Grundsätzlich darf jeder Arzt Blutzucker- Teststreifen in der Menge verordnen, die er für medizinisch angemessen hält. Die Ärzte müssen allerdings darauf achten, dass die Verschreibungen zulasten der gesetzlichen Krankenkassen sinnvoll und wirtschaftlich sind.
Wer Gedächtnisproblemen im Alter vorbeugen will, sollte auf gute Blutzuckerwerte achten, rät das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" unter Berufung auf Ergebnisse einer US-Studie. Forscher der New Yorker Columbia-Universität wiesen nach, dass bei erhöhten Blutzuckerspiegeln bestimmte Hirnbereiche weniger aktiv sind, die für die Gedächtnisleistung wichtig sind.
Blutmessungen in Apotheken sind sehr zuverlässig. Dies bestätigen erneut Ringversuche des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker e.V. (ZL) in Eschborn. "Die Apotheken arbeiten genau und erfüllen die gleichen Qualitätskriterien wie andere Labore. Patienten können den Apotheken auch bei Blutuntersuchungen vertrauen", so Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Wissenschaftlicher Leiter des ZL.
Menschen mit Diabetes vom Typ 2, deren Behandlung meistens mit Diät und Tabletten auskommt, sollten besser über ihre Blutzuckerwerte Bescheid wissen. Dazu rät Professor Dr. Oliver Schnell vom Institut für Diabetesforschung, München, im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber".
Typ 2-Diabetiker sind per se Hochrisikopatienten. Dem muss in der Praxis durch eine engmaschige Kontrolle und eine strikte Behandlung Rechnung getragen werden. Die Patienten profitieren eindeutig von der Blutzucker-Selbstmessung und brauchen eine strikte glykämische Einstellung, wobei auch die kardiovaskulären Risiken minimiert werden sollten. Und sie brauchen eine konsequente und umfassende Blutdruckkontrolle, wie die Experten bei einem Symposium bei der AND-Tagung in Bonn betonten.
Wer als Diabetiker mehrmals täglich einen kleinen Blutstropfen für eine Blutzuckerselbstmessung benötigt, würde den dazu notwendigen Piks gern nicht immer seinen empfindlichen Fingerkuppen zumuten. Doch nicht für alle Diabetiker eignen sich alternative Stechareale.
Viele Diabetiker müssen mehrmals täglich ihren Blutzuckerwert messen, um ihre Behandlung optimal zu steuern. Dazu stechen sie die Haut an, um einen kleinen Blutstropfen zu gewinnen. Besonders geeignet sind die gut durchbluteten Fingerkuppen, aus denen sich schon mit einem winzigen Stich die nötige Menge gewinnen lässt.
Bisher gibt es keine Insulinpumpen, die selbstständig auf Blutzuckerschwankungen reagieren. Der Diabetiker muss immer noch selbst den Blutzucker messen und die Insulingabe anpassen. Welchen Diabetikern Insulinpumpen besonders nützen, berichtete die Neue Apotheken Illustrierte.
Die "7" war für Diabetiker eine magische Zahl. Kam aus dem Labor die Bestätigung, dass der Blutzucker-Langzweitwert - der "HbA1c" - unter 7 Prozent lag, machte das Arzt und Patient zufrieden. Denn das bedeutete eine gute Zuckereinstellung.
Zucker, wissenschaftlich ausgedrückt Kohlenhydrate, stehen im Mittelpunkt der Diättherapie. Sie lassen den Blutzuckerspiegel unterschiedlich stark ansteigen. Die größte Wirkung auf den Blutglukosespiegel haben Kohlenhydrate aus der Nahrung. Sie werden im Darm zu Glukose aufgespalten und gelangen über die Darmwand ins Blut.
Etwa jeder achte Apothekenkunde hat erhöhte Blutzuckerwerte, aber viele wissen nichts davon, so das Ergebnis mehrerer Studien in Apotheken. "Wir kennen unsere Patienten sehr gut und können sie bei einem erhöhten Diabetes-Risiko gezielt ansprechen.
Ob jemand an Diabetes erkrankt ist, kann aber nur der Arzt diagnostizieren", so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer.
Intensivpatienten haben oftmals erhöhte Blutzuckerwerte, welche die Gesundheit zusätzlich gefährden können. Einigen Studien zufolge soll eine strenge Blutzuckerkontrolle und frühzeitige Insulingabe die Überlebenschancen verbessern.
Die Insulinausschüttung bei Mahlzeiten wird nicht nur durch den Anstieg der Blutzuckerkonzentrationen im Körper des Menschen ausgelöst, sondern auch durch Signale aus dem Magen-Darm-Trakt: den Inkretinhormonen.
Berlin (AP) Bei der Therapie von Diabetes Typ 2 sollten Ärzte neben dem Blutzucker auch weitere Probleme wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte berücksichtigen. Eine solche multifaktorielle Therapie erhöht einer Studie zufolge die Lebenserwartung der Patienten.
Wer sich ballaststoffreich ernährt, senkt sein Risiko für Typ-2-Diabetes, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". Die häufigste Form der Zuckerkrankheit ist stark von der
Ernährung abhängig.
Die "7" war für Diabetiker eine magische Zahl.
Kam aus dem Labor die Bestätigung, dass der Blutzucker-Langzweitwert - der "HbA1c" - unter 7 Prozent lag, machte das Arzt und Patient zufrieden. Denn das bedeutete eine gute Zuckereinstellung. Seit dem 1. April heißt es umlernen.
Eine einzige Orange kann den Blutzucker-Messwert verdoppeln - wenn man sich nach dem Schälen nicht die Hände wäscht. Darauf weist das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" hin.
Frankfurt/Main (AP) Diabetiker müssen ihren Zuckerspiegel nur in Ausnahmefällen auch nachts kontrollieren. Sinnvoll ist dies etwa denn, wenn tagsüber viel Sport getrieben oder abends Alkohol getrunken wurde, wie der Münchner Diabetologe Helmut Pillin in der Apothekenzeitschrift «Diabetiker Ratgeber» betont.
Bochum (AP) Etwa die Hälfte aller Diabeter erleidet Nervenschäden. Die Ursache diese sogenannten diabetischen Neuropathie sehen Experten neben chronisch erhöhten Blutzuckerwerten auch in einem Mangel an dem Vitamin-B1. Eine Studie verspricht jetzt Besserung durch die Einnahme des Wirkstoffes Benfotiamin, wie die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie erklärt.
