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Einfache Atemtechnik gegen Atemnot

COPD-Patienten können Atemnot im Alltag oft mit einer einfachen Atemtechnik – der sog. dosierten Lippenbremse – lindern. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin. „Setzen Sie die Lippenbremse auf jeden Fall immer dann ein, wenn Sie etwas machen, dass Sie außer Atem bringt“, rät der Experte für pneumologische Rehabilitation, Dr. Konrad Schulz. Entscheidend sei es, die Methode präventiv zu verwenden, also bevor die Kurzatmigkeit eingetreten sei. Sie wirkt aber auch wenn die Luftnot zunehmen sollte.

„Insbesondere bei COPD neigen die durch die Erkrankung instabil gewordenen Bronchien dazu, beim Ausatmen zusammenzuklappen, was die Atmung stark erschwert“, erklärt Dr. Schulz. Zweck der dosierten Lippenbremse sei es, dieses Kollabieren zu verhindern, indem die Luft beim Ausatmen mit den Lippen etwas abgebremst und so ein leichter Widerstand aufgebaut werde. „Um die dosierte Lippenbremse durchzuführen, legt man bei der Ausatmung durch den Mund die Lippen locker aufeinander, sodass ein leises Strömungsgeräusch entsteht. Dabei die Lippen nicht zusammenpressen und darauf achten, dass man möglichst langsam ausatmet, um die Dauer des Ausatmens bewusst zu verlängern. Das verringert die Atemnot oft spürbar – die Betroffenen werden ruhiger und weniger verkrampft atmen.“

Insbesondere Patienten mit einer COPD und einem Lungenemphysem (= Überblähung der Lunge, Erweiterung der Lungenbläschen) sollten die Lippenbremse außerhalb der Atemnotsituation trainieren. „Üben Sie diese Technik konsequent und regelmäßig, damit Sie diese bei jeder Form von Belastung sicher und automatisch anwenden können“, empfiehlt Dr. Schulz.

Quelle: Ratgeber COPD und Asthma 2012

29.12.12

COPD Therapie: Krebsmedikament wirksam bei chronischen Lungenerkrankungen wie COPD
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