkung des Cholesterinspiegels kann möglicherweise die Alzheimer-Krankheit verzögern. Das Präparat soll in einer deutschlandweiten Untersuchung an Menschen über 65 Jahren geprüft werden, die sich im Vorstadium des Demenzleidens befinden.
An Alzheimer-Demenz erkranken vor allem ältere Menschen. Es gibt jedoch Varianten, die sich bereits bei 20-Jährigen ausprägen. Ursache sind Mutationen der so genannten Präsenilin-Gene. Wissenschaftler aus Deutschland, Belgien, Kanada und den USA haben nun herausgefunden, wie sie wirken. Ihre Ergebnisse könnten auch erklären, warum bestimmte Therapieansätze nicht fruchten.
Angehörige und Freunde von potentiellem Alzheimer-Patienten können, mit acht einfachen Fragen konfrontiert, aufschlussreiche Informationen geben, ob und wie stark jemand schon demenzgefährdet ist. Hirnforscher der Universität New York haben einen entsprechenden Fragen-Katalog entwickelt, berichtet die "Apotheken Umschau".
Vergesslichkeit ist nicht das einzige Symptom zu Beginn einer Demenz. «Die Diagnose Demenz beinhaltet, dass neben Gedächtnisstörungen mindestens eine weitere kognitive Fähigkeit gestört ist - dies kann beispielsweise die örtliche Orientierung, die Konzentrationsfähigkeit oder das räumliche Vorstellungsvermögen sein», betont Martin Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP).
Stickstoffverbindungen in Umwelt und Lebensmitteln sind nach Überzeugung von US-Medizinern maßgeblich an der starken Zunahme von Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Diabetes Typ 2 beteiligt.
Möglicherweise kann eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 im Alter einem Schwund von Gehirngewebe und damit einer Demenz vorbeugen, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber".
Forschende des Universitätsspitals und der Universität Basel haben erstmals im Modell gezeigt, wie sich bestimmte Protein-Ablagerungen bei der Alzheimerkrankheit im Gehirn ausbreiten. Obwohl sie dabei auf Parallelen zu Prionen-Erkrankungen gestossen sind, halten sie eine Übertragbarkeit der Alzheimerkrankheit für eher unwahrscheinlich.
Etwa 1,3 Millionen Menschen leiden an Alzheimer.
Jeder Fünfte in Deutschland ist übergewichtig. Eine aktuelle Studie veranschaulicht, dass Betroffene künftig von einem im Gehirn wirkenden Hormon profitieren könnten: Das in den letzten Jahren umfangreich studierte Stoffwechselhormon Ghrelin kann Nervenzellen im Gehirn erhalten und vermehren sowie die Nahrungsaufnahme reduzieren.
Wer bis ins hohe Alter geistig fit bleiben möchte, sollte auf eine gute Versorgung mit Vitamin B12 achten. Denn schon leichte Defizite an dem lebenswichtigen Vitamin können offensichtlich Gehirnveränderungen nach sich ziehen.
Ein geselliger Roboter, der sich mit freundlicher Mimik um die Oma im Garten kümmert, Einkäufe erledigt und den Kochlöffel schwingt: Forscher der Technischen Universität München tüfteln bereits seit längerem daran, diese Science-Fiction-Utopie zu verwirklichen. Als «denkfähige» Maschinen sollen Roboter schon bald Pflege- und Betreuungsdienste übernehmen.
Neben der Anhebung von Leistungen wird ein Anspruch auf Pflegezeit geschaffen und die Betreuung von Demenzkranken deutlich verbessert. Zur Finanzierung wird der Beitragssatz der Pflegeversicherung zum 1. Juli um 0,25 Prozentpunkte auf 1,95 Prozent und bei Kinderlosen auf dann 2,2 Prozent erhöht. Dieser Beitrag reicht aus heutiger Sicht zur Finanzierung der Pflegeversicherung bis Mitte 2015 aus.
Alzheimer-Patienten in Pflegeheimen freuen sich über regelmäßige Kontakte. Allerdings sollten Angehörige die Betroffenen nicht beispielsweise fordern, indem sie etwa direkt zusammen als Gruppe zu Besuch kommen.
In der Pathogenese der AD spielt das Amyloid-beta- Peptid (Abeta) eine entscheidende Rolle. Im Gehirn von Alzheimer Patienten sind Protein-Ablagerungen nachzuweisen, die als Amyloid- oder Alzheimer-Plaques bezeichnet werden. Alzheimer-Plaques sind diffus in die Hirnrinde und verschiedene andere Gehirnregionen eingestreute, extrazelluläre Proteinaggregate, deren Hauptbestandteil das Abeta ist.
Wissenschaftler des University College haben ein Computerprogramm entwickelt, dass Alzheimer bei Patienten schneller diagnostizieren kann als Ärzte auf diesem Gebiet. Dadurch würden auch die Chancen für eine effektive Behandlung von Alzheimer steigen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 96 Prozent kann der Computer Gehirnschädigungen infolge von Alzheimer feststellen
Erfahrungsgemäß lässt die Gedächtnisleistung mit zunehmendem Alter nach. Den damit verbundenen Schwierigkeiten kann man außer mit Arzneimitteln auch mit einfachen Strategien begegnen. Oft ist die Kombination beider Vorgehensweise besonders effektiv. Im folgenden finden Sie einige bewährte Tipps.
Wer wünscht es sich nicht: mit Müsli und Joghurt gegen Darmkrebs vorgehen, mit Rotwein und Omega-3-Brot einem Herzinfarkt vorbeugen oder mit ACE-Getränken das Immunsystem stärken. Dies sind nur einige Beispiele für die Hoffnungsträger Lebensmittel, die mit einer gesünderen Ernährungsweise und damit mehr Lebensqualität einhergehen sollen. Derzeit erproben Wissenschaft und Industrie "intelligente" Lebensmittel mit speziell angereicherten Inhaltsstoffen, die die Gehirnleistung verbessern oder die Entstehung von Alzheimer verhindern sollen, kommentiert Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.
Mit dem virtuellen Institut "Neurodegeneration und Alterung" verstärkt das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in der Helmholtz-Gemeinschaft die Vernetzung mit den beiden Münchner Hochschulen. Bei dieser ortsungebundenen Kooperationsform bündeln führende Institutionen der Alzheimer-, Parkinson- und Stammzellforschung ihre Kompetenzen, um wichtige Forschungsfragen zu bewältigen. Das virtuelle Institut wird mit insgesamt knapp 800.000 Euro gefördert, die Laufzeit beträgt drei Jahre.
Ohne Familienangehörige ist die Betreuung und Begleitung Demenzkranker nicht möglich. Die Kosten für Staat und Gesellschaft wären enorm. Damit Familienangehörige eine Betreuung so lange wie möglich gesund durchführen können, ist es notwendig, Entlastung anzubieten.
Alter: Das Risiko, die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln, steigt mit dem Alter. Einer von zehn Menschen über 65 Jahre ist ein Opfer der Alzheimer-Krankheit, jedoch können in seltenen Fällen auch Menschen in den Vierzigern und Fünfzigern an der frühen Form erkranken.
Seit vielen Jahren gilt das zum Essener Elisabeth-Krankenhaus gehörende Geriatrie-Zentrum Haus Berge als Vorreiter und Spezialist für Altersmedizin in Deutschland. Hier finden Demenzpatienten die notwendige und würdevolle Pflege und Betreuung. Neben der Versorgung der stationären und teilstationären Patienten gibt es seit 1991 die ambulante Beratungsstelle Memory-Clinic. Diese Einrichtung zählt zu den ersten ihrer Art in Deutschland. Spezialisten aus den Fachbereichen Psychologie, Geriatrie, Psychiatrie und Pädagogik untersuchen und testen hier Personen mit Gedächtnisstörungen. Bundesweit ist das multiprofessionelle Team der Memory-Clinic durch zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen oder auch Gastauftritte in TV-Ratgebersendungen bekannt. Um über die Demenzerkrankung aufzuklären und das Thema den Menschen nahe zu bringen, haben die Experten nun einen ganz neuen, etwas ungewöhnlichen Weg beschritten: Zusammen mit Stefan Knüttel und seinem Team der Firma „Learn by move“ wurde das Computerspiel „Memopoly – Demenz spielend verstehen“ entwickelt. Wir haben den Fachtherapeuten für Hirnleistungstraining und Gedächtnistrainer Carsten Brandenberg dazu befragt.
Das Wissen über mögliche Symptome und Verlaufsformen sowie über die psychologischen Aspekte der Alzheimererkrankung kann Angehörige von Betroffenen darin unterstützen, Verständnis für die Verhaltensweisen der Erkrankten zu entwickeln.
Mit dem virtuellen Institut „Neurodege-neration und Alterung“ verstärkt das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in der Helmholtz-Gemeinschaft die Vernetzung und interdisziplinäre Zusammen¬arbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität (TU) München.Bei dieser Kooperationsform bündeln führende Institutionen der Alzheimer-, Parkinson- und Stammzellforschung ihre Kompeten¬zen, um wichtige Forschungsfragen zu bewältigen. Prof. Dr. Wolfgang Wurst, Sprecher des Instituts, betont: „Einer unserer Schwerpunkte wird die Untersuchung der Entstehung neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson in Verbindung mit Alterungsprozessen von Nervenzellen sein.
Das virtuelle Institut hat die kritische Masse, um neue Tiermodelle, neue Arzneimittel und neue Therapieoptionen zu generieren.“ Mittelfristig sei geplant, klinische Kooperationsgruppen zu integrieren, um das aus der Grundlagenforschung gewonnene Wissen umzusetzen.Ein Fernziel sei die Entwicklung von Biomarkern, die in der Diagnostik weit vor dem Ausbruch neurodegenerativer Erkrankungen eingesetzt werden könnten.
Dieses unter Federführung von "Alzheimer Europe" entstandene und von der Europäischen Kommission geförderte Gemeinschaftswerk namhafter Autoren bietet in fünf Abschnitten umfassende Hilfen und Informationen zur Betreuung und Pflege von Alzheimer-Patienten. Diese können sofort in konkretes, praktisches Handeln umgesetzt werden.
In der Anfangsphase einer Alzheimererkrankung wollen Betroffene und deren Angehörige häufig der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen. „Dabei sollte sich niemand scheuen, darüber zu reden, wenn erste Symptome auftreten“, sagt der Diplom-Sozialpädagoge Carsten Brandenberg aus der Memory-Clinic des Essener Elisabeth-Krankenhauses.
In Zusammenarbeit mit dänischen und amerikanischen Forschern hat Prof.Thomas Willnow vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entdeckt, dass das von Nervenzellen gebil¬dete Transportprotein sorLA (sorting protein-related receptor) die Entstehung der für Alzheimer typi¬schen Eiweißablagerungen im Gehirn beeinflusst. Damit lässt sich möglicherweise erklären, weshalb ein Mensch an Alzheimer erkrankt. Die Ablagerungen (Plaques) im Gehirn von Alzheimer-Patienten bestehen aus Eiweißbruchstücken (Amyloid-beta Peptid), die aus dem Amyloid-Vorläufer-Protein (APP) entstehen. Die Plaques zerstören die Nervenzellen, was zu einem unheilbaren geistigen Verfall führt. Prof.Willnow und seine Kollegen konnten zeigen,dass sorLA normalerweise an APP bindet und damit dessen Umbau in das Amyloid-beta Peptid verhindert.Genetisch veränderte Mäuse,die kein sorLA mehr bilden können,zei-gen eine vermehrte Amyloid-beta Peptid-Bildung.Vergleichende Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Gehirn mancher Menschen kein oder sehr wenig sorLA produziert und dass die ungebremste Pro¬duktion von Amyloid-beta Peptid ein Risikofaktor zur Entstehung von Alzheimer sein könnte.