Diabetiker, die vergessen haben, ihre blutzuckersenkende Tablette einzunehmen, dürfen beim nächsten Mal nicht einfach die doppelte Dosis nehmen. "Dadurch riskieren Sie eine Unterzuckerung",
Normalerweise sinkt beim Sport der Blutzucker. Damit rechnet ein gut geschulter Diabetiker und passt seine Ernährung und die Medikamente entsprechend an. Aber sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetikern kann der Blutzucker während des Sports auch in die Höhe gehen.
Was passiert, wenn mein Blutzucker im Schlaf stark sinkt und ich nicht aufwache? Eine Angst, die viele Diabetiker umtreibt. Sollte man den Zuckerspiegel daher zur Sicherheit auch nachts kontrollieren? Der Münchner Diabetologe Dr. Helmut Pillin hält das nur in speziellen Fällen für nötig: Etwa wenn jemand tagsüber viel Sport getrieben hat oder nach abendlichem Alkoholgenuss.
Etwas Obst zwischendurch ist auch für Diabetiker eine gesunde Sache. Aber sie müssen den Zuckergehalt beachten. „Als Zwischenmahlzeit sollten Sie nicht mehr als zwei Handvoll Früchte auf einmal essen. Das sind z. B. ein großer oder zwei kleine Äpfel“, erklärt Dr. Astrid Tombek im Gespräch mit dem Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber.
Müsli hat ein besonders gesundes Image. Vor allem Fertigmischungen sind aber häufig Kalorienbomben, kritisiert das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". Vor allem Müslis, die mit Schokolade oder Trockenfrüchten angereichert sind, liefern oft viel Fett und Kohlehydrate, die z.B. bei Diabetikern den Blutzucker in die Höhe schießen lassen.
Bei Diabetikern – insbesondere bei solchen, bei denen der Blutzucker schlecht eingestellt ist –besteht i. d. R. eine Verzögerung der Wundheilung. Zusätzlich haben die Betroffenen ein größeres Risiko, eine Infektion zu bekommen. Verursacht wird die verzögerte Wundheilung durch Durchblutungsstörungen, die vom Diabetes hervorgerufen werden können und durch eine geringere Zellteilungsrate der sog. Fibroblasten, die für die Neubildung von Gewebe zuständig sind.
Die Messgenauigkeit ihrer Blutzuckermessgeräte können Diabetiker mithilfe spezieller Kontrolllösungen überprüfen. Darauf wies Dr. med. Ingrid Helmstädter, Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologie hin. Diese Kontrolle kann notwendig werden, wenn Zweifel an den Messergebnissen bestehen oder wenn ein Gerät längere Zeit nicht benutzt wurde. Noch genauer sei ein Abgleich durch ein Gerät in der Praxis eines Diabetologen.
m Gehirn regulieren komplexe Mechanismen den Energiestoffwechsel. Sie sorgen unter anderem dafür, dass Organe ausreichend Blutzucker erhalten. Diese Vorgänge könnten einen größeren Einfluss auf Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes Typ 2 haben, als bisher angenommen.
Die Ernährung von Diabetikern des Typs 2 unterscheidet sich nicht wesentlich von einer allgemein gesunden Ernährung.
Aber um den Blutzucker unter Kontrolle zu halten, ist es für Diabetiker wichtig, auf Broteinheiten zu achten.
Grundlage für eine gute Diabetes-Therapie sind regelmäßige Blutzucker-Kontrollen. Zumeist muss dafür die Fingerkuppe herhalten. Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" empfiehlt, Zeigefinger und Daumen zu schonen, weil sie im Alltag am häufigsten gebraucht werden - und vor dem Messen unbedingt die Hände zu waschen.
Die Beipackzettel vieler Medikamente lösen bei den Patienten Angst und Unsicherheit aus. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Universität Witten/Herdecke.
Als Folge der Grunderkrankung Diabetes mellitus tritt bei Betroffenen nicht selten ein übermäßiges Schwitzen (sog. Sekundäre Hyperhidrose) auf. Dieses kann verschiedene Ursachen haben und daher in unterschiedlichen Zusammenhängen auftreten. Betroffene sollten mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten, ob das Schwitzen separat und gezielt behandelt werden sollte oder ob durch die Diabetesbehandlung als solche diese Folgeerscheinung in den Griff zu bekommen ist.
Nur 15 Prozent der zuckerkranken Migranten wissen laut einer aktuellen Studie, was Diabetes ist. Vielen fällt es schwer, selbst einfache Zusammenhänge zwischen Insulin und Blutzucker zu beschreiben.
Kohlenhydrate sind der Nahrungsbestandteil, an den Diabetiker die Dosis ihrer Medikamente, besonders das Insulin, anpassen müssen. Fett und Eiweiß, so wird es noch in den Schulungen gelehrt, hätten kaum Einfluss auf den Blutzucker.
Erkranken als Folge eines Diabetes mellitus die Nieren, hat dies einen großen Einfluss auf Lebenszeit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes. Leiden Betroffene an der sogenannten diabetischen Nephropathie, drohen ihnen nicht nur Nierenversagen und Dialyse.
Wenn bei der Blutzuckermessung die gewonnene Blutmenge nicht ausreicht, kann das dazu führen, dass der Diabetiker sich ganz umsonst gestochen hat: Wird zu wenig Blut auf den Teststreifen aufge-tragen, liefert die Messung entweder gar kein Ergebnis und ein neuer Streifen muss verwendet werden – der zuerst verwendete Teststreifen wandert in den Müll. Oder aber die Messung startet mit zu wenig Blut und es kommt zu einer Fehlmessung. Ein Problem für Diabetes-Patienten, die sich bei der Insu-lindosierung auf ein genaues Ergebnis ihres Messgeräts verlassen müssen.
Diabetiker sollten im Urlaub mehr Teststreifen für die Blutzuckerkontrolle dabei haben, als sie üblicherweise zuhause brauchen. Denn unterwegs sollten sie häufiger ihren Blutzucker messen, rät das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".
Blutzucker-Messgeräte werden künftig alle auf Plasma geeicht. Diese Meldung sorgte für Irritation bei vielen Diabetikern. Dabei ändert sich im Grunde nichts: Niemand braucht deswegen ein neues Messgerät - und auch der Piks in den Finger bleibt gleich. Denn die Eichung des Messgerätes erfolgt über die Teststreifen.
