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Patienteninformationen

Alles über Behinderung

1. Experteninterview zu Partnerschaft und Sexualität nach Schlaganfall

Hartwig Marx: Die partnerschaftliche Liebe kann sowohl durch das Erleben der aktuellen Krankheitssituation als auch durch die Schwere der Erkrankungs- und Behandlungsfolgen eines Schlaganfalls erheblich gestört sein. Die Trennung eines Paares durch Krankenhausaufenthalt und Rehabilitationsmaßnahmen wirkt sich ebenfalls auf die Beziehung aus. Wie groß der Schrecken der Traumatisierung durch den Schlaganfall und seine physischen und therapiebedingten Folgen sind, ist unterschiedlich:War die Beziehung bereichernd, wird die Trennung mit Sehnsüchten ausgefüllt sein. Versteht man eine Beziehung synergetisch, also für beide Partner bereichernd, so ist sie u. a. durch Identifikation, An- genommenheit, Hingezogenheit und Zugehörigkeit gekennzeichnet. War die Beziehung symbiotisch und erschöpft, werden in der Trennung aufgrund der Behandlungssituation Verlustängste auftreten. Eine große Rolle spielt die eigene Haltung: Ist der Fokus der Aufmerksamkeit auf die verbliebenen körperlichen und geistigen Ressourcen nach dem Schlaganfall gerichtet? Oder werden stattdessen vor allem Behinderungen und Defizite wahrgenommen und daraus die Begrenzungen der Liebe und Partnerschaft abgeleitet

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