Arbeitslose leben laut Studie kürzer als Berufstätige
12.06.10.
Arbeitslosigkeit verkürzt einer Studie zufolge das Leben. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Langzeitarbeitslosen sei niedriger als die von Berufstätigen, berichtet das Magazin «Zeit Wissen» und beruft sich dabei auf Anghaben der Bundesregierung. Für Menschen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind, sei die Gefahr zu sterben demnach 3,4 Mal höher als für Berufstätige.
Studien zufolge leiden Arbeitslose häufiger an Herz-Kreislauf- oder Muskelerkrankungen und Depressionen. In Deutschland verbringen Männer ohne Arbeit mehr als doppelt so viele Tage im Krankenhaus wie Berufstätige, heißt es in dem Bericht weiter.
Das geringere Einkommen sei dabei nicht der entscheidende Faktor: «Der Gesundheitszustand der Mehrheit der Arbeitslosen verschlechtert sich selbst dann, wenn sie keine massiven finanziellen Einschränkungen erleben», sagte Psychologe Thomas Kieselbach vom Institut für Psychologie der Universität Bremen dem Magazin.
Quelle: DAPD
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