Die Empfehlung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Blutzucker-Teststreifen nur noch mit Insulin behandelten Diabetikern zu erstatten, hat Proteste bei Experten und Betroffenen ausgelöst.
Diabetes Typ 1 ist eine bislang unheilbare chronische Erkrankung, die häufig bereits im Kindesalter beginnt. Sie erfordert eine lebenslange Therapie, bei der die Betroffenen eine hohe Mitverantwortung tragen. Sie müssen mehrmals täglich ihren Blutzucker messen, Insulin spritzen, Ernährung und Bewegung anpassen. Die Prognose des Diabetes hängt sehr stark von einer konsequenten und erfolgreichen Durchführung der Therapiemaßnahmen ab.
Teststreifen zur Messung des Blutzuckers sollten immer sauber und trocken aufbewahrt werden, am besten gut verschlossen in der Originalverpackung. Dazu rät jetzt der Apotheker Dr. Martin Allwang im Magazin "Diabetes Ratgeber".
Wenn eine Änderung des Lebensstils den Blutzucker nicht senkt, benötigen Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus Medikamente. Dabei bleibt der „Klassiker“ Metformin allein die erste Wahl. Dies stellt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich der Publikation einer neuen US-Leitlinie fest.
Bislang galten für die Behandlung des Typ-2-Diabetes ein recht starres Zahlenkorsett und eine Vielzahl einengender Algorhythmen als Leitlinien zur Festlegung und Einhaltung des Langzeit-Blutzucker-Wertes. Doch diese sehr konkreten Einschränkungen und Anweisungen scheinen nicht mehr dem neuesten medizinischen Wissensstand zu genügen.
Bei der Entstehung von Diabetes mellitus gibt es Unterschiede zwischen Typ 1 und 2. Typ 1 ist u. a. genetisch bedingt und Typ 2 von Faktoren wie z. B. Fettleibigkeit abhängig.
Menschen mit Diabetes haben ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Dabei könnten erhöhte, aber auch zu tiefe Blutzuckerwerte eine Rolle spielen. Beides ist bei Diabetes häufig. "Schwere, anhaltende Unterzuckerungen können Gehirnzellen schädigen", sagt Privatdozent Dr. Daniel Kopf.
Eine gute Einstellung des Blutzuckers ist das A und O jeder Diabetestherapie. Wenn die Werte dauerhaft gut eingestellt sind, können Folgeerkrankungen und Langzeitschäden vermieden werden und man bekommt die nötige Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung.
Wer zu wenig Vitamin D im Blut hat, ist besonders gefährdet, an Diabetes zu erkranken. Das berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" auf seiner Internet-Seite. Bereits vor einiger Zeit wurde bekannt, dass ein Mangel an Vitamin D bei Kindern die Zuckerkrankheit fördert.
Auch Diabetiker dürfen die Sauna genießen – wenn sie ein paar Grundregeln einhalten, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Sowohl Insulin spritzende Zuckerkranke als auch mit bestimmten Tabletten behandelte müssen daran denken, dass das Schwitzen einen stärkeren Blutzuckerabfall verursachen kann. Mindestens zwei Stunden sollten zwischen der letzten Insulingabe und dem Saunabesuch vergangen sein. Auf jeden Fall empfiehlt sich, ein paar Traubenzuckerplättchen mitzunehmen. Saunaneulinge sollten zwischendurch ihren Blutzuckerspiegel messen, um zu erfahren, wie ihr Stoffwechsel auf die Hitze reagiert. Beim Schwitzen werden auch Stresshormone ausgeschüttet. Sie treiben den Blutzucker hoch. Wie sie konkret reagieren, müssen Diabetiker deshalb selbst erst einmal beobachten. Saunagenuss ohne Reue heißt für sie: Mit kühlem Kopf ins heiße Vergnügen.
Quelle: Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber
Eine völlig neuartige Gruppe von Diabetesmedikamenten ahmt eine seltene genetische Störung nach: Dabei wird der Blutzucker über die Nieren ausgeschieden, ohne dass es zur Unterzuckerung kommt. Die neuen Wirkstoffe könnten übergewichtigen Menschen mit Typ 2-Diabetes nutzen, da mit dem Blutzucker auch Kalorien verloren gehen. Welchen Stellenwert diese Medikamente einnehmen werden und ob die Therapie langfristig sicher ist, lässt sich nach Auskunft eines Experten aber noch nicht absehen.
Fast acht Millionen Deutsche haben Diabetes mellitus - und es werden immer mehr. Da die Blutzuckerkrankheit nach wie vor als unheilbar gilt, heißt es: Lernen, mit der Krankheit zu leben. Und das ist nicht immer so einfach. „Oft ist die Motivation, den Diabetes in den Griff zu bekommen bei den Betroffenen anfänglich enorm hoch.
Vor sechs Jahren empfahl die Amerikanische Diabetes Gemeinschaft, den Grenzwert für einen gestörten Nüchtern-Blutzucker von 110 mg/dl auf den derzeit gültigen Wert von 100 zu senken. Manche Mediziner halten den Wert für zu niedrig, um Diabetes-Risikopersonen gezielt zu identifizieren, andere halten einen Schwellenwert generell für unsinnig.
Viele Typ-1-Diabetiker kennen die Gefahr, nachts eine Hypoglykämie zu erleiden. Zwei Studien zeigen: Eine künstliche Bauchspeicheldrüse, ein sog. Closed-Loop-System, könnte dabei helfen, diese gefährlichen Unterzuckerungen zu verhindern. Ein solches System misst den Blutzucker und stellt die Insulinabgabe automatisch darauf ein.
Menschen mit Typ-1-Diabetes haben ein höheres Risiko, Nierenerkrankungen zu entwickeln. Jedoch gibt es bislang keine Therapie, mit der sich die schlechtere Nierenfunktion bei diesen Patienten vorbeugen lässt. In der Studie „Diabetes Control and Complications Trial“ (DCCT) an der Universität Washington untersuchen Dr. Ian de Boer und sein Team, ob eine intensive Diabetestherapie, die darauf ausgerichtet ist, den Blutzucker soweit wie möglich zu normalisieren, auch die Nierenfunktion bei Typ-1-Patienten erhalten kann.