Zeigt ein Familienmitglied Anzeichen einer Alzheimer-Demenz, sollten Angehörige sensibel vorgehen. Betroffene fühlen sich oftmals beschämt und versuchen, ihre Gedächtnisprobleme vor der Familie zu verbergen. Die Deutsche Seniorenliga empfiehlt daher, den Lebenspartner, Mutter oder Vater, zu einer Untersuchung zu ermuntern, jedoch keinesfalls gegen ihren Willen zu einem Hirnleistungstest zu drängen. Geschickter ist es, einen allgemeinen Check-up bei einem vertrauten Arzt vorzuschlagen.
Grüner Star führt oft zur Erblindung (Foto: pixelio.de) London (pte/07.08.2007/12:15) - Medikamente, die das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamen, könnten Patienten auch vor einer Schädigung des Auges durch den Star schützen. Wissenschaftler des University College London http://www.ucl.ac.uk haben in Experimenten herausgefunden, dass es große Ähnlichkeiten zwischen beiden Krankheiten gibt. Das Team um Francesca Cordeiro betont jedoch, dass die 500.000 Briten, die an grünem Star leiden, dadurch über kein höheres Alzheimer-Risiko verfügen. Details der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht.
Forscher gewinnen neue Einblicke in die Entstehungsmechanismen der Alzheimer- Erkrankung. Sie können dadurch mögliche Angriffspunkte für eine gezielte, ursächliche Behandlung identifizieren, wurde auf einer internationalen Konferenz in Berlin-Buch berichtet. „Alzheimer ist eine Erkrankung des Alters“, sagte Prof. Christian Haass von der Universität München auf der Tagung. Er hatte 1992 zeigen können, dass die unlöslichen Eiweißbruchstücke (Amyloid-beta),die sich im Gehirn von Alzheimer Patienten ablagern, zum normalen Alterungsprozess gehören. Der Forscher glaubt, dass alle Menschen, so sie nur lange genug leben, an dieser schweren Hirnleistungsstörung erkranken. Doch noch immer ist die Krankheit rätselhaft. Die Forscher verstehen inzwischen zwar,wie die Eiweißbruckstücke entstehen,nicht jedoch,wie sie die Nervenzellen vergiften. Prof. Roberto Cappai aus Australien berichtete, dass Kupfer- Ionen die Bildung der schädlichen Eiweißablagerungen beeinflussen. Je höher der Kupferspiegel im Gehirn, desto weniger giftiges Amyloid-beta werde gebildet. Belegt ist, dass der Kupferspiegel bei Alzheimer-Patienten sehr niedrig ist.
Ob bei Parkinson, Alzheimer oder schweren Gehirnverletzungen: Untergegangene oder zerstörte Nervenzellen werden nicht mehr ersetzt.
Ein Forscherteam um Professor Magdalena Götz vom Institut für Physiologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und dem Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) Neuherberg konnte nun aus einem nicht-neuronalen Zelltyp im Gehirn funktionale Nervenzellen herstellen. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "The Journal of Neuroscience" berichtet, nehmen diese so genannten Gliazellen nach einigen Tagen der Umprogrammierung die normale Gestalt einer Nervenzelle an. "Besonders interessant ist, dass sie auch deren elektrische Eigenschaften zeigen", berichtet Dr. Benedikt Berninger, Erstautor der Studie. "Das ist sehr ermutigend, weil die Erzeugung korrekt funktionierender Nervenzellen aus Gliazellen ein wichtiger Schritt sein könnte, auf Grund von Verletzung oder Krankheit zerstörte Neuronen wieder zu ersetzen."
Für die Aufklärung von Erkrankten, betroffenen Familienangehörigen und Interessierten hat die AFI eine Reihe von hilfreichen Publikationen erstellt, die kostenlos erhältlich sind:
Die Kernspintomographie ist eine sehr leistungsfähige Methode, um anatomische Details des weichen Gewebes sichtbar zu machen oder physiologische Vorgänge in Echtzeit zu verfolgen. Konventionelle Gadolinium-Komplexe, die in der Klink heute als Kontrastmittel eingesetzt werden, geben keinen ausreichend deutlichen Einblick in anatomische Strukturen. Wie in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, haben koreanische Forscher um Jung Hee Lee, Samsung Medical Center, und Taeghwan Hyeon, Seoul National University, nun ein neues Kontrastmittel entwickelt, mit dem sie die anatomischen Strukturen von Mäusehirnen ebenso klar abbilden konnten wie dies sonst nur mit histologischen Methoden möglich ist. Dieses neue Kontrastmittel besteht aus Manganoxid-Nanopartikeln.
Diagnostic Molecular Imaging - DiMI steht für das Erreichen hoher wissenschaftlicher Ziele. Ziel ist die Verbesserung von Diagnose und Therapie durch innovative Bildgebung auf den Gebieten zweier großer Krankheitsfelder unserer Zeit,
Wie verständigen sich Nervenzellen untereinander? Unter welchen Bedingungen bilden sie neue Nervenverbindungen im Gehirn? Diese und andere wichtige Fragen der neuronalen Grundlagenforschung sind im lebenden Organismus sehr schwierig zu erforschen, da das Gehirn sehr komplex ist und es nur sehr eingeschränkt möglich ist, die Aktivität mehrerer Zellen gleichzeitig zu erfassen.
Die Stellungnahme der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum Entwurf eines Gesetzes zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung kommentierte die 1. Vorsitzende Heike von Lützau-Hohlbein:
Der Heidelberger Forscher Prof. Konrad Beyreuther referierte in der Paulskirche anlässlich des Welt-Alzheimer- Tages unter anderem über den Effekt, den Spielen für den Menschen hat: Der spielende Mensch (lat. homo ludens) erprobt durch das Spiel seine Fähigkeiten. Kreativität sowie Energie und Kraft werden freigesetzt.
Zwei Drittel der etwa eine Million Demenzkranken in Deutschland leben in privaten Haushalten, teils mit Partnern oder anderen Familienmitgliedern, teils auch allein. Die meisten möchten so lange wie möglich in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld bleiben.
Forscher vom European Neurosciences Institute Göttingen (ENI-G) und dem Massachusetts Institute of Technology (USA) beschrieben in Nature, wie sie stark vergesslichen Alzheimer-Mäusen mit „Hirnjogging“ und chemischen Substanzen zu neuer Lernfähigkeit und zur Erinnerung an Vergessenes verholfen haben.
„Damit ist die Streichung der Kostenübernahme für die Alzheimer-Medikamente aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen hoffentlich endgültig vom Tisch“, erklärte Prof. Dr. Wolfgang Mai-er, Sprecher des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Kompetenznetzes Demenzen (KN Demenzen). „Daher begrüßen wir den Bericht aus Köln, auch wenn wir seine auf Teilbereiche bezogenen weniger positiven Schlussfolgerungen nicht teilen“.
Zu hoher Blutdruck mindert die Leistungen unseres Gehirns und steigert sogar das Risiko für Demenz, berichtet die "Apotheken Umschau". Für eine Studie ließen sich 700 Testpersonen zwischen 45 und 85 Jahren untersuchen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Universitätsklinikums Bonn und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn konnten erstmals nachweisen, dass schon bei nur subjektiv empfundenen Gedächtnisverschlechterungen Veränderungen in einer bestimmten Gehirnstruktur sichtbar sein können.
Ein Molekül mit wichtigen Funktionen für die normale Hirnentwicklung ist offenbar auch an der Entstehung der Alzheimer-Krankheit beteiligt. Dies berichtete die Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Die Erforschung der Ursachen der Alzheimer-Krankheit ist eine Voraussetzung für die Entwicklung von dringend benötigten Therapien.
"Wir bündeln unter dem Dach des neuen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen international führende Forschung zu Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson. Durch Erforschung von Krankheitsursachen, neue Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung, die Entwicklung wirksamer Therapien und die besten Formen der Pflege und Versorgung wollen wir den Menschen ein besseres Leben ermöglichen",
Ihr bisheriges Image ist nicht das Beste. Als Zellgifte sind sie bekannt. Sie werden verantwortlich gemacht für Alterungsprozesse und gelten als Auslöser zahlreicher schwerer Krankheiten wie Arteriosklerose, Krebs oder Alzheimer: die "reaktiven Sauerstoff-Spezies" (engl.: reactive oxygen species, ROS).
Menschen, die ein gutes Maß an Selbstdisziplin aufweisen, erkranken einer neuen Studie zufolge wesentlich seltener an Alzheimer. Das Forscherteam um Robert Wilson vom Rush University Medical Center in Chicago hat dies in einer Untersuchung an knapp 1.000 katholischen Priestern und Nonnen herausgefunden.
"Die stationäre Altenhilfe befindet sich im Hinblick auf Konzepte für die Versorgung von Menschen mit Demenz zur Zeit in einem bedenklichen Zwiespalt", stellt Klaus Großjohann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) fest.
Der kürzlich vorgelegte Abschlussbericht über die „Wirksamkeit von Cholinesterasehemmern (ChE-Hemmer) bei Alzheimer Demenz“ des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus Köln spricht eindeutig von einem therapeutischen Nutzen der untersuchten Wirkstoffe für die betroffenen Patienten. IQWiG bejaht sowohl den Nutzen im Bezug auf die kognitive Leistungsfähigkeit als auch auf Alltagsaktivitäten und klinischem Gesamteindruck.
Manchmal kommt der Moment, wo man auf das unentbehrliche Auto verzichten muss, weil die Fahrfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Viele ältere Fahrer verzichten freiwillig auf das Autofahren, wenn sie sich nicht mehr sicher fühlen, aber andere sehen sich noch in der Lage, ein Kraftfahrzeug zu führen, auch wenn sie durch Alterserscheinungen oder Krankheit den Verkehr und sich selbst gefährden.
Wissenschaftler können künftig Stammzellen erwachsener Mäuse und die Neubildung von Nervenzellen über lange Zeiträume in der Zellkultur untersuchen. Harish Babu und Dr. Gerd Kempermann (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch und Forschungsgruppe der Volkswagenstiftung an der Charité - Universitätsmedizin Berlin) haben dazu eine neue Methode entwickelt, mit der in der Kultur nicht irgendwelche Nervenzellen entstehen, sondern genau die, die die Stammzellen auch im Gehirn selbst bilden würden.
Anerkennung für die Alzheimer-Forschung am Institut für Biochemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Nach einem Zitationsvergleich der Fachzeitschrift Laborjournal ist ein Beitrag von Mainzer Wissenschaftlern des Instituts, der 2001 in den Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen ist, der meistzitierte Artikel in der Klinischen Chemie.
