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Bronchialtoilette erleichtert das Abhusten

Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen können sich spezielle Physiotherapiegeräte, die sie bei der Reinigung der Atemwege – der sog. Bronchialtoilette – unterstützen, für den selbstständigen Einsatz zu Hause verschreiben lassen. Darauf weist die Deutsche Lungenstiftung e.V. (DLS) hin.

Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Mukoviszidose oder Bronchiektasen haben oft Schwierigkeiten, den krankheitsbedingten Schleim abzuhusten, der sich in ihren Atemwegen angesammelt hat. Eine regelmäßige Bronchialtoilette ist aber, so die DLS, gerade bei diesen Patienten sehr wichtig, da die für die Reinigung der Atemwege verantwortlichen Flimmerhärchen in ihrer Atemwegsschleimhaut weitgehend zerstört sind und ihre Aufgabe, die Atemwege sauber zu halten, somit nicht bewerkstelligen können.

Wird der Schleim nicht entfernt, können sich darin leicht Bakterien einnisten und dann in weitere Bereiche des Atemwegssystems ausbreiten und schwere Infektionen verursachen, die für die ohnehin schon geschwächten Patienten lebensgefährlich werden können. Zur Vorbeugung solcher Infektionen und lebensbedrohlichen Verschlechterungen empfiehlt die DLS daher die regelmäßige Anwendung von Geräten wie dem sog. Cornet oder Flutter, die zu Hause problemlos und vom Patienten nach vorausgegangener Unterweisung selbstständig eingesetzt werden können.

Solche Hilfsmittel zur sog. Sekretelimination erleichtern das Abhusten und unterstützen dadurch den Abtransport von zähem und krankhaftem Schleim. Beim Hineinblasen in ein Cornet oder in einen Flutter entstehen Vibrationen, die den Bronchialschleim von der Oberfläche der Atemwege ablösen und ihn deshalb transportfähiger machen. Außerdem setzen diese Geräte der Ausatmung einen definierten Widerstand entgegen, der dazu führt, dass die Lungenbläschen, die z. B. bei COPD-Patienten größtenteils erschlafft sind, weniger leicht in sich zusammenfallen.

Dadurch kann wieder effektiver Luft in die Lungen gepumpt werden, die durch gereinigte, weite Bronchien ein – und ausgeatmet wird. Das Cornet-Gerät kann, wie die Lungenstiftung erklärt, in so gut wie jeder Körperlage angewendet werden. Insgesamt könne der Patient bei regelmäßiger Anwendung solcher Physiotherapiegeräte den Gasaustausch in seinen Lungen verbessern, seine Atemnot verringern und zudem unproduktives Husten vermeiden.

Quelle: Allergikus 1/2011

13.06.11

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