Jenaer Nephrologe und Diabetologe für Diabetesfolgen-Forschung ausgezeichnet Jena. Professor Gunter Wolf, Direktor der Klinik für Innere Medizin III am Universitäts-klinikum Jena, ist am vergangenen Wochenende in Mainz mit dem Bürger-Büsing-Preis ausgezeichnet worden. Der wissenschaftliche Beirat der Heinz Bürger-Büsing-Stiftung würdigt damit die langjährigen Forschungsarbeiten des Jenaer Nephrologen und Diabetologen, in denen er die Entstehung der diabetischen Nephropathie untersucht hat, einer wichtigen Langzeitkomplikation des Diabetes mellitus.
Technischer Fortschritt ermöglicht Diabetikern heute Blutzucker-Selbstmessungen mit Messgeräten, die immer genauer sind. Allerdings können die gemessenen Werte zu Fehlern in der Diabetes-Therapie führen. Grund dafür sind zwei unterschiedliche Eichmethoden, auf die Hersteller die heute erhältlichen Mess-Systeme einstellen. Probleme treten insbesondere dann auf, wenn Patienten mit mehreren Messgeräten ihre Blutzucker-Werte bestimmen.
Die Diabetikerernährung unterscheidet sich kaum mehr von der Ernährung eines Gesunden. Ausgewogen sollte die Ernährung sein und Diabetiker müssen eben zusätzlich Blutzucker und Harnzucker kontrollieren. Hierbei hilft das Führen eines Tagebuches. Wichtig ist, dass Diabetiker ihr normales Körpergewicht erreichen bzw. halten.
Radfahren in den Alpen, Sonnenbaden am Ostseestrand, Klettern in den Rocky Mountains oder die Donau rauf und runter mit einem Kreuzfahrtschiff - die Vorstellungen von einem perfekten Sommerurlaub sind so verschieden wie die Urlauber selbst. Aber viele Menschen mit Diabetes verzichten noch immer auf ihren Traumurlaub, aus Angst, die Blutzuckerwerte könnten auf der Reise entgleisen.
Diabetes und Sport – geht denn das? Es geht nicht nur – Sport ist sogar das Allerbeste, was Diabetiker für ihren Körper tun können. Besonders für Typ 2-Diabetiker ist es wichtig, durch regelmäßige Bewegung neuen Schwung in ihren Stoffwechsel zu bringen. Neben der positiven Wirkung auf den Zuckerhaushalt verschwindet damit auch das lästige Übergewicht, mit dem viele zu kämpfen haben. So wird nicht nur der Diabetes an der Wurzel gepackt, auch Blutfette und Bluthochdruck werden reduziert und Gelenkbeschwerden deutlich gemildert. Manche Menschen haben jedoch einfach keinen Spaß am Sport. Doch auch sie können etwas für ihr Wohlbefinden tun: Wandern, Spaziergänge oder ein Stadtbummel steigern den Energiebedarf des Körpers ebenfalls und sind eine Wohltat für den Stoffwechsel. Wer sich bewegt, lebt einfach gesünder – und für Diabetiker gilt das ganz besonders.
Hülsenfrüchte wie Linsen lassen den Blutzucker nur langsam steigen und sind deshalb für Diabetiker besonders geeignet. Dies gelte besonders für frisch gekochte Linsen, hieß es. Diabetiker müssten für Linsen weniger Insulin einplanen – wie viel, das sollte jeder am besten selbst ausprobieren, indem er zwei und drei Stunden nach der Mahlzeit den Blutzuckerspiegel bestimme.
Diabetiker sollten auf längeren Flugreisen alle zwei bis drei Stunden ihren Blutzucker messen, rät Dr. Wulf Quester vom Diabeteszentrum Bad Oeynhausen im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". Stundenlanges Sitzen und der Flugstress lassen erfahrungsgemäß den Blutzucker steigen.
Eine Ketoazidose ist eine Stoffwechselentgleisung, die hauptsächlich bei Diabetikern auftritt. Fehlt Insulin oder die Reaktion darauf, gerät die Fettverbrennung außer Kontrolle und es entstehen als „Abfall“ Ketone. Der Körper versucht, diese Giftstoffe über den Urin auszuschwemmen, was zu einem starken Flüssigkeitsverlust führt. Auch über die Atmung will der Körper die Ketone loswerden: Es kommt zu einer sehr tiefen, geräuschvollen Atmung. Der Atem von Betroffenen riecht dabei streng nach Aceton (Nagellackentferner).
Erfahrene Diabetiker kennen bestimmte Symptome, die sie warnen, dass ihr Blutzucker zu weit abgesunken sein könnte: Schwitzen, Zittern, Herzklopfen sind dabei häufig.
Die IDF veröffentlichte heute ihren neuen weltweiten Leitfaden zur Behandlung von Diabetes, der auch auf das Glukosemanagement nach Mahlzeiten eingeht. In diesem Leitfaden wird betont, dass Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten genau beobachten sollten
Diabetiker sollten ihrer Schilddrüse besondere Aufmerksamkeit schenken. So haben Typ 1-Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Unter- und Überfunktionen des hormonaktiven Organs, erklärt Prof. Gerhard Hintze aus Bad Oldesloe im Diabetiker Ratgeber. Er rät allen Diabetikern, die Schilddrüsenwerte regelmäßig überprüfen zu lassen, insbesondere, wenn plötzlich Probleme mit der Blutzuckereinstellung auftauchen. So könne z. B. die Leber bei einer Überfunktion der Schilddrüse vermehrt Zucker ins Blut ausschütten. Immer wenn ein Diabetiker eine Veränderung seiner Blutzucker-Einstellung bemerkt, sollte daher auch an eine Störung der Schilddrüse gedacht werden. Diabetiker entwickeln besonders häufig Autoimmunkrankheiten wie z. B. Morbus Basedow. Deshalb sollte für Diabetiker eine jährliche Kontrolle der Schilddrüse selbstverständlich sein.
In Deutschland haben viele Menschen mit Typ-2-Diabetes trotz einer Insulintherapie zu hohe Blutzuckerwerte. Grund dafür ist, dass sich Patienten und Therapeuten häufig zu spät für eine Insulintherapie entscheiden und dann nicht immer die passende Therapieform wählen. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich der Veröffentlichung einer aktuellen bundesweiten Studie hin.