Die Angst vor dieser Form von Demenz wächst in der Bevölkerung, denn die meisten Menschen empfinden den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit als eine der größten Bedrohungen. Aus Anlass des Welt- Alzheimertag am 21. September klären die Apotheker in Nordrhein über die Krankheit auf und geben Tipps, wie man eine Alzheimer-Demenz erkennen kann.
Tatsächlich summieren sich die positiven Effekte sozialer Kontakte im Laufe des Lebens offenbar zu einer insgesamt besseren Hirnleistung: In einer US-Studie zeigten Personen, die sich häufig mit anderen Menschen trafen oder mit ihnen am Telefon plauderten, deutlich bessere kognitive Fähigkeiten als Vergleichspersonen ohne häufige Kontakte.
Häufige Unruhe, Nervosität, Schlafprobleme und schnelle Reizbarkeit können auf eine beginnende Alzheimer-Krankheit hindeuten. „Nicht nur das nachlassende Kurzzeitgedächtnis ist ein Indiz für eine Demenz. Neben wachsender Unaufmerksamkeit, dem Vergessen von Terminen, Wortfindungsstörungen sowie verstärkter Orientierungslosigkeit sind bei den Patienten anfangs vor allem Verhaltensveränderungen zu beobachten“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Martin Haupt.
In Deutschland leiden derzeit rund eine Million Menschen an Alzheimer oder einer anderen Demenz- Erkrankung. Nach aktuellen Schätzungen werden sich diese Zahlen bis zum Jahr 2030 verdoppeln. Prognosen zufolge wird im Jahr 2040 das gesamte Gesundheitsbudget des Jahres 2002 nötig sein, um die demente Bevölkerung, von denen die meisten an Alzheimer erkranken werden, zu versorgen.
Erstmals wurden in Deutschland dabei standardisierte Diagnostik-Instrumenten entwickelt, die die Zuordnung von Patienten zu den verschiedenen Demenzformen gesichert erlauben. Dazu gehören neuropsychologischer Testverfahren, die es ermöglichen, das Vorliegen einer Erkrankung auszuschließen oder zu bestätigen. Im Bereich der neurochemischen Demenzdiagnostik wurden Verfahren entwickelt, die eine einheitliche Behandlung von Blut- und Liquorproben erlauben.
Finanzierung der Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung (SGB XI) ist das Thema des von Günther Schwarz (Stuttgart) verfassten „Leitfaden zur Pflegeversicherung“.
Die immer älter werdende Bevölkerung könnte das Gesundheitssystem in den nächsten Jahrzehnten vor eine Zerreißprobe stellen. In 30 Jahren würden rechnerisch allein 550.000 zusätzliche Altenpflegekräfte benötigt, erklärte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt am Mittwoch in Berlin.
Mit der steigenden Lebenserwartung nimmt die Zahl jener zu, die an Alterskrankheiten wie Alzheimer leiden. Patienten im frühen Erkrankungsstadium fühlen sich wegen ihrer Vergesslichkeit oft nicht mehr ernst genommen. Es war René, der sagte: "Alzheimer ist ein Abenteuer. Demenz ist etwas Neues in meinem Leben. Da bin ich blitzschnell dabei." Er interessiert sich brennend für die Veränderungen in seinem Geist.
Die Broschüren der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zur Versorgung Demenzkranker im Heim und zur Ernährung Demenzkranker sind in aktualisierten Auflagen erschienen. Der Band „Stationäre Versorgung von Demenzkranken“ (aktualisierte 6. Auflage) soll zu einer besseren Versorgung der 750.000 Menschen in Altenpflegeheimen beitragen, von denen etwa zwei Drittel von Demenzerkrankungen betroffen sind.
Bildung kann bei einer Demenz-Erkrankung den Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit verzögern. Diese Theorie wurde nach Angaben des Berufsverbandes Deutscher Neurologen in einer neuen US-Studie bestätigt. Zwar komme es bei Menschen jedes Bildungsniveaus im Verlauf von Alzheimer zu Ablagerungen im Gehirn, „doch bei Personen mit höherer Bildung wirken sich diese Plaques weniger stark auf das geistige Leistungsvermögen aus“, erklärt der Kölner Nervenarzt Curt Beil.
Italienische Wissenschaftler haben ein natürliches Mittel gegen die Entstehung von Alzheimer entdeckt. Der aus der Wildpflanze "Hypericum perforatum" extrahierte Farbstoff Hyperizin kann die Anhäufung von Beta-Amyloiden und damit die Bildung der gefürchteten Plaques verhindern, berichten Forscher des Istituto di Biofisica.
Gute Nachrichten für alle Kaffeeliebhaber über 60. Für diese Altersgruppe sollen drei Tassen Kaffee (für die Teetrinker sechs Tassen Tee), täglich genossen, die kognitiven Funktionen erhalten helfen - Jedenfalls bei den Frauen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt ein Forscherteam des Französischen nationalen Instituts für Gesundheit und medizinische Forschung (INSERM).
Bei älteren, alzheimergefährdeten Menschen kann eine Betäubung mit Narkosegasen wie Isofluran offenbar lang anhaltende oder irreversible Schäden hervorrufen. „Wir sollten in Zukunft Narkosegase (wie Isofluran) bei älteren Patienten seltener und vorsichtiger einsetzen“, so lautet die Schlussfolgerung von Studienleiter Dr. Zhongcong Xie vom Boston Massachusetts General Hospital.
Kanadische Forscher berichten in Neuropsychologia von ihren Ergebnissen einer Studie mit 184 Patienten, nach denen zweisprachig lebende Menschen im Schnitt vier Jahre später an Demenz erkranken als einsprachige (Neuropsychologia, Vol. 45, Nr. 2). Die Wissenschaftler betonen, dies sei der erste Hinweis auf einen beeinflussbaren Lebensumstand, der in deutlich wahrnehmbaren Maße vor Demenz schützen könne. Forscher sind seit Jahren mit unterschiedlichem Erfolg auf der Suche nach Faktoren wie Sport, Bildung, sozialem Engagement oder Gehirntraining, die eine so genannte "kognitive Reserve" für die letzten Lebensjahre schaffen könnten.
Körperliche Fitness kann das Fortschreiten von Alzheimer aufhalten. Wissenschaftler der University of Kansas School of Medicine untersuchten 121 Menschen im Alter von über 60 Jahren. Rund die Hälfte von ihnen litt an einem frühen Stadium der Krankheit. Die körperlich weniger fitten Alzheimer-Patienten wiesen allerdings vier Mal so viele Anzeichen einer Gehirnschrumpfung auf.
Die Altersstruktur der Bevölkerung ändert sich aufgrund der immer höheren Lebenserwartung, damit steigt der Anteil älterer Menschen im Vergleich zu den Jüngeren kontinuierlich an. Da die Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung oft unzureichend ist, muss für den Pflegefall zusätzlich privat vorgesorgt werden. Dies kann beispielsweise durch den Abschluss einer Pflegetagegeld- oder Pflegerentenversicherung geschehen.
Eine wesentliche Maßnahme zur Vorbeugung und Verlangsamung einer vaskulären Demenz, der zweithäufigsten dementiellen Erkrankung in der Bevölkerung, ist die Vermeidung gefäßschädigender Risikofaktoren.
Wer im Alter an Folsäuremangel leidet, hat wahrscheinlich ein deutlich höheres Risiko für Demenz. Das lässt eine internationale Studie an knapp 520 Menschen über 65 Jahren vermuten. Der Begriff Demenz umfasst eine Reihe von Erkrankungen, die zu einem anhaltenden Abbau der geistigen Leistungsfähigkeiten führen.
Nahezu eine Million Menschen über 65 Jahre in Deutschland leiden an einer diagnostizierten Alzheimer-Demenz. In 20 bis 30 Jahren wird sich offiziellen Schätzungen zufolge diese Zahl verdoppeln. Die Erkrankung entwickelt sich fast unbemerkt und langsam schleichend über viele Jahre hinweg. Die körperlichen und psychischen Symptome, die sich zunehmend verschlimmern, sind mit erheblichen Belastungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen verbunden. Eine Heilung ist derzeit nicht in Sicht.
Einem amerikanischen Forscherteam ist es gelungen, einen Augentest zu entwickeln, mit dem bereits in einem frühen Stadium Alzheimer festgestellt werden kann, meldete BBC. Mittels Laserstrahlen wird die Augenlinse auf das Beta-Amyloid-Protein hin kontrolliert. Dieses ist der wichtigste Bestandteil der krankhaften Ablagerungen im Gehirn,die als Ursache für die Krankheit angesehen werden. Neben der Früherkennung wollen die Forscher den Test auch anwenden, um Erkenntnisse über den Krankheitsverlauf zu gewinnen und zu überprüfen ob Patienten auf die Behandlungen ansprechen.
In zahlreichen Forschungsprojekten versuchen Wissenschaftler, neue Therapiemöglichkeiten für die Alzheimer Krankheit zu finden. Sie suchen z. B.nach Wegen, um die Eiweißablagerungen im Gehirn zu verhindern oder zu reduzieren. Als Erfolg versprechend werten Experten außerdem eine Therapie mit speziellen Cholesterin-Synthese-Hemmern, sog. „Statinen“. Neue Studien zeigten, dass Patienten, die auf Grund erhöhter Cholesterinspiegel mit Statinen behandelt wurden, selten an Alzheimer erkrankten. Eine weitere interessante Entdeckung ist, dass ein Antiinfektivum mit dem Wirkstoff Clioquinol anscheinend die Eiweißablagerungen aufzulösen vermag. In Tierversuchen zeigten Alzheimer-Mäuse, die damit behandelt worden waren, in verschiedenen Gedächtnis- und Verhaltenstests bessere Leistungen als unbehandelte Artgenossen. Große Hoffnungen setzen Forscher auch auf die Entwicklung eines Impfstoffs, der den Krankheitsverlauf verlangsamen soll. Ziel dieses Ansatzes ist, dass der Patient Antikörper gegen die zerstörerischen Eiweißablagerungen im Gehirn bildet.
Seit die Wissenschaft die Entstehungsmechanismen der Alzheimer- Krankheit aufgedeckt hat, die zum Untergang von Nervenzellen führen, arbeiten Pharmaforscher daran, Hemmstoffe gegen diese schwere Demenzerkrankung zu entwickeln. Jetzt haben Forscher der Ludwig- Maximilians-Universität (LMU) München und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entdeckt, dass ein Enzym, das dabei eine entscheidende Rolle spielt, eine weitere Schlüsselfunktion bei der Entwicklung des Nervensystems hat.
Aus Anlass des Welt-Alzheimertages am 21. September fordern Deutschlands Alzheimerforscher, zusammen mit den deutschen Alterspsychiatern und den Vertretern der pflegenden Angehörigen dazu auf im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit alle vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen.
Neurologen des Universitätsklinikums Jena erforschen die Auswirkung mütterlicher Stressfaktoren vor der Geburt auf die Alterung des Gehirns und dessen Anfälligkeit für altersassoziierte Erkrankungen wie Demenz oder Schlaganfall.
