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Neuer Ansatz zur Behandlung von Neurodermitis

Eine umfassende wissenschaftliche Studie zu Neurodermitis hat jetzt drei Gene identifiziert, die dazu beitragen, das Risiko für diese chronische Hauterkrankung zu erhöhen. Zwei der Gene tragen dazu bei, die natürliche Hautbarriere aufrecht zu erhalten. Das dritte gefundene Gen beeinflusst die Immunregulation und auch die Entstehung von Asthma und Allergien. So informiert die Exzellenzcluster Entzündungsforschung.

Den Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) Campus Kiel und des Exzellenzclusters Entzündungsforschung ist es in Zusammenarbeit mit weiteren Forschern aus Europa, Nordamerika und Australien gelungen, diese Genvarianten zu identifizieren. Bei dieser Studie wurden mehr als 10.000 Patienten und 40.000 Gesunde untersucht.

Mit einer geschätzten Häufigkeit von ca. 20 % bei Kindern und ca. 5 % bei Erwachsenen ist die Neurodermitis in westlichen Industrienationen eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Sie geht oft der Entwicklung von Heuschnupfen und Asthma voraus und ist mit einer Reihe anderer Erkrankungen assoziiert. Ein großer Teil des Risikos, Neurodermitis und Allergien zu entwickeln, wird vererbt. In Kombination mit Umwelteinflüssen kommt es zur Krankheitsentstehung.

Unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Weidinger (Hautklinik UKSH Campus Kiel) und weiteren Wissenschaftlern wurde im Rahmen des EAGLE-Konsortiums (EArly Genetics and Lifecourse Epidemiology) diese weltweit größte genetische Studie zu Neurodermitis durchgeführt. Die Forscherinnen und Forscher haben in zwei Jahren das gesamte Erbgut der Studienteilnehmer untersucht. Dabei zeigten drei bislang nicht mit Neurodermitis in Zusammenhang gebrachte Genvarianten deutliche Effekte auf das Krankheitsrisiko.

Zwei dieser Varianten spielen eine Rolle für die Aufrechterhaltung der natürlichen Hautbarriere, während die dritte Genvariante Auswirkungen auf die Immunregulation hat und in der Vergangenheit schon mit Asthma- und Allergieentstehung in Verbindung gebracht wurde. „Bisher kannten wir zwei gut untersuchte Risikogene, die wir nun auch erneut bestätigen konnten; dazu kommen drei neue Risikogene, die wir identifiziert haben“, so das Fazit von Prof. Weidinger. Die Forscher wollen das neu erworbene Wissen nutzen, um die Prävention und Diagnostik der Neurodermitis zu verbessern und so neue Therapieansätze zu entwickeln.

Quelle: Allergikus 1/12

09.04.12

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