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Ausdauersport und Atemtherapie bei Asthma und COPD

Asthmatiker, die Sport treiben, können ihre Erkrankung besser unter Kontrolle bringen als solche, die ausschließlich Medikamente einnehmen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin.

Eine aktuelle Studie (erschienen im European Respiratory Journal) habe gezeigt, dass Patienten, die zunächst dreimal pro Woche unter Anleitung und dann fünfmal pro Woche selbstständig ein herzfrequenzgesteuertes Ausdauertraining absolvieren – und zudem einmal pro Woche Krafttraining machen – , ihren Gesundheitszustand deutlich verbessern. Dies beziehe sich nicht nur auf die Asthmakontrolle, so Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP, sondern auch auf ihre Lebensqualität und ihre physische bzw. aerobe Fitness.

Eine gute Asthmakontrolle bedeutet, so Prof. Köhler, dass Beschwerden wie pfeifende Atemgeräusche, Husten, Kurzatmigkeit, Engegefühl oder Schmerzen in der Brust vor allem nachts nur noch selten bis gar nicht mehr auftreten und dass der Patient weniger Notfallmedikamente benötigt.

Bisher war der Nutzen von körperlichem Training bei Asthma weniger gut belegt als beispielsweise bei der chronischen Lungenerkrankung COPD. „Es gibt nach wie vor viele Asthmatiker, die trotz optimaler Medikation und Patientenschulung keine ausreichende Asthmakontrolle erreichen, die also häufig Beschwerden bis hin zu plötzlichen Asthmaanfällen erleiden“, erklärt Prof. Köhler. „Diese Studie beweist, dass Ausdauertraining einen wichtigen Beitrag liefern kann, um die Asthmakontrolle, Lebensqualität und körperliche Leistungsfähigkeit der Patienten zu verbessern.

Zu den wichtigen Bausteinen der Rehabilitation gehören auch die Atemphysiotherapie und die Patientenschulung. Das Ziel physiotherapeutischer Atemtherapie ist die bestmögliche Wiederherstellung und Erhaltung uneingeschränkter Atmung. In den Patientenschulungen kann man seine Erkrankung besser kennen – und verstehen lernen. Der Patient erfährt beispielsweise mehr über die richtige Inhalationstechnik und die Wirkungen der wichtigsten Medikamente. Eine solche Schulung vermittelt nicht nur theoretisches Wissen über Asthma oder COPD, sondern sie fördert auch den praktischen Umgang mit der Erkrankung.

Für Asthmatiker gibt es z. B. das Programm NASA (Nationales Ambulantes Schulungsprogramm für erwachsene Asthmatiker), für COPD-Patienten beispielsweise COBRA (Chronisch obstruktive Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem – Ambulante Schulung für COPD-Patienten). Für Kinder werden besondere Asthma-Schulungsprogramme angeboten. Viele Fachärzte, Kliniken und Selbsthilfegruppen bieten solche Schulungen an.

Quelle: Allergikus 3/2011

11.10.11

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