Das bisherige System der Pflegeversicherung vernachlässigt sowohl die demenzkranken Menschen als auch deren pflegende Angehörige und die notwendige Zeit für professionelle Pflegekräfte. Die Unterstützung insgesamt bleibt weit hinter dem Bedarf der Betroffenen zurück. Es sei richtig und wichtig, dass die Leistungen der Pflegeversicherung für pflegebedürftige Menschen mit Demenz verbessert würden, wie es der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) seit Jahren fordert.
Kann man schon vor den ersten spürbaren Symptomen Alzheimer feststellen? Das fragen sich viele ältere Menschen, seitdem die Krankheit in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist. Bisher gelang das nicht. Doch jetzt ist ein sehr großer Fortschritt in puncto Früherkennung von Alzheimer gelungen.
Am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Standort Witten, startet unter der Leitung von Privatdozention Dr. Birgit Panke-Kochinke und Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik eine Modellstudie mit dem Titel „Selbstwahrnehmung und Intervention (SEIN)“. Ein zentrales Ziel der Studie ist es, zu ermitteln, wie sich die Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz im Frühstadium ihrer Erkrankung individuell passgenau und damit ressourcenorientiert fördern lässt.
Demenzielle Erkrankungen wie beispielsweise Alzheimer können seit neuestem mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) frühzeitig erkannt werden. Bei der PET werden mittels radioaktiv markierter Substanzen, so genannter Radiotracer, bestimmte Funktionsprozesse des Gehirns dargestellt.
Das krankheitsbezogene Kompetenznetz "Degenerative Demenzen" (KNDD) widmet sich insbesondere der Erforschung von Ursache und Entstehung der Erkrankung sowie der therapeutischen und versorgungsbezogenen Forschung. Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeiten steht die Entstehung und der Verlauf der Alzheimerschen Krankheit.
Wer beruflich direkt mit Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln (Pestiziden) in Kontakt kommt, hat offenbar ein deutlich erhöhtes Risiko, dement zu werden, berichtet die "Apotheken Umschau".
Nicht immer beginnt die Alzheimer-Erkrankung mit Erinnerungslücken: Eine Studie spanischer Wissenschaftler lässt darauf schließen, dass gerade Menschen, bei denen die Krankheit vor Erreichen des 60. Lebensjahres ausbricht, zunächst andere Symptome entwickeln.
Wie wichtig sportliche Aktivität und intellektuelle Betätigung gerade für ältere Menschen im Hinblick auf eine Alzheimer-Erkrankung sind, beweisen jetzt Forschungsergebnisse des Instituts für Neuropathologie des Universitätsklinikums Münster (UKM). In Kooperation mit dem Institut für Verhaltensbiologie der Universität Münster konnte experimentell u. a. nachgewiesen werden, dass bei regelmäßiger körperlicher und kognitiver Herausforderung Zahl und Ausdehnung der bei Alzheimer charakteristischen Eiweißablagerungen (Plaques) im Gehirn deutlich geringer sind. Gleichzeitig zeigten Verhaltensstudien signifikant bessere Gedächtnisleistungen.
„Nordrhein-Westfalen ist für die Herausforderung ‚Demenz’ bestens aufgestellt“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann heute (05. Mai 2008) in Berlin. „Unsere Landesinitiative Demenz-Service NRW umfasst rund 730 niedrigschwellige Betreuungsangebote, elf Demenz-Servicezentren, das Dialogzentrum Demenz an der Privat-Universität Witten-Herdecke und eine Vielzahl von Einzelprojekten. Das ist bundesweit einmalig!“
Auf der 79. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Mannheim diskutierten Ärzte und Wissenschaftler neueste Erkenntnisse über Erkrankungen des Nervensystems. Erstmals fand die Jahrestagung der DGN im Rahmen der Neurowoche zeitgleich mit Fachkongressen weiterer neurologischer Fachgesellschaften statt. Häufige neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Multiple Sklerose griff die DGN unter dem Stichwort „Translationale Forschung“ auf
Menschen, für die feststeht, dass ihr Gehirn am Alzheimer-Abbau leidet, müssen gut planen, welche Aktivitäten sie noch alleine bewältigen, welche mit Hilfe klappen und welche abgegeben werden sollten. Im fortgeschrittenen Stadium müssen Angehörige oder Pfleger diese Entscheidungen treffen.
Die erste Anmeldephase des Jugendwettbewerbs der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist vorbei: Bereits über 600 Jugendliche haben sich bei „Alzheimer & You –Zeig dein Engagement" angemeldet und erste Beiträge eingesendet. Für alle, die noch mitmachen möchten: Anmelde- und gleichzeitig Einsendeschluss für kreative Beiträge rund um das Thema Alzheimer und Demenz ist der 15. Juni 2008.
Mit ca. 60 Prozent stellen Demenz-Patienten die größte Gruppe unter den Bewohnern von Pflegeheimen dar. Häufig sind es allerdings gar nicht die Einbußen beim Gedächtnis und das Schwinden der geistigen Leistungsfähigkeit, welche diese Menschen ins Heim bringen. Anlass für die vorzeitige Heimeinweisung sind vielmehr die ausgeprägten und durch die Demenz verursachten Verhaltensstörungen wie chronische Aggressivität mit spontanen Wutanfällen und Feindseligkeit sowie Bestehlungswahn, die von den Betroffenen an den Tag gelegt werden und den pflegenden Angehörige das Leben unerträglich schwer machen.
Neurologen der Philipps- Universität Marburg sind an einem internationalen Konsortium beteiligt, das binnen drei Jahren einen neuartigen Alzheimer-Impfstoff entwickeln will und von der Europäischen Union nun mit 2,4 Millionen Euro gefördert wird. Das Konsortium namens MimoVax, an dem mit der TU München eine weitere deutsche Institution beteiligt ist, wird von der Wiener Affiris GmbH koordiniert, einem auf peptidbasierte Impfstoffe spezialisierten Unternehmen, das gemeinsam mit Partnern weitere 2 Millionen Euro in das Vorhaben investiert. Leiter des Marburger Teilprojekts ist Dr. Richard Dodel, Professor am Fachbereich Medizin der Philipps- Universität Marburg und Ko-Direktor an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Standort Marburg.
In unserer heutigen Gesellschaft, in der die Lebenserwartung kontinuierlich steigt, werden typische Alterserkrankungen wie M. Parkinson oder M. Alzheimer zunehmend zu einer Bedrohung für unser Gesundheitssystem. "Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation besagt, dass Alzheimer und Parkinson ab dem Jahr 2020 zu den vier Erkrankungen gehören werden, die uns die meisten Jahre an gesunder Lebenszeit kosten.
Die Analyse der Daten von 900 Menschen über 90 Jahren ergab, dass Männer gleichen Alters weit seltener an Demenz erkranken. Frauen mit einer höheren Bildung sind dagegen scheinbar einem deutlich geringeren Risiko ausgesetzt. Die Ursachen sind derzeit noch nicht erforscht. Ältere Frauen verfügen jedoch über ein höheres Risiko eines Herzanfalls oder eines Schlaganfalls. Beide gelten als Risikofaktoren für Demenz.
Eisen ist für uns lebenswichtig, beispielsweise als Bestandteil von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, der unsere Zellen mit Sauerstoff versorgt. Eisen kann aber auch schwere Schäden verursachen: So sollen Eisenablagerungen im Hirn für bestimmte Formen der neurodegenerativen Erkrankungen Morbus Parkinson, Huntington und Alzheimer, mit verantwortlich sein.
Jeder dritte Einwohner Deutschlands, der älter als 85 Jahre wird, erkrankt an einer Alzheimer-Demenz. Vor diesem Hintergrund fragen sich viele Menschen, ob bzw. wie sie einem solchen Schicksal vorbeugen können. Besonders sorgen sich Personen, die einen demenzkranken Angehörigen haben. Sie befürchten meist, eine entsprechende Veranlagung geerbt zu haben. Die folgenden Hinweise erläutern, wie Sie die Wahrscheinlichkeit verringern können, selbst an einer Demenz zu erkranken.
Eine internationale Befragung von Alzheimerpatienten und deren pflegenden Angehörigen hat ergeben, dass den Patienten das soziale Umfeld sowie die Unterstützung und Sicherheit, die sie in ihrer heimatlichen Umgebung erfahren, ebenso wichtig sind, wie die optimale medikamentöse Behandlung der Krankheit.
Im November vergangenen Jahres fand in Berlin die Jahrestagung der Aktion Psychisch Kranke statt. In ihrer Eröffnungsansprache sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Wir wollen die Versorgung der Menschen mit Demenz verbessern. Bei der anstehenden Reform der Pflegeversicherung werden daher deren Bedürfnisse besonders berücksichtigt. Bereits mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wird die Versorgung deutlich verbessert: Ich nenne an erster Stelle das Prinzip 'Reha vor Pflege'. Wir möchten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen so lange wie möglich ihren Alltag selbstbestimmt und eigenständig gestalten können. Dazu verhilft ihnen die geriatrische Rehabilitation, die wir mit der Gesundheitsreform zur Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen machen."
Die folgenden Empfehlungen richten sich an Personen, deren geistige Leistungsfähigkeit nachzulassen droht. Sie ersetzen nicht eine notwendige medikamentöse Behandlung, sondern ergänzen diese.
Wie entsteht Alzheimer? Diese Frage kann die Wissenschaft bis heute nicht beantworten. Eine aktuelle Studie unter Leitung des Neurowissenschaftlers Professor Dr. Michael Heneka von der Universität Bonn liefert jetzt aber einen wichtigen Baustein zur Frage, wie die Krankheit voranschreitet. Die Forscher haben herausgefunden, dass der Botenstoff Noradrenalin den Verlauf der Alzheimer-Krankheit maßgeblich beeinflusst.
Ein einfacher Bluttest könnte in Zukunft verraten, ob ein älterer Mensch später an Alzheimer erkranken wird oder nicht. Ein Forscherteam der Stanford Universität in Kalifornien hat über Monate hinweg das Blut von 40 Alzheimerpatienten und ebenso vielen gesunden Probanden untersucht.
Die Diagnose einer Alzheimer-Erkrankung bedeutet nicht zwingend, dass sofort auf das Autofahren verzichtet werden muss. Der individuelle Krankheitsverlauf führt dazu, dass die Fahreignung der betroffenen Personen unterschiedlich lange erhalten bleibt. Defizite können z. B. durch Fahrerfahrung oder angepasste Fahrweise ausgeglichen werden. Diese Auffassung vertritt Prof. Dr. Rüdiger Mielke, Universität zu Köln. Unter seiner Leitung werden erstmals in einer deutschen Studie die Auswirkungen einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung auf die Fahreignung untersucht.
Unter Diabetes Typ II, häufig auch Alterszucker genannt, leiden in Deutschland fünf Millionen Menschen. Die Zahl der Alzheimer-Patienten wird auf 700.000 geschätzt. Doch die beiden Krankheiten verbinden in unserer älter werdenden Gesellschaft nicht nur die steigende Zahl von Betroffenen: Sie gehören beide zu den so genannten Amyloid- Krankheiten.
Zu der CD-ROM „Demenz interaktiv“ sagte Heike von Lützau-Hohlbein, 1.
Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: „Wir versuchen Demenzkranke und ihre Angehörigen auf verschiedenen Wegen zu erreichen. Dazu gehören auch die modernen Medien.“
Häufig schätzen Angehörige von Demenzkranken deren Fähigkeiten völlig falsch ein. Das führt zu Spannungen in den Familien: Viele Angehörige ärgern sich, da sie die Vergesslichkeit des Kranken als Absicht, Faulheit oder Interessenlosigkeit deuten. Andere neigen dazu, den Demenzkranken zu sehr zu umsorgen,
Die Pflegeversicherungsleistungen der sogenannten "Kurzzeit- und Verhinderungspflege" ermöglichen es den pflegenden Angehörigen, sich selbst einmal eine Auszeit zu nehmen. Bei der Kurzzeitpflege wird der Pflegebedürftige in einer Einrichtung der Kurzzeitpflege versorgt, bei der Verhinderungspflege wird die Pflege zuhause durch eine Ersatzpflegeperson übernommen.
Proteine sind die molekularen Maschinen der Zelle. Sie transportieren Stoffe, spalten Produkte oder leiten Signale weiter – ihnen galt lange Zeit die volle Aufmerksamkeit der molekularbiologischen Forschung. In den letzten zwei Jahrzehnten aber hat eine weitere Klasse von Molekülen eine steile Karriere hinter sich gebracht: Kleine RNA-Moleküle, zu denen auch die mikro-RNAs gehören.
Ein spezielles Trainingsprogramm kann die Bewegungsfähigkeit älterer, an Demenz erkrankter Menschen verbessern und deren Sturzrisiko mindern. Dieses Trainingskonzept wurde von Privatdozent Dr. Klaus Hauer vom Bethanien-Krankenhaus Heidelberg entwickelt.
Ob Patienten mit Alzheimer-Demenz von Medikamenten profitieren, die Gingko-biloba-Extrakt enthalten, bleibt eine ungeklärte Frage. Derzeit verfügbare Studien liefern widersprüchliche Ergebnisse. Zu dieser vorläufigen Schlussfolgerung kommt der Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Mit seiner Veröffentlichung am 4. Januar 2007 beginnt eine Frist von vier Wochen, in der interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen abgeben können. Unklare Aspekte der eingereichten Stellungnahmen werden gegebenenfalls in einer mündlichen Erörterung diskutiert. Danach wird der Vorbericht überarbeitet und als Abschlussbericht an den Auftraggeber Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) weitergeleitet.
Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. 8 bis 13 % der über 65-jährigen sind davon betroffen. Lange Zeit wurde das Thema des geistigen Verfalls, der sich unter einer Demenz verbirgt, tabuisiert. Auch heute noch bedarf es einer enormen Aufklärungsarbeit, was die Existenz dieser Erkrankung betrifft, und vor allem, was es für die Angehörigen der Demenzkranken bedeutet.
Inga Tönnies, deren Mutter ebenfalls unter Demenz leidet, interviewte die Mitbetroffenen und so kam es zur Entstehung des hier vorgestellten Buches „Abschied zu Lebzeiten“. In ihren Berichten schildern Angehörige, wie sie das erste Auftreten der Krankheit bei ihrem Familienmitglied miterlebt haben, welchen Einfluss Demenz auf ihren Alltag ausübt und wie sie haben lernen müssen, in erster Linie mental mit ihr umzugehen.
Die Wissenschaftler Claus Hilgetag, Professor of Neuroscience an der International University Bremen (IUB) und Marcus Kaiser, Academic Fellow an der University of Newcastle upon Tyne (UK), haben neue Erkenntnisse über die Organisation des Gehirns gewonnen. Den Wissenschaftlern gelang der Nachweis, dass lange Nervenfaserverbindungen für die Gehirnfunktion ebenso unerlässlich sind wie kurze Verbindungen. Langfristig können diese Erkenntnisse die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen wie Alzheimer oder Autismus erleichtern.
Einen neuen Behandlungsansatz bei Alzheimer haben jetzt Forscher der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Universitätsklinik Freiburg gefunden. Sie konnten erstmals dokumentieren, wie das Immunsystem selbst dem Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung entgegenwirken kann: Bestimmte Fresszellen (Makrophagen) des Immunsystems können schädliche Ablagerungen im Gehirn reduzieren, eben jene Ablagerungen, die für die Alzheimer-Erkrankung ursächlich sind.
"Immer mehr Menschen erkranken an Demenzen. Um ihnen zu helfen, brauchen wir Erfolge in der Forschung. Dazu führen wir die besten Wissenschaftler und Ärzte unter einem Dach zusammen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin. Sie kündigte die Gründung des "Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen" an. Es soll als ein neues Zentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft entstehen.
Im Kreis Minden-Lübbecke ist das Projekt „Entlastungsprogramm bei Demenz“ (EDe) mit 320 teilnehmenden Familien an den Start gegangen. Ziel ist es, eine effektive Entlastung und Unterstützung für pflegende Angehörige, die demenzerkrankte Menschen zu Hause versorgen, zu organisieren.
Die elektrische Stimulation von tief im Inneren des Gehirns liegenden Bereichen könnte das Gedächtnis verbessern. Ärzte des Toronto Western Hospital erkannten das zufällig als sie versuchten, einen krankhaft fettsüchtigen Patienten mittels tiefer Hirnstimulation zu behandeln.
Bereits der Arzt Alois Alzheimer, der dieses Krankheitsbild 1906 der Fachöffentlichkeit vorstellte, hatte am Mikroskop entdeckt, dass abgestorbene Nervenzellen im Gehirn der Patienten von einer merkwürdigen Substanz umlagert waren. Heute weiß man: Diese Substanz - ß-Amyloid genannt - entsteht aus einem Protein, das an der Oberfläche der Zellen abgespalten wird.
„Wir begrüßen, dass die Leistungen der Pflegeversicherung angehoben werden, dass Demenzkranke mit eingeschränkter Alltagskompetenz künftig bis zu 200 € pro Monat erhalten können, dass künftig mehr Personal in den Heimen eingesetzt werden kann und Angehörige ein Recht auf eine Pflegezeit haben. Wir appellieren an alle Beteiligten, die neuen Regelungen rasch und unbürokratisch umzusetzen und qualifizierte Angebote für Demenzkranke auszubauen.
In der Fachzeitschrift SCIENCE beschreiben sie, wie sie Hemmstoffe gegen einen der wichtigsten Auslöser der Alzheimer- Krankheit, das Enzym Beta- Sekretase, in floßartig umher schwimmende Untereinteilungen der Zellmembran, so genannte Rafts, steuern konnten.
Dies ist ein Buch von pflegenden Angehörigen für pflegende Angehörige demenzerkrankter Menschen. Ein Buch derer, die am besten wissen, was es bedeutet, mit einem demenzerkrankten Familienmitglied zu leben. Pflegende Angehörige von an Demenz und Alzheimer Erkrankten sind die wahren Experten.
Heute sind 1,1 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen, im Jahr 2050 werden es aufgrund des demografischen Alterungsprozesses 2,3 Millionen Menschen sein", warnt Professor Dr. med. Peter Falkai vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und Mitglied der Gründungskommission des Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn.
Menschen, die an Depressionen gelitten haben, könnten anfälliger für eine Alzheimer- Erkrankung sein. Zu diesem Ergebnis sind eine holländische und eine amerikanische Studie gekommen. Wissenschaftler des Erasmus University Medical Center wiesen nach, dass Alzheimer bei Menschen mit früheren Depressionen 2,5 Mal wahrscheinlicher ist.
"Die Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankung ist eine gesamt- gesellschaftliche Herausforderung. Die Krankheit trifft durch ihre Eigenart und ihren Verlauf auch das Umfeld des Patienten empfindlich - dies sind vor allem die pflegenden und betreuenden Angehörigen. Um diese zu unterstützen und zu entlasten, fördert der Freistaat seit 1998 im Rahmen des 'Bayerischen Netzwerks Pflege' 90 Fachstellen für pflegende Angehörige.
Bereits seit mehr als 20 Jahren werden intravenös verabreichte Immunglobuline bei der Behandlung verschiedener Neuropathien eingesetzt. Wie die Ärzte Zeitung berichtete, prüft man deren Wirksamkeit jetzt auch bei Postpoliosyndrom und bei Morbus Alzheimer. Der immunmodulierende Effekt wurde zum ersten Mal beobachtet, als zwei Kinder mit einer Autoimmun-Thrombozytopenie damit erfolgreich behandelt wurden.
Schwangerschaft und Geburt sind natürliche physiologische Vorgänge und von zentraler Bedeutung im Leben einer jeden Frau. Neurologische Erkrankungen können dabei sowohl bereits vor als auch während einer Schwangerschaft auftreten. In beiden Fällen sind sachkundige neurologische und geburtshilfliche Beratung und Management nötig.
„Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen mit Altersverwirrung steigt auch in Hamburg kontinuierlich. Wir stellen uns dieser Herausforderung, indem wir zeitgemäße Betreuungskonzepte fördern, die den Menschen soweit wie möglich ihre Selbstbestimmung erhalten“, sagt Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Sozialsenatorin Birgit Schnieber-Jastram.
Wissenschaftler vom Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg haben kleinste Strukturen von Nervenzellen der Fruchtfliege, die für Lernen und Gedächtnis zuständig sind, bei der Entwicklung unter dem Mikroskop beobachtet. Sie konnten zeigen, dass der Umbau einzelner Proteine ein grundlegender Schritt bei Lernvorgängen und der Gedächtnisbildung ist.
Forscher der Universität Florenz haben eine nutzbringende Wirkung von Östrogenen bei der Vorbeugung und Heilung von Alzheimer-Erkrankungen nachgewiesen. Die entscheidende Rolle spiele dabei der als "Selective Alzheimer's Desease Indicator 1" (kurz: Seladin-1) bekannte Mediator
Gedächtnisverlust und Bewegungsstörungen bei der "Demenz mit Lewy
Körperchen" (DLB), der zweithäufigsten Demenz-Erkrankung nach der
Alzheimerschen Krankheit, wird nach neuen Erkenntnissen aus der
Universitätsmedizin Göttingen durch den Untergang von Kommunikations-
Knotenpunkten (Synapsen) zwischen Nervenzellen im Gehirn verursacht.
Mehr als 4000 Mediziner aus dem In- und Ausland treffen sich vom 10. bis 13. September 2008 in Hamburg zum 81. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Sie präsentieren neue Erkenntnisse zu Krankheiten wie Schlaganfall, multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsie und Demenz oder zu den ökonomischen Auswirkungen neurologischer Erkrankungen.
Gewalt gegen alte Menschen ist keine Seltenheit. Besonders Pflegebedürftige bekommen Repressalien zu spüren, meist durch ihre überforderten pflegenden Angehörigen.
Knapp zwei Jahre lang hat die Initiative „Vergissmeinnicht – Alltag leben mit Demenz“ der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e. V. zum Tabuthema Demenz aufgeklärt. Über 30 Aktionen und Veranstaltungen richteten sich direkt an Schleswig-Holsteins Bürger. Ziel war es, über Alzheimer ins Gespräch zu kommen und gemeinsam gegen die Isolation der Betroffenen zu kämpfen.
