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Atemnot

Atembeschwerden (Dyspnoe) gibt es in unterschiedlichen Schweregraden – von Kurzatmigkeit bei kleinen Anstrengungen bis hin zu Erstickungsgefühlen. In letzterem Fall kann die Luftnot mit echter Todesangst einhergehen. In ersterem Fall kann auch lediglich eine mangelnde Fitness verantwortlich sein. Je häufiger ein Mensch jedoch unter Atemnot leidet, desto wahrscheinlicher ist, dass eine Erkrankung dahintersteckt. Da Atembeschwerden sehr subjektiv sind, versuchen die Mediziner sie je nach empfundener Schwere in bestimmte Kategorien einzuordnen. Eine dieser Einordnungsmöglichkeiten ist die sogenannte ATS-Skala der amerikanischen Thorax-Gesellschaft (American Thoracic Society): Menschen, die keine Dyspnoe haben, werden bei Grad Null eingeordnet. Sie empfinden außer bei starker körperlicher Anstrengung keine Atemnot. Grad eins bezeichnet eine milde Dyspnoe. Diese Betroffenen werden kurzatmig, wenn sie schnell gehen oder bei leichter Steigung bergauf gehen. Betroffene mit einer mäßigen Dyspnoe auf Grad zwei dieser Skala werden schon beim Gehen auf ebenem Grund kurzatmig und benötigen schon bei selbst gewählter Geschwindigkeit häufig Pausen. Menschen mit einer schweren Dyspnoe werden bei Grad drei eingeordnet: Sie brauchen schon nach etwa 100 Metern beziehungsweise wenigen Minuten Gehen eine Pause. Als eine sehr schwere Dyspnoe gilt, wenn Menschen zu kurzatmig sind, um überhaupt das Haus zu verlassen oder sich an- und auszuziehen und wenn sie schon beim Reden Luftnot empfinden. Diese Betroffenen werden auf der Skala bei Grad fünf eingeordnet. Häufig treten Atembeschwerden im Zusammenhang mit Herz- und Lungenerkrankungen auf. Herzschwäche, koronare Herzerkrankung, Herzmuskelentzündungen, Asthma, Bronchitis, Chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenödeme, Staublunge und viele andere Erkrankungen in diesem Bereich sind mit Atembeschwerden verbunden. Ähnliches gilt für Infektionskrankheiten der Atemwege, zum Beispiel Tuberkulose, Keuchhusten oder Diphtherie. Auch psychische Ursachen wie zum Beispiel Angstneurosen können Atemnot auslösen. Wer mit Atembeschwerden zu kämpfen hat, sollte grundsätzlich das Rauchen aufgeben und schlecht belüftete Räume vermeiden. Wenn die Atemnot sehr stark ist, kann der Arzt dem Betroffenen auch ein Sauerstoffgerät verordnen.

25.02.11

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