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Alzheimer sollte endlich als gesellschaftliche Herausforderung anerkannt werden

Alzheimer: Informatioen und Aufklärung

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Die Alzheimererkrankung betrifft in Deutschland mehr als eine Million Menschen sowie ihre Familien, Freunde und Kollegen. Dennoch rückt die gefürchtete Gehirnerkrankung immer erst dann in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, wenn Prominente daran erkranken. Die Deutsche Seniorenliga fordert, Alzheimer endlich als gesellschaftliche Herausforderung anzuerkennen und die betroffenen Familien nicht allein zu lassen. Mit der Broschüre „Alzheimer erkennen“ will der Verband ein Stück dazu beitragen.

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Kaum eine Erkrankung ist so gefürchtet wie die Alzheimerkrankheit: Die Vorstellung, die Gewalt über das eigene Denken zu verlieren, zunehmend auf Hilfe angewiesen zu sein und irgendwann nicht einmal die nächsten Angehörigen zu erkennen, macht Angst. Umso schlimmer, wenn es Menschen trifft, die noch mitten im Leben stehen könnten – wie den gerade 67-jährigen Rudi Assauer. „Die Deutsche Seniorenliga zollt seinem offenen Umgang mit der Erkrankung höchsten Respekt“, meint Erhard Hackler, Vorstand des Verbandes.

„Nur Information und Aufklärung können dazu beitragen, dass die Alzheimererkrankung endlich eine angemessene gesellschaftliche Aufmerksamkeit erhält.“ Denn im Umgang mit Alzheimer hapert es an vielem: Zwar haben sich die diagnostischen Möglichkeiten deutlich verbessert – dennoch wird die Erkrankung häufig erst spät erkannt. Viele Betroffene werden nicht angemessenen therapiert: Untersuchungen zufolge erhalten nur rund 30 Prozent der von Hausärzten betreuten Alzheimerpatienten Antidementiva. Noch schlechter ist es um Patienten bestellt, die im Pflegeheim leben; Medikamente gegen die typische körperliche Unruhe statt gezielter Therapie sind hier gang und gäbe.

Doch Alzheimer betrifft nicht nur den Erkrankten selbst, sondern die ganze Familie. Vor allem diejenigen, die den Patienten zu Hause pflegen, werden oft mit ihren Problemen allein gelassen. „Anstatt ihre Kraft voll dem Kranken widmen zu können, müssen sie noch mühsam um Pflegestufen kämpfen“, beklagt Hackler. Mit einem Leitfaden für Betroffene und Angehörige gibt die Deutsche Seniorenliga einen ersten Überblick über wichtige Fragestellungen wie „Was sind erste Anzeichen einer Alzheimererkrankung?“ „Wer ist der erste Ansprechpartner?“ „Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?“ „Was tut dem Kranken gut?“

Quelle: Deutsche Seniorenliga

02.02.12

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