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Neue Angriffspunkte für Therapie bei akuter myeloischer Leukämie

24.01.10.

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine bösartige Erkrankung des Blutes. Bislang können nur weniger als ein Drittel der Betroffenen geheilt werden. Wissenschaftler der Universitätsklinik Frankfurt am Main und des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried bei München haben jetzt neue Angriffspunkte für eine gezielte Therapie gefunden. Bei der AML vermehren sich unreife Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen unkontrolliert.

Dadurch verdrängen die bösartigen Zellen die gesunden Abwehrzellen des Körpers – das Immunsystem wird lahmgelegt. Die Wissenschaftler haben jetzt neue Erkenntnisse über Signalwege gewonnen. In Leukämiezellen sind Rezeptoren derart verändert, dass sie ständig aktiv sind und der Zelle befehlen, sich unaufhörlich zu teilen. Die Rezeptoren werden von einem kleinen Zellorganell, dem Endoplasmatischen Retikulum, im Zellinnern gebildet.

In gesunden Zellen wandern die Rezeptoren anschließend an die Zelloberfläche. In Leukämiezellen verbleibt der Rezeptor im Inneren der Zelle. Er entfaltet seine bösartige Wirkung also vor allem aus dem Zellinneren. Diese Ergebnisse bilden eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien, welche die veränderten Rezeptoren zukünftig gezielt blockieren und die fehlgesteuerten Abläufe in der Zelle verhindern könnten.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

Aus Befund Krebs 5/2009

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