Der lang ersehnte Urlaub steht vor der Tür. Die Angst vor möglichen gesundheitlichen Problemen vor Ort lässt viele Diabetiker jedoch zögern, ihre Traumreise in die Ferne anzutreten. Doch diese Furcht ist unbegründet, wenn die Reise entsprechend vorbereitet ist und grundsätzliche Regeln beachtet werden.
Diabetiker müssen sich meistens mehrmals täglich den Blutzucker messen, um ihren Medikamentenbedarf festlegen zu können. Schon bei den Teststreifen beginnt es: Sie sollen trocken aufbewahrt werden, gehören also nicht ins Bad.
Diabetes mellitus kann zwar nicht geheilt werden, aber durch die richtige Therapie können die Symptome gelindert bzw. die Folgeerkrankungen weitestgehend vermieden werden.
Bioinformatiker von der Universität Saarbrücken entwickeln zur Zeit Computer-Algorithmen für die Auswertung von Atemanalysen. In fünf Jahren, so glauben sie, könnte die notwendige Hardware in ein Smartphone eingebaut werden. Dann ließen sich beispielsweise Bakterien und Tumore schneller und zuverlässiger bestimmen oder der Blutzuckergehalt per Pusten ins Smartphone überprüfen.
Blutzuckeranstieg: Das Wissen um den Glykämischen Index (GI) von Nahrungsmitteln hat in der letzten Zeit zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Kohlenhydrate aus verschiedenen Lebensmitteln gehen unterschiedlich schnell ins Blut. Der GI bewertet die blutzuckersteigernde Wirkung kohlenhydratreicher Lebensmittel.
Diabetiker können manchmal ohne ersichtlichen Grund tieftraurig oder auch euphorisch werden. Wenn sie dann ihren Blutzucker messen, stellen sie oft einen sehr niedrigen Wert fest.
Messgeräte, mit denen Diabetiker die Höhe ihres Blutzuckerspiegels bestimmen, dürfen mit ihren Ergebnissen 10 bis 15 Prozent von exakten Labormessungen abweichen. Grundsätzlich sollte jeder Diabetiker stets das selbe Messgerät verwenden und seine Therapie danach ausrichten.
Arzneimittel, die das Blut verdünnen und die den Blutzucker senken, sind in zwei Drittel aller Fälle verantwortlich, wenn ältere Menschen wegen Arzneimittel-Nebenwirkungen stationär behandelt werden müssen, berichtet das Patientenmagazin "HausArzt".
Beim Essen müssen Diabetiker kaum noch Einschränkungen hinnehmen. Mit Alkohol aber sollten sie weiterhin zurückhaltend sein. Der Grund: Die Leber speichert Zucker, den der Körper als Reserve nutzt, wenn der Blutzuckerspiegel zu tief absinkt.
Eine neue Studie zeigt: Der Erziehungsstil der Eltern ist sehr wichtig für die Kontrolle des Blutzuckers bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes. Forscher eines Diabetes-Centers in Israel haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Vätern mit einem autoritativen Erziehungsstil und einer verbesserten Kontrolle des Blutzuckers gibt, während ein Gefühl der Hilflosigkeit sowohl bei Vätern wie bei Müttern mit einer schlechteren glykämischen Kontrolle und einer geringeren Einhaltung der Therapie korrelierte, berichtet American Diabetes Associated.
Als Folge von Diabetes mellitus tritt nicht selten ein übermäßiges Schwitzen, die sog. Sekundäre Hyperhidrose auf. Diese kommt häufig im Zusammenhang mit einer Unterzuckerung vor. Sinkt der Blutzucker des Diabetikers zu stark ab, schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus und es kommt zu vermehrter Schweißabsonderung.
Dresden (ots) – Diabetiker erleiden zwei- bis dreimal so häufig einen Herzinfarkt oder Schlaganfall wie Nicht-Diabetiker und sie müssen mit schlimmeren Folgen rechnen. Obwohl langfristig 75 % aller Diabetiker an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall versterben und in Deutschland jährlich ca. 30.000 Diabetiker einen Herzinfarkt erleiden, haben die Betroffenen vom medizinischen Fortschritt bislang nur unzureichend profitiert.
Typ-1-Diabetiker regulieren ihren Blutzucker, indem sie zu jeder Mahlzeit Insulin spritzen. Wie viel, das legen sie selbstständig fest. Dabei achten sie vor allem auf den Kohlenhydratgehalt. Denn Fett und Eiweiß beeinflussen den Zucker gewöhnlich nicht. Was nicht immer stimmt, wie das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" berichtet.
Dass körperliche Aktivität den Blutzucker senkt, weiß jeder Diabetes-Patient aus eigener Erfahrung. Forscher aus Basel fanden jetzt heraus, auf welchem Weg die Muskelarbeit in
den Stoffwechsel eingreift. Wie das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" berichtet, produzieren aktive Muskeln einen Botenstoff, der ins Blut ausgeschüttet wird und im Darm die Produktion eines speziellen Hormons (GLP-1) stimuliert.
Nicht alle Kinder mit Diabetes müssen lebenslang Insulin spritzen.
Verzichtbar ist dies manchmal, wenn der Erkrankung eine genetische Störung zugrunde liegt. Die Diabetiker können den Blutzucker dann oft durch Tabletten kontrollieren. Manchmal sei gar keine Therapie notwendig, berichten Experten in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift".
Fast acht Millionen Deutsche haben Diabetes mellitus - und es werden immer mehr. Da die Blutzuckerkrankheit nach wie vor als unheilbar gilt, heißt es:
Lernen, mit der Krankheit zu leben. Und das ist nicht immer so einfach. „Oft ist die Motivation, den Diabetes in den Griff zu bekommen bei den Betroffenen anfänglich enorm hoch.
Auch Diabetiker dürfen das Schwitzbad in der Sauna genießen. Wer gut eingestellt ist und keine Folgeschäden hat, für den ist das Saunabaden meist kein Problem. "Häufig wirkt es sich kaum auf den Blutzucker aus", sagt Professor Eberhard Conradi, Präsident des Deutschen Sauna-Bundes e.V.
Eine gute Blutzuckereinstellung und regelmäßige Fußpflege können schlecht heilende Fußgeschwüre verhindern. Dazu gehört, die Füße regelmäßig auf kleinere Verletzungen zu untersuchen, denn diese können zu Entzündungen führen, aus denen sich möglicherweise Geschwüre entwickeln. Und auch das Schuhwerk sollte man in seine Kontrollen einbeziehen.