Wer seine Angehörigen zu Hause pflegt und betreut, kann schnell selbst zum „Pflegefall“ werden. Aufgrund der oft enormen körperlichen wie seelischen Belastung entwickeln pflegende Angehörige – 80 % sind Frauen – auffällig mehr körperliche Beschwerden als Personen der Vergleichsbevölkerung.
Demenz-Servicezentren informieren und beraten Pflegebedürftige, ihre Angehörigen, die Mitarbeiter von Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen sowie andere Interessierte über Krankheitsbilder und Krankheitsverläufe Demenzkranker. Sie geben gleichzeitig Ratschläge, die das Zusammenleben mit Demenzkranken erleichtern. Derzeit bestehen elf solcher Zentren in Nordrhein-Westfalen.
Stresshormone führen zu Alzheimer-ähnlichen Proteinveränderungen Stress fördert krankhafte Veränderungen in Nervenzellen, wie sie auch bei Morbus Alzheimer auftreten. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München haben nämlich entdeckt, dass die verstärkte Ausschüttung von Stresshormonen bei Ratten dazu führt, dass im Gehirn übermäßig phosphoryliertes Tau-Protein entsteht.
Der Vergleich aller Proteine von gesunden und kranken Zellen des menschlichen Körpers soll helfen, den Ursachen von Krankheiten auf die Spur zu kommen: Dieser Ansatz der internationalen Humane Proteom Organisation (HUPO), in der sich Proteinforscher aus aller Welt zusammengeschlossen haben, ist viel versprechend. Dennoch gab es bisher keinen Durchbruch in der Forschung.
Ein internationales Forscherteam, dem auch Pharmazeuten der Universität Graz angehören, untersuchen Heilpflanzen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) erstmals wissenschaftlich. Im Fokus stehen insbesondere Substanzen, die gegen Demenz- Erkrankungen wirken.
Demenzleiden gehen bereits in Frühstadien häufig mit Verhaltensauffälligkeiten einher: Oft erscheinen die Betroffenen teilnahmslos, antriebsgemindert, enthemmt oder ihr Essverhalten ändert sich. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomografie, kurz PET, konnten Wissenschaftler am Universitätsklinikum Leipzig in Zusammenarbeit mit Forschern vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften nun nachweisen, dass diese Verhaltensauffälligkeiten mit einem reduzierten Stoffwechsel in bestimmten Gehirnregionen einhergehen.
„Die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz ist ein wichtiger Schwerpunkt meiner Initiative ‚Menschen pflegen’. Deshalb freue ich mich sehr, dass drei Projekte aus Rheinland-Pfalz den Zuschlag für die Teilnahme am Leuchtturm-Demenz-Programm des Bundesministeriums für Gesundheit bekommen haben“.
Im zwölften Jahr ihres Bestehens stellt die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) mit 480.000 EUR die höchste Summe seit ihrer Gründung für acht Forschungsprojekte an deutschen Universitäten bereit. Diese dienen zur Aufklärung der für Alzheimer typischen Veränderungen im Gehirn, erleichtern die Diagnosestellung und bilden den Grundstein für therapeutische Interventionen.
100 Jahre nach ihrer Entdeckung durch den deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer entwickelt sich die fortschreitende Gehirnerkrankung zu einer der großen medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Derzeit leiden hierzulande schätzungsweise eine Million Bundesbürger an Alzheimer. Weil die Erkrankungswahrscheinlichkeit mit dem Lebensalter steigt,
Wie Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen, kann der absehbare demografische Wandel in Deutschland zu etwa 58% mehr Pflegebedürftigen und 12% mehr Krankenhausbehandlungen im Jahr 2030 im Vergleich zu heute führen.
Das Zellgift Homocystein schädigt die Blutgefäße und erhöht so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mehrere Studien weisen indes daraufhin, dass diese Substanz auch die geistige Leistung bei älteren Menschen verringern und so die Entstehung einer Demenz fördern kann.
Die kombinierte PET-MRT ist derzeit die zukunftsträchtigste medizinische Bildgebungsmethode zur Diagnostik großer Volkskrankheiten. Das internationale Symposium Janus II - PET-MRT beleuchtet am 23. April im Congress Center Leipzig den aktuellen Wissensstand zu dieser neuartigen Technologie.
Ein internationales Forscherteam wird in den kommenden vier Jahren untersuchen, welche Rolle Gliazell-Defekte bei der Entstehung von Hirnkrankheiten spielen. Das EU-Projekt ist mit drei Millionen Euro dotiert; geleitet wird es von der Universität Bonn.
Unter dem Motto „Aktiv für Demenzkranke“ lädt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft zu ihrem 5. Kongress vom 9. bis 11. Oktober 2008 nach Erfurt ein. Der Kongress wendet sich an Betroffene und ihre Angehörigen, an diejenigen, die haupt- und ehrenamtlich in der Beratung, Betreuung, Pflege und Therapie tätig sind, sowie an alle, die sich informieren möchten.
München, 21. September 2006 -- Die beta-Sekretase, kurz BACE, ist wohl maßgeblich an der Entstehung der Alzheimerschen Erkrankung beteiligt. Das Enzym schneidet aus einem Vorläuferprotein das beta-Amyloid oder Abeta heraus, welches zu Plaques verklumpt. In der Umgebung dieser Ablagerungen sterben dann Neuronen in großer Zahl ab. Mögliche Therapieansätze könnten darauf abzielen, die beta-Sekretase zu blockieren - wenn erst die Funktion des Enzyms im gesunden Körper bekannt ist. Ein Team um Professor Christian Haass und Dr. Michael Willem von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, dem auch Professor Carmen Birchmeier und Dr. Alistair Garratt, Max-Delbrück- Zentrum in Berlin, sowie Professor Paul Saftig, Universität Kiel, und Professor Bart DeStrooper, Universität Leuven, angehören, berichtet nun in Science, dass BACE für die Myelinisierung von Nervenzellen nötig ist. Dabei wickeln sich Gliazellen um die Neuronen und ermöglichen unter anderem die rasche Signalweiterleitung am Nerv. BACE ist also wichtig im Körper und "die Funktion des Enzyms bei der Entstehung von Alzheimer wohl eher so etwas wie ein Unfall", meint Haass.
Wie tragisch eine Alzheimer-Diagnose auch sein mag, Patienten fühlen sich oft befreit, wenn sie eine Erklärung für ihre Symptome erhalten. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Washington Universität in St. Louis im Rahmen einer Studie. Sowohl bei den Patienten, als auch bei den Bezugspersonen zeigten sich Angstzustände und Depression nach der Mitteilung des Arztes im selben oder in geringerem Ausmaß als zuvor.
Die Klinische Neuropsychologie beschäftigt sich mit Prozessen der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und des Denkens. Diese Basisfunktionen können nach einer Hirnschädigung in unterschiedlicher Ausprägung gestört sein.
Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Fachhochschule Münster im Fachbereich Pflege und mit Unterstützung einer Forschungsförderung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, entwickelten Meike Schwermann und Markus Münch im Jahre 2005 ein Instrument, das eine objektive Beobachtung von Verhaltensauffälligkeiten bei demenziell Erkrankten, die auf Schmerzen hinweisen können, unterstützt. Dieses Instrument wurde in einem Altenpflegeheim in Form von Schulungen eingeführt und mithilfe der Mitarbeiter auf seine Praktikabilität hin überprüft. Grundlage der Schmerzerfassung ist ein Ersteinschätzungsbogen, wofür die Patienten gezielt zu ihren Schmerzen befragt werden. Zusätzlich wird aber auch eine Fremdeinschätzung zum beobachteten Schmerzerleben aus Sicht der Angehörigen und der Bezugspflegekraft dokumentiert. In einem kontinuierlichen Erfassungsbogen dokumentieren die Bezugspflegekräfte dann in Folge alle drei Tage das Verhalten der demenziell erkrankten Menschen, um in Absprache mit dem Pflegeteam und dem Arzt zu ermitteln, ob die Verhaltensauffälligkeiten auf ein Schmerzerleben hinweisen können bzw. ob eine angeordnete Schmerztherapie Erfolg gebracht hat.
Als einziges deutsches Exzellenzzentrum wird das Münchner Alzheimer Gedächtniszentrum der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Ludwig Maximilians Universität (LMU) unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Hampel an der Europäischen Multicenterstudie zur Untersuchung von pathologischen Veränderungen im Gehirn teilnehmen. Die Arbeitsgruppe konnte bereits wegweisende Forschungsergebnisse im Bereich der modernen Bildgebung des Gehirns und bei der Untersuchung krankhafter Veränderungen im Nervenwasser von Demenz-Patienten entwickeln. Das Münchener Alzheimer Gedächtniszentrum ist Referenzzentrum für Morphometrie des Gehirns im deutschlandweiten „Kompetenznetz Demenzen“ zur Erforschung klinischer Marker der Alzheimer Demenz und in zahlreiche internationale Forschungsprojekte eingebunden. Mithilfe der Forschungsgelder der Alzheimer's Association können nun europäische Zentren die Bildung eines Forschungsnetzwerks zur Untersuchung der pathologischen Veränderungen im Gehirn beginnen. Die Studie fördert den Einsatz zukunftsweisender Verfahren (vor allem der Magnetresonanztomographie und der biochemischen Analysen) zur Früherkennung und Evaluation der Behandlung der Alzheimer Demenz. Das Forschungsprojekt wird an sechs ausgewählten europäischen Exzellenzentren durchgeführt.
Seit Beginn unseres Jahrhunderts hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen nahezu verdoppelt. Zunächst sollte man meinen, dass sich ältere Menschen an ihrem Lebensabend erfreuen können, dies ist bedauerlicherweise in zunehmenden Maße nicht der Fall.
Gegenwärtig sind in Deutschland bereits über eine Million Menschen an Demenz erkrankt, jährlich kommen etwa 100.000 Neuerkrankungen hinzu. Zu den typischen Anzeichen einer Demenz zählen der Rückzug aus gewohnten Aktivitäten und sozialen Kontakten, Erinnerungs- und Orientierungsprobleme in vertrauten Bereichen oder auch Veränderungen von Sprache und Urteilsvermögen.
Die Symptome der Alzheimer-Erkrankung werden durch einen Mangel des Botenstoffes Acetylcholin und ein Absterben der Nervenzellen (Neuronen), insbesondere in den Hirnregionen, die für Denkvermögen, Sprache und Gedächtnis verantwortlich sind, hervorgerufen. In den Neuronen des Gehirns werden ständig Informationen verarbeitet und weitergeleitet. Dies geschieht innerhalb der Zellen mithilfe elektrischer Impulse, die die Zelle entlang „wandern“: Soll ein Reiz an eine Nachbarzelle weitergeleitet werden, kommt es an der Verbindungsstelle zwischen zwei Nervenzellen, der Synapse, zur Ausschüttung von Botenstoffen, (Neurotransmittern) in den Synaptischen Spalt. An der benachbarten Zelle binden die Neurotransmitter an bestimmte Rezeptoren, wodurch das Signal übertragen wird.
Über die Ursache von Krankheiten, die mit einer Störung des Zentralen Nervensystems (ZNS) einhergehen, ist noch relativ wenig bekannt. Derzeit richten sich die Bemühungen der Wissenschaft vor allem darauf, die Krankheitsmechanismen etwa von Multipler Sklerose (MS), Alzheimer und Parkinson auf molekularer Ebene nachzuvollziehen, um die Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Medikamente zu schaffen.
Einige Säugetiere wie der Siebenschläfer, das Streifenhörnchen und das Murmeltier halten einen lang andauernden Winterschlaf mit wenigen kurzen Unterbrechungen. Der Stoffwechsel wird dabei extrem heruntergefahren. Die Körpertemperatur sinkt von 39 auf bis zu vier Grad, das Herz schlägt statt 100mal nur noch 2-3mal pro Minute.
Unter dem Motto „Aktiv für Demenzkranke“ lädt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft zu ihrem 5. Kongress vom 9. bis 11. Oktober 2008 nach Erfurt ein. Der Kongress wendet sich an Betroffene und ihre Angehörigen, an diejenigen, die haupt- und ehrenamtlich in der Beratung, Betreuung, Pflege und Therapie tätig sind, sowie an alle, die sich informieren möchten.
Eine frühzeitige Diagnose ist von bedeutender Wichtigkeit, um den Krankheitsverlauf der Alzheimer-Demenz positiv zu beeinflussen. Hierbei ist es wichtig, dass: sekundäre Formen der Demenz geheilt werden, z.B. Demenzen, die durch Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen oder Vitamin-Unterversorgung verursacht werden.
In der Anfangsphase einer Alzheimererkrankung wollen Betroffene und deren Angehörige häufig der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen. „Dabei sollte sich niemand scheuen, darüber zu reden, wenn erste Symptome auftreten“, sagt der Diplom-Sozialpädagoge
Ein Forscherteam um Professor Gerd Multhaup von der Freien Universität Berlin hat den erstmals ausgeschriebenen Innovationspreis der BioRegionen in Deutschland erhalten. Die Wissenschaftler sind für ein neu entwickeltes Verfahren ausgezeichnet worden, mit dem die Alzheimer- Erkrankung bereits in ihrem Anfangsstadium diagnostiziert werden kann.
Zu den Ergebnissen, die Wissenschaftler der Universität Leipzig auf einem Symposium vorstellten, gehörte u. a. der Einsatz von bildgebenden Verfahren in der Frühdiagnostik. An einer großen Längsschnittstudie nahmen sowohl demenzkranke als auch gesunde Senioren teil, die in regelmäßigen Abständen Tests absolvierten, in denen sie sich Aufzählungen, Adressen oder Zeichnungen merken, Rechenaufgaben lösen oder Sprichworte erklären mussten. Die Ergebnisse verglichen die Wissenschaftler dann mit MRT-Aufnahmen, die sie vom Gehirn der Teilnehmer gemacht hatten.
Freiburger Neuropathologe Prof. Dr. Marco Prinz entlarvt spezifische Fresszellen um die Blutgefäße, die den giftigen Eiweißbestandteil Amyloid aus dem Hirn entfernen. Mehr als 20 Prozent der über 85-jährigen Menschen weltweit leiden an der Alzheimerschen Erkrankung. Sie geht mit schweren Störungen des Erinnerungsvermögens und des Verhaltens, der Demenz, einher.
In einer großen epidemiologischen Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Probanden, die drei oder mehr Portionen Frucht- oder Gemüsesäfte pro Woche tranken, ein um 76 Prozent geringeres Risiko haben, die Alzheimer- Krankheit zu entwickeln als diejenigen, die weniger als einmal pro Woche Saft tranken. Die Studie von Professor Qi Dai und Kollegen wurde in der September- Ausgabe des American Journal of Medicine veröffentlicht.
Ein hoch sensitiver Test für die Eiweiß-Aggregate von beta-Amyloid im Nervenwasser ermöglicht eine zuverlässige und frühe Diagnose der Alzheimer Demenz und erhöht damit den Erfolg der Therapie. Der beta-Amyloid-Spiegel nimmt in dem Maße zu, wie das Gedächtnis und andere kognitive Funktionen beeinträchtigt sind.
Forscher gewinnen immer mehr Einblick in die Entstehungsmechanismen der Alzheimer-Erkrankung. Sie können dadurch mögliche Angriffspunkte für eine gezielte, ursächliche Behandlung der schweren Hirnleistungsstörung, an der weltweit Millionen von Menschen erkrankt sind, identifizieren, berichteten sie auf dem internationalen Konferenz über "Neurodegenerative Diseases: Molecular Mechanisms in a Functional Genomics Framework" im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) in Berlin-Buch. Alzheimer gehört zu den neurodegenerativen Krankheiten, zu denen auch Chorea Huntington oder die Parkinson`sche Krankheit zählen und als deren Ursache falsch gefaltete Proteine gelten.
Aufgrund viel versprechender Ergebnisse der biochemischen Forschung und tierexperimenteller Beobachtungen führt die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) weltweit erstmalig eine klinische Kupfer-Therapiestudie mit Alzheimer-Patienten durch. Diese wird von Prof. Dr. Thomas Bayer und Priv.-Doz. Dr. Frank-Gerald Pajonk betreut. Die Mediziner wollen klären, ob durch die Einnahme von Kupfer als Nahrungsergänzungsmittel bei Patienten mit beginnender Alzheimer-Erkrankung das Fortschreiten der Demenz aufgehalten werden kann
Demenz kann man auf natürlicher Weise vorbeugen und das Leben mit der Krankheit erträglicher machen. Neben der medikamentösen Therapie gibt es eine Vielzahl von Praxis-erprobten nicht medikamentösen Möglichkeiten, die Geist und Körper auf sanfte und natürliche Weise stärken. Auch die richtige Ernährung und Heilpflanzen können sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.
Schmerzen zu erkennen, auch wenn die Patienten sich nicht mitteilen können, ist eine der Herausforderungen in der Altersmedizin. Gerade demente Menschen mit einer eingeschränkten Kommunikation leiden oft unerkannt an Schmerzen. „Hier ist viel Aufmerksamkeit seitens der Ärzte und Pfleger gefordert, denn Schmerz kann Verhaltensauffälligkeiten wie Unruhe und Aggressionen hervorrufen“, erklärt Dr. Anja Kwetkat, Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena.
Demenz entwickelt sich aufgrund der demografischen Entwicklung zu einer Volkskrankheit. Radiologen diskutieren daher auf ihrem 89. Deutschen Röntgenkongress über dementielle Erkrankungen und ihre frühzeitige Diagnose. „Demenz wird häufig mit dem heute noch unheilbaren Morbus Alzheimer gleichgesetzt. Doch viele dementielle Erkrankungen sind kein Schicksal, sondern vermeidbar“
Eine schnelle und wohnortnahe Übersicht über Initiativen, Dienste und Einrichtungen in Nordrhein- Westfalen, die Unterstützung bei Demenz anbieten, vermittelt das heute an den Start gegangene Online-Verzeichnis unter www.demenz-service- nrw.de. Es ist ein Service-Angebot der Landesinitiative Demenz-Service NRW, die vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales und den Pflegekassen gefördert wird.
Wer erkrankt und wer nicht, scheint unter anderem von der familiären Vorbelastung abzuhängen. „Beginnt die Krankheit vor dem 70. Lebensjahr, ist das Risiko für Verwandte 1. Grades (Kinder & Geschwister) vierfach erhöht.
Die Fahrtüchtigkeit und das verkehrsgerechte Fahrverhalten neurologisch Erkrankter kann künftig durch Fahrsimulatoren geprüft und gezielt trainiert werden. Entsprechende Konzepte haben Wissenschaftler auf dem 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2005 in Wiesbaden vorgestellt.
“Es mag sich fatal anhören. Aber das Lebensalter ist der größte Risikofaktor, an Demenz zu erkranken”, betont Prof. Dr. Thomas Arendt, Direktor des Leipziger Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung. “Denn je älter man wird, desto größer wird das Risiko. Und wir brauchen nur auf die steigende Lebenserwartung des Menschen schauen, um zu erkennen, welche Dimension diese Krankheiten erreichen werden.”
Kaum jemand, der nicht einen Angehörigen oder Bekannten hat, der an Alzheimer, anderen Demenzerkrankungen, Schlaganfall, Parkinson, Multiples Sklerose oder Epilepsie erkrankt ist. Und es werden immer mehr:
Die Zahl der Patienten wird in den nächsten Jahren stark ansteigen, denn die Menschen werden immer älter. Gleichzeitig herrscht heute schon ein Mangel an Neurologen.
Die neue Broschüre der Alzheimer Forschung Initiative "Sicher Auto fahren im Alter" gibt Tipps für sicheres Fahren im Alter und zeigt Möglichkeiten auf, auch ohne Auto mobil zu bleiben. Für die schwierige Situation, dass einem Betroffenen das Autofahren untersagt werden muss, gibt die Broschüre viele Hinweise.
Kaum eine Erkrankung macht so vielen Menschen Angst wie die Alzheimer-Demenz: Die Sorge vor Kontrollverlust und Verwirrtheit rangiert in der Bevölkerung noch vor der Krebsangst. Entsprechend groß ist daher das Interesse an vorbeugenden Maßnahmen, aber leider auch an Hinweisen, die einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standhalten.
"Immer mehr Menschen erkranken an Demenzen. Um ihnen zu helfen, brauchen wir Erfolge in der Forschung. Dazu führen wir die besten Wissenschaftler und Ärzte unter einem Dach zusammen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin. Sie kündigte die Gründung des "Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen" an.
Bei einer Rückenmarksverletzung oder bei einem Schlaganfall gehen massiv Nervenzellen im Gehirn zugrunde, auch gesunde. Forscher des Max-Delbrück- Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Universität Aarhus, Dänemark, haben den Mechanismus aufgeklärt, der den Zelltod der Nervenzellen auslöst.
Selbst bei der neurodegenerativen Alzheimerschen Erkrankung spielen kristalline Strukturen eine Rolle. In all diesen Fällen reagiert der Körper mit einer chronischen Entzündung. Ein internationales Forscherteam, dem auch der LMU-Mediziner Franz Bauernfeind angehört, konnte nun erstmals den molekularen Mechanismus beschreiben, der dieser Abwehrreaktion zugrunde liegt.
In Deutschland leiden rund 1,2 Millionen Menschen an der Alzheimer- Krankheit. Je älter die Menschen werden, desto höher ist das Risiko einer Erkrankung. Wer erkrankt und wer nicht, scheint stark von der familiären Vorbelastung abzuhängen. Dr. Klünemann von der Universität Regensburg untersucht lebende Verwandte der Familie von Johann F., dem zweiten Patienten Dr. Alois Alzheimers (1854-1915), die an Alzheimer erkrankt sind.
Verbinden auch Sie mit einem Lied eine bestimmte Situation oder ein Ereignis? Dass eine Melodie Erinnerungen an lange Vergangenes wecken kann, kennt sicherlich jeder von uns. Das Langzeitgedächtnis ist Anknüpfungspunkt bei Alzheimerpatienten, da dieses länger erhalten bleibt als das Kurzzeitgedächtnis. Deshalb kommt immer häufiger die Musiktherapie in der Altenpflege zum Einsatz, zumal das Langzeitgedächtnis auf diesem Weg stimuliert werden kann.
