- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Rheuma|Orthopädie - Bandscheibenvorfall - News - Der Ursache auf der Spur - Moderne Diagnoseverfahren ermöglichen gezielte Therapie

Der Ursache auf der Spur - Moderne Diagnoseverfahren ermöglichen gezielte Therapie

Ob Verspannungen, Bandscheibenvorfälle oder Instabilitäten der Wirbelsäule – heutzutage existieren für jede Art von Rückenschmerzen passende Behandlungsmethoden. „Doch für eine dauerhafte Linderung der Beschwerden reicht es nicht aus, Patienten nach einem standardisierten Vorgehen zu behandeln“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde in München. „Vor jeder Behandlung muss eine ausführliche Diagnose stehen, um nachfolgende Schritte gezielt auf den jeweiligen Patienten abstimmen zu können.“

- Anzeige -

Schmerzanamnese gibt erste Anhaltspunkte

Am Anfang jeder Untersuchung steht ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient. Durch die sogenannte Schmerzanamnese macht der Arzt sich ein Bild vom bisherigen Krankheitsverlauf, der Schmerzintensität und lokalisierung. „Es ist wichtig, im Gespräch Vertrauen auf und mögliche Hemmschwellen abzubauen. Denn je mehr Patienten von sich preisgeben und selber nachfragen, umso besser können wir auf ihre Situation schließen“, sagt Dr. Schneiderhan. Um das Gespräch in gezielte Bahnen zu lenken und die Ergebnisse festzuhalten, zählt ein Schmerzfragebogen, den Arzt und Patient gemeinsam ausfüllen, zu den üblichen Methoden. Wichtig: Trotz dieser Standardisierung ergibt sich immer ein subjektives Bild, da jeder Mensch Schmerzen anders empfindet.

Bildgebende Verfahren zeigen veränderte Strukturen

Bei Untersuchungen des Rückens zählt die strahlungsfreie Kernspin- oder Magnetresonanztomographie (MRT) heutzutage zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren. Bei dieser Methode bringen starke Magnetfelder die Wasserstoffkerne im Körper zum Schwingen. Durch den unterschiedlichen Wasserstoffgehalt lassen sich die einzelnen Gewebe auf den entstehenden Schnittbildern gut voneinander abgrenzen. „Wir setzen die MRT vor allem zur diagnostischen Betrachtung von Weichteilen wie Bandscheiben, eingeengten Nerven, Tumoren oder entzündlichen Schwellungen ein“, erklärt der Wirbelsäulenexperte. Beim Röntgen dagegen zeigen sich vor allem Abnutzungserscheinungen, Fehlstellungen und Brüche sowie feinste Veränderungen an Knochen. Spezielle Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln und Bewegungen zeigen darüber hinaus weitere Details wie Nervenaustrittlöcher oder das Ausmaß von Gleitwirbeln. Obwohl die Strahlenbelastung durch Weiterentwicklungen der Röntgengeräte – zum Beispiel durch die Digitalisierung der Bilder – in den vergangenen Jahren abgenommen hat, gilt es nach wie vor, überflüssige Aufnahmen zu vermeiden. „Dennoch gilt Röntgen noch immer als unverzichtbare Untersuchungsmethode bei bestimmten Krankheitsbildern“, erklärt Dr. Schneiderhan, in dessen Praxisklinik ausschließlich digitales Röntgen Anwendung findet. Der Orthopäde rät allen Patienten zu einem Röntgenpass. In diesem hält jeder Arzt die Untersuchung fest, sodass jeder weitere Arzt schnell erkennt, in welchen Praxen aktuelle Röntgenbilder vorliegen und gegebenenfalls angefordert werden können. Ebenfalls mit Röntgenstrahlen arbeitet die Computertomographie (CT). Im Unterschied zum klassischen Verfahren nehmen Ärzte mithilfe einer kreisenden Röntgenröhre schichtweise Bilder auf. Dadurch entstehen viele Aufnahmen, welche jeweils einen Querschnitt der Wirbelsäule abbilden. Mittels moderner Geräte lassen sich die Aufnahmen bei Bedarf auch zu einem dreidimensionalen Bild zusammensetzen, welches beispielsweise die Planung von größeren Operationen unterstützt. Auch Knochendichtemessungen erfolgen mit Röntgenwellen. Jedoch erfordert diese Messung nur einen einzigen Strahl, sodass die Belastung nur ein Siebzigstel einer normalen Röntgenuntersuchung beträgt. Für Osteoporosepatienten empfiehlt es sich, diese Untersuchung alle neun bis zwölf Monate durchführen zu lassen.

Wirbelsäulenvermessung deckt Fehlstellungen auf

Bei der 4-D-Wirbelsäulenvermessung handelt es sich um ein optisches Messverfahren, welches bei Wirbelsäulenfehlstellungen und -verformungen, chronischen Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerz sowie wiederkehrenden Muskelverspannungen zum Einsatz kommt. Mithilfe eines speziellen Gerätes vermisst der Arzt millimetergenau Lage und Form der Wirbelsäule. Dabei zeichnet ein Projektor ein Lichtraster auf den Rücken des Patienten. Mithilfe einer Videokamera erfasst der Arzt das entstehende Raster. Auf dem Monitor erscheint ein dreidimensionales Bild des Rückens, auf dem sich Abweichungen vom Lot und Verformungen der Wirbelsäule schnell erkennen lassen. Zusätzlich stehen Patienten bei der Untersuchung auf einer höhenverstellbaren, beweglichen Platte, mit welcher sich Korrekturen – zum Beispiel Längenausgleich an den Beinen – und deren Auswirkungen auf die Wirbelsäule simulieren lassen. Sowohl bei der ersten Diagnostik als auch für regelmäßige Kontrollen des Krankheitsverlaufs bietet sich die Wirbelsäulenvermessung an. Im Gegensatz zur klassischen 3-D-Vermessung ermöglicht das 4-D-Verfahren zusätzlich die Aufzeichnung von kurzen Bewegungssequenzen. Dadurch zeigt sich zum Beispiel die Ausgeprägtheit von Gleitwirbeln.

Abhängig davon, welche Ergebnisse die ersten Untersuchungen zeigen, folgen entsprechende Therapiemaßnahmen. Je früher die Behandlung der eigentlichen Ursache erfolgt, desto besser stehen die Chancen für eine dauerhafte Linderung der Rückenschmerzen.

Buchtipp: Dr. med. Reinhard Schneiderhan „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“
Klaus Oberbeil Verlag, 264 Seiten, durchgehend farbig, € 19,90, ISBN: 978-3980238922

Quelle: Praxis Dr. med. Schneiderhan und Kollegen

28.01.09

Newsletter An-/Abmeldung

Code: UBHU

- Anzeige -

Kliniken in Ihrer Nähe

Schriftzug Anzeige