Zuckerkranke Frauen erleiden fünfmal so häufig einen Herzinfarkt wie Frauen ohne Diabetes. Diabetikerinnen spüren seltener die typische Infarktsymptomatik. Der behandelnde Arzt ist also gefragt, der bei einer Frau die Blutzuckereinstellung besonders sorgfältig überwacht.
Weder Body-Mass-Index (BMI) noch Bauchansatz sind allein Grund dafür, dass Übergewichtige an Diabetes mellitus Typ 2 erkranken. Vor allem die Ansammlung von Fett in der Leber begünstigt die Störung des Blutzuckerstoffwechsels. Welche Patienten gefährdet sind, könnte künftig ein Bluttest zeigen, an dem Tübinger Forscher arbeiten.
Mehr als jeder vierte Deutsche mit Diabetes mellitus misst seinen Blutzucker selbst. Doch nach der Einweisung durch den Arzt können sich mit der Zeit Fehler einschleichen. Wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, hilft eine Beratung in der Apotheke, die Fehlerquote deutlich zu reduzieren. Dies berichtet die »Neue Apotheken Jllustrierte« in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1.August.
Diabetiker, die an der Genauigkeit ihres Blutzucker- Messgerätes zweifeln, können diese mit einer Kontrolllösung überprüfen. Darauf weist der Diabetiker Ratgeber hin. Alle Hersteller von Blutzucker-Messgeräten bieten zu ihren Geräten passende Kontrolllösungen an, die in Apotheken erhältlich sind. Statt eines Blutstropfens wird einfach ein Tropfen der Kontrolllösung auf den Teststreifen aufgebracht und der Messwert mit dem auf der Kontrolllösung angegebenen Wert verglichen. Stimmt der Wert nicht überein, sollte das Gerät sicherheitshalber nicht weiter verwendet werden. Manchmal liegen fehlerhafte Werte auch an den Teststreifen, die falsch gelagert wurden oder deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.
Ich habe seit 26 Jahren Diabetes, schlage mich also seit ich 8 Jahre alt bin mit Spritzen, Blutzuckermessgeräten und ewig aufgeweichten Traubenzuckerstückchen in meinen Taschen herum. Vor 26 Jahren gestaltete sich der Umgang mit der Krankheit allerdings noch etwas anders als heute. Glücklicherweise war meine Mutter Krankenschwester und so lernte ich den Umgang mit den Spritzen, Kanülen uns Ampullen recht zügig.
Mediziner der Universität Heidelberg haben einen Mechanismus aufgedeckt, der zum Nierenversagen bei Diabetikern führt. Wie die "Apotheken Umschau" berichtet, stellten sie fest, dass bei hohem Blutzucker das körpereigene Eiweiß APC nicht gebildet wird.
Wenn Schlafstörungen und Diabetes gemeinsam auftreten, leidet nicht nur das Wohlbefinden. Ein gestörter Nachtschlaf beeinträchtigt auf Dauer nicht nur die Laune, sondern auch das Immunsystem. Entzündungen werden begünstigt, Bluthochdruck und Magen-Darm-Störungen treten vermehrt auf. Für Diabetiker besonders schlimm:
Forscher der Universität Zürich haben eine neue Therapie gegen die Volkskrankheit Nummer 1 entwickelt und diese erfolgreich an Patienten erprobt. Die Therapie bekämpft die Ursache des Diabetes und kann anscheinend erstmals das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Die Studie von Prof. Marc Donath erschien im renommierten New England Journal of Medicine.
Augenschäden gehören zu den Folgeerkrankungen bei Diabetes. Wenn die Glukose im Blut über Jahre deutlich erhöht ist, können Schädigungen der Kapillargefäße und Nerven am Auge eintreten. Unter den Teilnehmern des Diabetes-TÜV der Deutschen BKK entwickeln ca. 15 Prozent der Diabetespatienten im Laufe ihrer Erkrankung eine diabetische Augenschädigung. Die schleichend auftretenden Schäden an der Netzhaut werden vom Patienten selbst erst bemerkt, wenn das Sehen schon deutlich geschädigt ist. Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen ist daher entscheidend für Diabetespatienten.
Wer sich ausreichend bewegt, könne in vielen Fällen auf Arzneimittel verzichten, mit denen sonst der bei Diabetikern gestörte Blutzuckerstoff- Wechsel behandelt werden muss. Durch die Bewegung verringerten sich Gewicht, Bauchumfang und der HbA1C-Wert,
Maßgeblich für den Schwellenwert (ab dem eine Hypo wahrgenommen wird) ist zum einen der durchschnittliche BZ, den der Pat. bisher hatte. Ein Diabetiker, der z.B. bisher durchschnittliche BZs um 300 mg/dl hatte kann sich möglicherweise schon bei Werten um 100 oder 150 mg/dl hypoglykämisch fühlen.
...ist ein Ansteigen des BZ-Wertes über den individuellen Zielwert des Pat. hinaus. Der Zielwert selber ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen des Pat. und soll einerseits hoch genug sein, damit der Pat. nicht so häufig eine Hypoglykämie bekommt und andererseits so niedrig wie möglich, um das Risiko des Auftretens von Spätschäden zu minimieren.
Auch Diabetiker sollten täglich fünf Portionen Gemüse und Obst essen: Diabetiker müssen sich nicht kohlenhydratarm ernähren. Ballaststoffe sind wichtig, Zucker ist erlaubt. Das sind Empfehlungen der Europäischen Diabetesgesellschaft zur Ernährung bei Diabetes, die seit kurzem vorliegen.
Schwere Unterzuckerungen mit Bewusstlosigkeit und Krankenhauseinweisung kommen bei rauchenden Typ-I- Diabetikern fast dreimal so oft vor wie bei nikotinfreien Leidensgenossen. Die genauen Ursachen für die häufigen Unterzuckerungen sind unklar.
Mit einem international hochkarätig besetzten Fachsymposium startet am 25. September 2007 in München mit der Pre-POINT Studie ein bislang einzigartiges Studienprojekt: eine vorbeugende Impfung mit Insulin soll bei Kindern mit einem besonders hohen Typ 1 Diabetesrisiko die Erkrankung verhindern. Verabreicht wird die Impfung entweder über ein Nasenspray oder als Pulver mit der Nahrung. Das Insulin dient in diesem Fall nicht zur Senkung des Blutzuckers, sondern zur Verhinderung einer Immunreaktion, die in ihrem Verlauf zur Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen und damit zum Typ 1 Diabetes führt.
