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Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

17.12.08.

Was ist Arteriosklerose (Atherosklerose)?

Arteriosklerose, umgangssprachlich oft auch „Arterienverkalkung“ genannt, ist eine krankhafte Veränderung der Arterien (Schlagadern), die durch eine Verhärtung, Verdickung und Minderung der Elastizität der Gefäßwände sowie eine Verengung des lichten Gefäßquerschnitts charakterisiert ist. Das Wort Arteriosklerose setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort für Gefäß (arteria) und dem griechischen Wort für Verhärtung (sklerose).

Arteriosklerose kann generell jede Arterie betreffen und zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen. Erkrankungen, die auf eine fortgeschrittene Arteriosklerose zurückzuführen sind, sind z. B. der Schlaganfall (Apoplex), der Herzinfarkt oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), die auch als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnet wird.
Weltweit sterben rund 17 Millionen an den Folgen von Arteriosklerose

Arteriosklerose ist v. a. in den westlichen Industrienationen inzwischen zu einer Volkskrankheit geworden. An den Folgeerkrankungen der Arterienverkalkung sterben weltweit mehr Menschen als an Krebs oder Infektionskrankheiten. An kardiovaskulären Erkrankungen, die meist durch eine fortgeschrittene Arteriosklerose hervorgerufen werden, starben laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2004 rund 17 Millionen Menschen. Da Arteriosklerose insbesondere bei älteren Menschen auftritt, befürchtet die WHO einen weiteren Anstieg. Schätzungen, die basierend auf der derzeitigen demografischen Entwicklung vorgenommen wurden, belaufen sich auf rund 23 Millionen Tote im Jahr 2030.
Prävalenz der Arteriosklerose in Deutschland

In Deutschland wurden laut Angaben des Statistischen Bundesamts, die sich jedoch ausschließlich auf Diagnosedaten der Krankenhäuser beziehen, im Jahr 2007 rund 159.000 Menschen mit Arteriosklerose stationär behandelt. Die Mehrzahl der Patienten – rund 100.000 – waren Männer. Die tatsächliche Prävalenz liegt vermutlich weitaus höher.

Altersspezifische Fallzahlen dieser Erhebungen zeigen, dass Arteriosklerose in den meisten Fällen bei Menschen im höheren Lebensalter auftritt. In der Altersgruppe zwischen 15 und 45 Jahren wurden 7 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner registriert, in der Altersgruppe zwischen 45 und 65 Jahren lag die Zahl bei 202 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Bei Menschen über 65 Jahren waren 686 von 100.000 erkrankt.

Antje Habekuß

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