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Blutuntersuchung

Im Blut befinden sich sehr viele Bestandteile, die bei einer Blutuntersuchung Hinweise auf mögliche Erkrankungen geben können. In einem erwachsenen menschlichen Körper, abhängig von Größe bzw. Gewicht, fließen rund 5 bis 6 Liter Blut. Im Rahmen einer Blutuntersuchung können mit einer geringen Menge wichtige Informationen gewonnen werden.

In 2 Millilitern Vollblut kann der Arzt mithilfe verschiedener Blutuntersuchungen viele Parameter bestimmen. Die meisten Werte lassen sich anhand des Vollbluts erheben, für einige Werte innerhalb der Blutuntersuchung ist jedoch das Serum oder das Blutplasma nötig. Chemisch betrachtet ist Blut eine Mixtur aus Wasser mit gelösten Nährstoffen, Vitaminen, Gasen und Elektrolyten und zellulären Bestandteilen.

Durchführung einer Blutuntersuchung

Bei einer Blutuntersuchung werden die einzelnen Bestandteile des Blutes überprüft. Sind bei der Blutuntersuchung Abweichungen von der Norm zu erkennen, können die Werte dem Arzt einen ersten Hinweis auf eine Erkrankung geben. Bei der Immunabwehr spielen die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) eine wichtige Rolle. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die den Sauerstoff aus den Lungen im ganzen Körper verteilen, spielen eine wichtige Rolle bei der Diagnostik und geben bei der Blutuntersuchung wertvolle Informationen. Die Thrombozyten (Blutplättchen) sind dafür zuständig, dass das Blut gerinnt, sich Wunden schließen.

Bei der Blutuntersuchung unterscheidet man je nachdem, welche Bestandteile des Blutes geprüft werden, das kleine Blutbild und das große Blutbild. Während das kleine Blutbild die Untersuchung von Leukozyten, Thrombozyten, Erythrozyten und Hämatokrit (Zellanteil im Blut) beinhaltet, wird beim großen Blutbild zusätzlich die Aufteilung der einzelnen Leukozytenarten genauer betrachtet. Daher spricht man beim großen Blutbild vom Differenzial-Blutbild.

Blutuntersuchung: Kleines Blutbild

Das kleine Blutbild gehört zu den gängigen Diagnosemöglichkeiten. Zudem ist diese Blutuntersuchung Bestandteil zahlreicher Routineuntersuchungen. Ein kleines Blutbild während der Blutuntersuchung wird daher nicht nur bei einem Verdacht auf eine Störung innerhalb der Blutzellenproduktion vorgenommen, sondern kommt auch im Rahmen der allgemeinen Gesundheitsvorsorge zum Zuge. Nicht selten gibt diese Blutuntersuchung dem Arzt eine erste Orientierung, wenn ein Patient mit Infektionen oder Tumoren vorstellig wird, über Blutgerinnungsstörungen klagt oder der Verlauf von Krankheiten kontrolliert werden soll. Über folgende Werte informiert das kleine Blutbild bei der Blutuntersuchung:

  • über die Menge der Blutplättchen (Thrombozyten), sowie über die roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten)
  • über die Anzahl aller festen Bestandteile des Blutes in Relation zum Blutvolumen, was bei der Blutuntersuchung als Hämatokritwert ausgedrückt wird
  • über die Menge des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) im Allgemeinen sowie die Konzentration (MCHC) und das Volumen (MCV) des Hämoglobins innerhalb eines einzelnen roten Blutkörperchens
  • über den absoluten Hämoglobingehalt in einem roten Blutkörperchen (MCH)

Der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) spielt bei der Blutuntersuchung und bei der Diagnose von Krankheiten eine wichtige Rolle, denn er dient als Träger von Sauerstoff. Wird durch die Blutuntersuchung festgestellt, dass sein Wert zu gering ist, was als Blutarmut (Anämie) bezeichnet wird, können die Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Abweichungen bei der Anzahl der Thrombozyten (Blutplättchen) bei der Blutuntersuchung können ebenso wie das Volumen einen entscheidenden Hinweis auf ein Krankheitsgeschehen im Organismus geben.

Weisen die Blutplättchen einen Wert von unter 150.000 je Mikroliter Blut bei der Blutuntersuchung auf, funktioniert die Blutgerinnung nicht mehr optimal. Die Abdichtung von Wunden gelingt nicht mehr so schnell, denn sowohl die zelleigene Gerinnung als auch die Verklebung der Verletzungsränder ist vermindert. Bei einer sehr stark verringerten Thrombozytenanzahl kann es gar zu lebensbedrohlichen Spontanblutungen kommen.

Neben den Erythrozyten und Thrombozyten gibt auch die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) dem Arzt bei der Blutuntersuchung Aufschluss über das Vorliegen eventueller Krankheiten. Oft wird bei Auffälligkeiten direkt eine weitere Blutuntersuchung, das sogenannte große Blutbild angeordnet, um die Zusammensetzung der einzelnen Leukozytenarten genauer zu differenzieren und so Rückschlüsse auf die Erkrankung ziehen zu können. Die Auswertung der Blutuntersuchung für das kleine Blutbild erfolgt vollautomatisch, auch das große Blutbild kann von einer Maschine vollautomatisch ausgewertet werden, aber ebenso händisch unter dem Lichtmikroskop erfolgen.

Blutuntersuchung: Großes Blutbild

Neben den Werten des kleinen Blutbildes werden bei der Blutuntersuchung des großen Blutbildes auch noch die unterschiedlichen Leukozytenarten in ihrer quantitativen Zusammensetzung im Blut erfasst. Da Leukozyten (weiße Blutkörperchen) mit der Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Strukturen betraut sind, werden sie häufig als Immunzellen bezeichnet.

In der Regel verfügt der erwachsene Mensch je Mikroliter Blut über ca. 4.000 bis 10.000 Leukozyten. Deckt die Blutuntersuchung eine Überschreitung dieser Werte an, kann das ein Hinweis auf einen infektiösen Prozess mit einer akuten Entzündung im Körper sein. Ist der Wert der Leukozyten bei der Blutuntersuchung vermindert, kann das auf eine infektiöse Krankheit hindeuten stehen. Wird bei der Blutuntersuchung eine starke Unterschreitung des Normwertes festgestellt, ist dies ein Hinweis, dass die Infektionsgefahr deutlich erhöht ist. Der Körper kann gegen eindringende Krankheitserreger nicht mehr mithilfe der weißen Blutkörperchen agieren, Krankheitserreger können sich leichter verbreiten.

Judith Schomaker

05.02.13

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