Ein Knochen-Hormon ist beteiligt an der Regulation des Zucker- und Fettstoffwechsels. "Die Entdeckung ändert unser Bild von der Funktion des Skeletts völlig", so Professor Gerard Karsenty vom Columbia University Medical Center in New York.
Für etwa 300 000 Menschen in Deutschland ist das Spritzen von Insulin überlebensnotwendig: Sie leiden an einem Typ-1-Diabetes mellitus. Langfristig kann eine gute Kontrolle des Blutzuckers die Folgeschäden der Erkrankung etwa an Auge, Nerven oder Nieren vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine neue, komplett überarbeitete und den höchsten Standards der Leitlinienerstellung entsprechende Leitlinie zur „Therapie des Typ-1-Diabetes“ veröffentlicht.
Diabetesschulungen helfen nicht nur bei der Einstellung des Blutzuckers. Sie unterstützen die Patienten auch bei Schwierigkeiten im Alltag, die sich häufig mit der Diagnose Typ-2-Diabetes einstellen.
München (AP) Zwischen dem Schlaf-Wach-Rhythmus und dem Blutzuckerspiegel gibt es möglicherweise einen Zusammenhang: Ein internationales Forscherteam identifizierte jetzt eine Genvariante, die die Freisetzung von Insulin indirekt über den Melatoninspiegel beeinflusst und mit einer Erhöhung von Blutzuckerspiegel und Diabetes-Risiko verbunden ist.
Das Risiko für Typ-2-Diabetes steigt schon bei Nüchtern-Blutzucker-Werten, die als normal gelten. Das ist das Ergebnis einer großen Bevölkerungsstudie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung. Die Untersuchung klärt eine aktuelle Streitfrage unter Diabetologen.
»Ein aufmerksames Auge sollten Diabetiker ihrer Ausrüstung schenken, vor allem den Handschuhen und natürlich den Winter- und Sportschuhen«, so der Diabetologe Dr. med. Christoph Lembens. Denn für Menschen mit Diabetes gilt besonders: Unterkühlungen und wunde Stellen vermeiden!
Am 14. November 2007 ist Weltdiabetestag. Anlass für die Apotheken in Deutschland, sich mit einer Aktionswoche zur Diabetesprävention bei Kindern und Jugendlichen zu engagieren. Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände - koordiniert diese Aktion. "Altersdiabetes" bei Kindern, das klingt zunächst wie ein Widerspruch.
Der Gestationsdiabetes, das Auftreten erhöhter Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft, gehört heute weltweit zu den häufigsten Komplikationen bei werdenden Müttern. Zwar bildet sich nach der Geburt der Diabetes in den meisten Fällen innerhalb weniger Wochen wieder zurück, das Risiko, dass die Frau im Laufe ihres Lebens eine Zuckerkrankheit entwickelt, bleibt aber groß.
Wie die Ärzte Zeitung berichtete, senken kurzwirksame Insulinanaloga nicht nur den Blutzucker, sondern wirken sich anscheinend auch positiv auf kognitive Funktionen aus. Sie besetzen im Gehirn spezielle Insulinrezeptoren. Insulin scheint eine besondere Bedeutung für die Gedächtnisbildung im Gehirn zu besitzen, denn in dem dafür zuständigen Hirnbereich, dem Hippocampus, sind die meisten Insulinrezeptoren zu finden. Menschen mit einem experimentell erhöhten Plasmainsulinspiegel haben eine bessere Merkfähigkeit. Alzheimer- Patienten hingegen haben in der Gehirn-Rückenmarks- Flüssigkeit eine niedrige Insulinkonzentration. Wie Prof. Werner Kern von der Universität Lübeck laut Ärzte Zeitung berichtete, haben auch Typ 2-Diabetiker einen Insulinmangel im Gehirn und somit ein doppelt so hohes Risiko an Alzheimer zu erkranken wie Nicht-Diabetiker.
Frankfurt/Main (AP) Eine plötzliche Verbesserung der Blutzuckerwerte kurz nach der Diagnose von Typ-1-Diabetes ist in aller Regel nur von kurzer Dauer. Experten sprechen von einer vorübergehenden Remissionsphase.
Nikotin bremst die Wirkung des Zuckerhormons Insulin aus. Das fanden amerikanische Forscher heraus, als sie der Frage nachgingen, warum Raucher so häufig am Herzinfarkt sterben. In Tierversuchen stellten sie fest, dass Nikotin den Körper unempfindlich gegenüber dem blutzuckersenkenden Hormon Insulin macht.
Kalifornische Wissenschaftler haben einen Mechanismus entschlüsselt, der bei niedrigem Blutzucker die Glukoseproduktion anregt. Diese Entdeckung könnte zur Entwicklung neuer Medikamente gegen Typ-2-Diabetes beitragen.
Kirschen sind nicht nur ein idealer leichter Snack, sondern enthalten auch viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Darüber hinaus könnten Typ 2-Diabetiker von der Blutzucker regulierenden Wirkung der in Kirschen enthaltenen Polyphenole profitieren, berichtete die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V. in Aachen.
Ernähren sich Diabetiker ohne Fleisch oder Tierprodukte gesünder? Da sich eine vegetarische Ernährung in den meisten Fällen bei Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv auswirkt und diese Symptomatik besonders für Diabetiker Risiken birgt, eignet sich vegetarische Ernährung für Diabetiker gut. Blutzucker, HbA1c- und Blutfettwert sowie Blutdruck und Körpergewicht können gesenkt, diabetesbedingte Folgeerkrankungen können vermindert oder verzögert werden.
Einer Bochumer Forschergruppe ist es gelungen, für die Transplantation vorgesehene Insulin produzierende Inselzellen in tierexperimentellen Untersuchungen durch Einschluss in eine spezielle Mikrokapsel vor der Immunabwehr des Empfängers zu schützen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) sieht darin eine Möglichkeit, künftig mehr Typ 1-Diabetikern als bisher durch eine Inselzelltransplantation zu helfen.
