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Asthma und Sport

Erwachsene und Kinder mit Asthma haben oftmals Angst vor körperlicher Anstrengung, denn häufig geht diese mit Atemnot einher. Auch Eltern, die mitbekommen, dass ihr Kind um den Atem ringt, wenn es sich sportlich betätigt, sind oft verunsichert und wirken auf ihr Kind ein, sich nicht zu sehr anzustrengen. Dabei ist Bewegung gerade für Menschen mit Asthma unglaublich wichtig, schon um die körperliche Belastungsfähigkeit zu erhöhen und die Lebensqualität zu behalten bzw. zu verbessern.

Die medizinische Leitlinie zur Diagnostik und Therapie bei Asthma legt fest, dass der behandelnde Arzt seine Asthmapatienten ermutigen soll, „geeignete Maßnahmen des körperlichen Trainings“ zu ergreifen, z. B. in speziellen Lungensportgruppen oder – wenn nötig – in einer ambulanten oder stationären Rehabilitationsmaßnahme. Kinder mit Asthma, das besagt die Leitlinie ebenfalls, sollen regelmäßig am Schulsport teilnehmen. Natürlich müssen die Lehrer ihre individuelle und aktuelle Leistungsfähigkeit berücksichtigen. Einmal jährlich sollte der Arzt die Art und den Umfang des körperlichen Trainings überprüfen – und natürlich schauen, ob und inwiefern sich die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Asthmapatienten verändert hat.

Vorteile durch Sport bei Asthma

Regelmäßiger Sport, das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien gezeigt, verbessert die Ausdauer von Menschen mit Asthma, stärkt gleichzeitig die Atemmuskeln und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Ein weiterer Vorteil: Menschen, die trainiert sind, haben weniger Angst davor, bei Anstrengungen einen Asthmaanfall zu erleiden. Denn selbst wer keinen oder nur wenig Sport treibt, muss sich manchmal körperlich anstrengen. Und Angst kann einen Asthmaanfall u. U. verstärken. Nicht zuletzt stärkt Sport auch das Immunsystem, was sich ebenfalls vorteilhaft auf das Asthma auswirkt, weil dadurch auch das Risiko für Atemwegsinfekte sinkt.

Vor dem Trainingsbeginn

Viele Menschen mit Asthma schrecken vor körperlicher Anstrengung zunächst zurück, weil sich durch die Bewegung u. U. die Symptome verstärken können. Unter körperlicher Belastung steigert sich auch die Atemtätigkeit, was mit Veränderungen in den Atemwegen einhergeht. Sie kühlen und trocknen aus, was bei Asthmatikern in Atemnot und einem Asthmaanfall münden kann. Je größer die Belastung, umso wahrscheinlicher kommt es zu dieser Reaktion. Deshalb ist es sinnvoll, sich zunächst unter Aufsicht an die Belastung „heranzutasten“, z. B. bei einem körperlichen Belastungstest beim Arzt. Anhand der ermittelten Werte kann der Arzt festlegen, wie belastbar der Patient ist und wie stark die Intensität des Sports zunächst sein sollte.

Natürlich sollten Menschen mit Asthma vor der Aufnahme des Trainings auch medikamentös eingestellt sein, sollte eine Dauermedikation erforderlich sein. Verordnet der Arzt Medikamente zur dauerhaften Einnahme, sollte der Betroffene diese gewissenhaft nehmen – am besten nicht später als drei bis vier Stunden vor dem Training.

Zum Sport sollten Menschen mit Asthma zudem immer ein Notfallmedikament (Spray) mitnehmen, das die Bronchien erweitert und bei Bedarf inhaliert werden kann. Die Gewissheit, im Fall eines Falles auf dieses Spray zurückgreifen zu können, verleiht den Betroffenen zudem eine gewisse Sicherheit. Das wiederum wirkt sich auch auf das Asthma aus, denn auch die psychische Verfassung kann einen großen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden haben. Wichtig ist auch, beim Sport die richtige Atemtechnik anzuwenden, d. h. in den Bauch zu atmen und bei starker Belastung mit der Lippenbremse auszuatmen.

Nach dem Training

Nach dem Training sollte die Belastung langsam reduziert werden. Der Betroffene sollte mit der Lippenbremse ausatmen und wenn nötig eine atemerleichternde Körperhaltung wie beispielsweise die Torwartstellung oder den Kutschersitz einnehmen, so die Empfehlung der Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz. Zudem sollten Asthma-Patienten zum Abkühlen Dehnübungen machen und die verlorene Flüssigkeit durch viel Trinken (z. B. Tee oder Wasser) wieder ausgleichen. Um sich nicht zu erkälten, sollte die verschwitze Kleidung schnell ausgezogen werden.

Quelle: Allergikus 3/2014

27.01.15

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