Auf der 80. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) im September in Berlin trafen sich Ärzte und Wissenschaftler, um sich über aktuelle Entwicklungen in Klinik und Praxis der Erkrankungen von Gehirn und Nerven zu informieren.
Dr. Henrike Wolf, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie an der Klinik für Psychiatrie des Universitätsklinikums Leipzig, über die Ergebnisse des Symposium "Diagnose und Therapie der Alzheimer Krankheit"
Ab sofort steht allen Usern von Curado.de das neue Forum kostenlos zur Verfügung. Hier tauschen sich Betroffene, Angehörige und Interessierte über Alzheimer aus. Was für Erfahrungen haben Andere gemacht? Welche Tipps oder Adressen kann ich austauschen? An wen kann ich mich wenden wenn ich Fragen habe? Ein weiterer Schritt im Kampf gegen Alzheimer…
Auch bei derselben medizinischen Diagnose erlebt jede betroffene Familie die Erkrankung anders. Die individuelle Behandlungsplanung des Alzheimerzentrums der Neurologischen Klinik Bad Aibling basiert auf dem Konzept der Selbst-Erhaltungs-Therapie (SET) von Frau Dr. Barbara Romero.
Es gibt verschiedene Techniken, mit denen sich der Mensch Aufzählungen und Listen leichter merken kann. Eine davon ist die Loci-Technik. Das Wort Locus kommt aus dem lateinischen und bedeutet Ort. Bei dieser Methode wird die Vorstellungskraft der Menschen bewusst genutzt,
Ein einfaches Spiel mit 81 Kästchen hat eine unvorstellbare Rätselleidenschaft in Deutschland ausgelöst: Sudoku. Vermehrt liest man in letzter Zeit auch Empfehlungen, die besagen, dass regelmäßiges Sudoku-Lösen als Gehirnjogging und Schutz vor Alzheimer ideal sei. Aber ist das wirklich so?
"Wir konnten anhand von Versuchen mit Mäusen erstmals nachweisen, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms die Bildung Alzheimer-typischer Ablagerungen, sog. Plaques, im Gehirn reduziert und dadurch die Auswirkungen der Krankheit deutlich gemildert werden", erläutert PD Dr. Steffen Roßner, Mitarbeiter des Instituts.
Die Forscher um Professor Mathias Jucker vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung der Universität Tübingen untersuchten Mausmutanten, die im Alter die typischen Amyloid-Plaques im Gehirn ausbilden, als Modelltiere für die Alzheimer-Krankheit. Mit einer speziellen Strategie schleusten die Wissenschaftler ein Gen in das Erbgut der Mäuse, wodurch die Tiere vermehrt das menschliche Protein Cystatin C herstellten.
Die Heilpflanze Ginkgo biloba könne die Versorgungssituation von Demenzkranken sowie die Lebensqualität der Betreuer verbessern, berichtete die Ernährungswissenschaftlerin Anja Baustian von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen. Sie bezieht sich damit auf eine Kohortenstudie, in der der Nutzen eines Ginkgo-biloba-Extraktes hinsichtlich der Lebensqualität für von Demenz Betroffene sowie Angehörige und deren Behandlungskosten untersucht wurde. Als Untersuchungsgrundlage dienten die Daten von 638 leicht bis mittelschwer dementen Patienten im Alter von 65 bis 80 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Demenzkranken sowie die Pflegenden eine positivere Grundstimmung aufwiesen. Ferner verlangsamte sich das Fortschreiten der Erkrankung bei gleichzeitig geringeren Kosten.
Nachts dreimal raus auf die Toilette, weil die Blase drückt – vielen Menschen nimmt das den gesunden Schlaf und rückt eine erholsame Bettruhe in weite Ferne. Doch nur wenige Betroffene haben den Mut, die Ursachen ihrer Blasenschwäche klären zu lassen. Aus verschiedenen Gründen sollten sie dies aber unbedingt tun.
Lässt sich der Verlust von Nervenzellen bei Schädigungen des Gehirns aufhalten? Im Nervensystem wird die Immunabwehr vor allem durch Mikroglia-Zellen vertreten, den so genannten "Makrophagen des Gehirns". Die Rolle dieser Mikroglia bei akuter Schädigung des Gehirns, wie Schlaganfall, Trauma als auch chronischen Gehirnschädigungen, beispielsweise bei der Alzheimerschen oder Parkinsonschen Krankheit, ist Gegenstand intensiver Forschung. Dazu gehört auch ein gemeinsames Projekt von Magdeburger und Braunschweiger Wissenschaftlern.
Sie gelten weltweit als übliche Cholesterinsenker – die als „Statine“ bekannten Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer (CSE-Hemmer). Durch die Senkung der Blutfette wird auch das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls als Folge einer Arteriosklerose verringert. In den letzten Jahren zeigte sich, dass Statine selbst dann noch günstige Wirkungen entfalten, wenn die Blutfettwerte gar nicht erhöht sind, sondern im Normbereich liegen. So scheinen Statine auch entzündungshemmend und antioxidativ zu wirken und die Wände der Blutgefäße zu schützen. In einer Studie am Uniklinikum Jena konnten jetzt Forscher zeigen, dass Statine auch bei Verletzungen des Zentralen Nervensystems wirksam sind. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass bei Hirnverletzungen und Schädigungen von Nervenzellen Statine schützend wirken können“, erklärte Forschungsleiter Prof. Dr. Stefan Isenmann. An der nervenzellschützenden Wirkung der Statine sind sog. Hitzeschock-Proteine beteiligt, die offenbar durch Statine aktiviert werden. Ob und wie sich diese Erkenntnisse in konkrete Therapien umsetzen lassen, müssen weitere Studien zeigen. Auf längere Sicht wäre es jedoch denkbar, dass die von den Jenaern belegte Schutzfunktion auch in der Therapie von Alzheimer, Multipler Sklerose und verschiedener Augenerkrankungen eingesetzt werden könnte.
Demenzerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Allein in Deutschland sind etwa eine Million Menschen an einer Demenz erkrankt. "Ein Drittel der über 85-Jährigen leidet an einer Demenz", sagt Richard Mahlberg, Gerontologe und Psychiater am Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen. Am weitesten verbreitet ist die Alzheimer-Demenz. Sie mache sich im Frühstadium oft mit Gedächtnisstörungen bemerkbar.
Neuigkeiten in der Behandlung und Diagnose der Alzheimer-Krankheit sind die Schwerpunktthemen der Plenarsitzungen am ersten Tag der 25. Internationalen Konferenz der Alzheimer's Disease International (ADI) am 11. März 2010 im Grand Hotel Palace, Thessaloniki, Griechenland.
Ein potenzieller DNA-Impfstoff gegen Alzheimer hat bei Tests mit Mäusen viel versprechende Ergebnisse erzielt. Der vom Tokyo Metropolitan Institute for Neuroscience entwickelte Impfstoff verringerte die Werte der entscheidenden Amyloid-Proteine in manchen Gehirnbereichen um bis zu 50 %. Anders als andere derzeit entwickelte Impfstoffe soll diese Substanz zu keinen Nebenwirkungen führen. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. Der neue Ansatz beruht auf der Stimulierung des Körpers, kleine Mengen Amyloid-Protein selbst zu produzieren. Mäusen wurden Injektionen mit blanker DNA injiziert, die für dieses Protein kodiert. Die Folge ist eine – im Vergleich zu früheren Untersuchungen ähnlicher Art – sanftere Reaktion des Immunsystems. In Tests verringerte der Impfstoff die Ablagerung von Amyloid-Proteinen zwischen 15,5 und 38,5 %. Die Ablagerungen in speziellen Bereichen des Gehirns wie der Großhirnrinde und dem Hippocampus gingen um 40-50 % zurück. Die Wissenschaftler hoffen mit DNA-Impfstoffen einen billigen und wirksamen Ansatz zur Behandlung von Alzheimer gefunden zu haben.
Insbesondere in den westlichen Industrienationen erkranken nicht zuletzt wegen der gestiegenen Lebenserwartung immer mehr Menschen an Demenzen – Alzheimer beispielsweise zählt heute bereits zu den am häufigsten auftretenden Volkskrankheiten. Das bedeutet nicht nur für viele Betroffene und deren Angehörige eine grundlegende Veränderung ihres Alltagslebens.
Wissenschaftlern des Instituts für Humangenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen ist es im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit Kollegen gelungen, ein bestimmtes Gen zu identifizieren, das bei einer schweren neurologischen Erkrankung verändert ist. Das veränderte Gen enthält den „Bauplan“ für Kaliumkanalmoleküle, die für die normale Funktion der Nervenzellen (Neuronen) des Kleinhirns erforderlich sind. Die bei Patienten nachgewiesenen Mutationen verursachen eine Störung des Ionenhaushalts der Zellen. Dies führt zu Funktionsstörungen sowie einer höheren Anfälligkeit der Neuronen gegenüber oxidativem Stress. Als Folge gehen die Neuronen langsam zu Grunde, sie „degenerieren“. Die Entdeckung einer solchen Ionenkanalstörung bei einer neurodegenerativen Erkrankung wie der Ataxie (Gangstörungen) könnte Anhaltspunkte auch für die Entschlüsselung anderer häufiger Krankheitsbilder (wie Morbus Parkinson und Alzheimer) liefern. Die Arbeit, die mögliche therapeutische Ansätze für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen liefert, wurde kürzlich in Nature Genetics publiziert.
Bestimmte Immunzellen aus dem Blut gelangen durch die intakte Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn, wenn das Gehirn vorher bestrahlt wurde.
Dies hat jetzt eine Forschergruppe aus Göttingen, Zürich, Regensburg und Berlin unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Marco Prinz (Abt.
Neuropathologie der Universitätsmedizin Göttingen) erstmalig im Tiermodell bewiesen.
Das pharmakologisch wichtigste Cannabinoid ist das Delta-9-Tetrahydrocannabinoid. Dieser Hauptwirkstoff der Cannabispflanze ist inzwischen als Medikament verfügbar und wird u. a. bei der Behandlung von Schmerzen, Krämpfen und Spastik eingesetzt.
Ein Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen durch vorzeitige Wechseljahre kann das Gehirn der betroffenen Frauen schädigen. Dies belegen neue Studien: die Entfernung der Eierstöcke vor der Menopause erhöht später das Risiko für eine Demenz- oder Parkinsonerkrankung.
Den eigenen Haushalt aufzugeben und in ein Pflegeheim zu ziehen, fällt alten Menschen meist nicht leicht. Deshalb sollte die Wahl des neuen Zuhauses gut überlegt sein und genau geprüft werden. "Nehmen Sie sich für die Suche nach einer geeigneten Einrichtung Zeit", rät Heike Wöllenstein,
Eiweiße, deren Ablagerung im Gehirn zu Morbus Alzheimer führen, könnten nach Vorstellungen von US-Forschern durch ein Protein, das im Plasma das Amyloid-Protein bindet, reduziert werden. Bei dem Protein handelt es sich um „sLRP“ (soluble low-density lipoprotein receptor-related protein).