Diabetes Typ 1 ist die häufigste Stoffwechsel- erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Bei der Erkrankung bildet das körpereigene Abwehrsystem Antikörper gegen die insulin- produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse und zerstört diese. Die Folge: Im Blut der Betroffenen zirkuliert zuviel Glucose – also Zucker. Denn nur zusammen mit dem Hormon Insulin kann dieser Energiespender in die Körperzellen gelangen.
Sinkt bei Männern im Alter der Spiegel der männlichen Geschlechtshormone, beeinträchtigt dies nicht nur Leistung, Liebe und Lust sondern auch den Stoffwechsel: Testosteronmangel begünstigt bei älteren Männern das Metabolische Syndrom - ein tödliches Quartett aus Bluthochdruck, gestörtem Fett- und Zuckerstoffwechsel und Übergewicht.
Wissenschaftler aus den Niederlanden haben herausgefunden, dass Bluthochdruck, Insulinresistenz und auch starkes Übergewicht (Adipositas) ihre Ursache in einer aus dem Takt geratenen "inneren Uhr" haben können. Das berichtete Professor Ruud Buijs vom Niederländischen Institut für Hirnforschung am 10. Juli auf der Tagung der Federation of European Neuroscience Societies (FENS) 2006 in Wien. Treten die drei Stoffwechselstörungen zusammen auf, sprechen Experten vom "metabolischen Syndrom". Dieses erhöht das Risiko der betroffenen Menschen für Schlaganfall oder Herzerkrankungen. Das metabolische Syndrom ist sehr häufig. Nach Erhebungen in den USA ist einer von vier Menschen davon betroffen.
Forscher um Michael Brownlee aus den USA haben einen wichtigen molekularen Link aufgedeckt, der erklärt, wie und warum überhöhte Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) zur Entwicklung einer diabetischen Retinopathie führen. Brownlee ist Direktor des internationalen Zentrums für die Erforschung von Diabetes-Folgeschäden der Juvenile Diabetes Research Foundation (JDRF) in New York.
Bei der Pre-POINT Studie handelt es sich um eine Impfung gegen Typ 1 Diabetes. Durch die vorbeugende Behandlung mit Insulin soll bei Kindern mit sehr hohem Diabetesrisiko bereits die Entwicklung von "Diabetes- Antikörpern" im Vorfeld eines Diabetes verhindert werden. Bei der Studie handelt es sich also um eine so genannte "Primärpräventionsstudie".
Diabetiker sollten unbedingt ein besonderes Augenmerk auf ihre Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium richten. Darauf wies die Gesellschaft für Biofaktoren e. V. auf einer wissenschaftlichen Tagung in Frankfurt am Main hin. Denn ein Magnesiummangel, der bei Diabetikern besonders häufig vorkommt, fördert nicht nur den Diabetes, sondern auch die gefürchteten Folgeschäden der Stoffwechselstörung an Herz und Blutgefäßen.
Diabetes, insbesondere der Typ 2 Diabetes, ist eine Wohlstandskrankheit. Die Zahl der Diabetiker, die eine Nierenschädigung entwickeln und einer Nierenersatztherapie an der Dialyse bedürfen, nimmt explosionsartig zu. Vorbeugend sollte daher jeder – und besonders die Personen, in deren Familien bereits Diabeteserkrankungen aufgetreten sind – auf sein Gewicht, seine Ernährung und ausreichende Bewegung achten. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass das Risiko zu erkranken um bis zu 58 Prozent reduziert werden kann, wenn potentiell gefährdete Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen und ihre körperlichen Aktivitäten steigern.
Durch Diabetes mellitus werden jährlich Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht, rund 80 % durch die Behandlung diabetesbedingter Folgeerkrankungen. Geschätzte sechs Millionen Bundesbürger wissen, dass sie Diabetiker sind, Experten vermuten ebenso viele unentdeckte Diabetiker. Bei vielen Patienten wird der Diabetes mellitus erst nach Auftreten von Folgeerkrankungen festgestellt. Das Leid des einzelnen Patienten, das hinter diesen nüchternen Fakten steht, lässt sich in Zahlen nicht ausdrücken. Infolge der oft jahrelangen erhöhten Blutzuckerkonzentration treten bei Diabetikern zunehmend Veränderungen der Blutgefäße auf. Diese Gefäßschäden verursachen Nieren- und Nervenschäden oder Herz-Kreislauf-Probleme sowie Augenschäden, an denen im Langzeitverlauf der Erkrankung viele Diabetiker leiden.
Davon betroffen sind fast alle Gewebe, denn die Mikroangiopathie stellt eine Schädigung der kleinsten Blutgefäße, der Kapillaren dar. Die Pathogenese (=Krankheitsentstehung) sowohl der Mikroangiopathien als auch der Neuropathien wird direkt auf den erhöhten Blutzucker zurückgeführt. (=Anlagerung von Glucosemolekülen an Gewebseiweiß).
Die Hormone fahren Achterbahn, die Stimmungen schwanken, die Pickel sprießen, der eigene Körper verändert sich, das Interesse an der Sexualität erwacht und die Beziehungen zu den Eltern und Freunden sind nicht mehr, was sie einmal waren – die Pubertät ist für die meisten Menschen eine schwierige Zeit.
Was früher als Altersdiabetes bezeichnet wurde, wird heute Diabetes mellitus Typ 2 genannt. Aber nicht, weil das so schön medizinisch klingt. "Wir sprechen nicht mehr von Altersdiabetes, weil dieser Typus - und zwar der Typ 2 - nicht mehr auf das Alter beschränkt ist", erklärt Prof. Dr. med. Michael Stumvoll, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Universitätsklinikums Leipzig. "Früher haben Kinder Typ-1-Diabetes bekommen. Das waren die dünnen Kindern, die plötzlich krank geworden sind und sehr viel Wasser lassen und sehr viel trinken mussten,. Dennoch wurden sie immer kranker und in der Schule schlechter- so ist das damals aufgefallen. Jetzt sehen wir den Typ-2-Diabetes zunehmend auch bei Kindern. Das ist etwas, was vor 20 Jahren absolut absurd und undenkbar war."
Trotz weitreichender Studien halten sich bei dem Thema der Ernährungsempfehlungen Tipps, die schon lange überholt sind. In der Zeitschrift der Amerikanischen Diabetes Gesellschaft 2002(1) fand ich einen Artikel über ein Klassifizierungssystem bez. der "Qualität" der Ernährungstipps. Zum Verständniss eine kurze Abfolge: