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Brustrekonstruktion

Nach einer Brustamputation entscheiden sich rund drei Prozent der Frauen für eine Brustrekonstruktion. Voraussetzung ist allerdings, dass die Frauen sich keiner Bestrahlung unterziehen müssen. Erst nachdem sich die Haut von der belastenden Strahlentherapie erholt hat, kann die Brustrekonstruktion erfolgen. Grundsätzlich muss sich ein Brustwiederaufbau nicht unmittelbar an die Brustkrebsbehandlung und Brustamputation anschließen. Patientinnen, die sich anfangs noch unsicher sind, ob sie sich einer zweiten Operation unterziehen wollen, können sich auch nach Jahren für einen Brustwiederaufbau entscheiden.
Vor jedem plastisch rekonstruktiven Eingriff sollten sich Frauen genauestens über die unterschiedlichen Methoden des Brustwiederaufbaus informieren.

Wer möglichst schnell eine Brustrekonstruktion wünscht, kann die ersten Schritten dafür bereits während der Brustamputation einleiten lassen. Bei der Brustabnahme wird dann ein sogenannter Expander („Platzhalter“, mit dessen Hilfe die Haut gedehnt wird) unter die Brustmuskulatur eingesetzt. Dieses Kissen wird anschließend über mehrere Wochen über ein Ventil mit Kochsalzlösung gefüllt. Auf diese Weise kann sich der Expander ganz allmählich dehnen. Etwa sechs Monate nach der Brustamputation hat sich das Hautgewebe über dem Expander so weit vergrößert, dass in die so entstandene Tasche die endgültige Brustprothese eingesetzt werden kann. Meist bestehen diese Brustprothesen aus einer Silikonhülle und werden entweder mit Silikon oder kochsalzhaltigen Flüssigkeiten befüllt. Die Brustimplantate gibt es in unterschiedlichen Größen, sodass sie an die gesunde Brust angeglichen werden können. Auch Brustwarzen (Mamillen) können rekonstruiert werden. Dies sollte jedoch erst drei bis sechs Monaten nach dem Wiederaufbau der Brust erfolgen. Bei der Wiederherstellung der Mamillen werden wegen der ähnlichen Hautfarbe Hautlappen aus dem inneren Oberschenkel- oder Schamlippenbereich entnommen.

Um die Konturen der wiederhergestellten Brust zu perfektionieren, werden häufig auch Tätowierungen eingesetzt. Mit der Silikonprothese und den wiederhergestellten Brustwarzen können gute kosmetische Ergebnisse erzielt werden. Ein Nachteil der Implantate tritt u. U. erst im späteren Verlauf auf: Dann beklagen manche Frauen ein Fremdkörpergefühl.

Wesentlich aufwendiger sind Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe. Die Brustrekonstruktion kann beispielsweise mit Eigengewebe vom Bauch oder Rücken durchgeführt werden. Mit der sogenannten Schwenklappenplastik wird z. B. ein Rückenmuskel mit umliegendem Eigengewebe auf den vorderen Oberkörper versetzt. Aus dem Gewebe wird die neue Brust geformt.

Häufig wird auch Eigengewebe aus dem Gesäß oder aus dem oberen Oberschenkel eingesetzt (freie Lappenplastik). Die Schwenklappenplastik hat im Gegensatz zu den Silikonprothesen verschiedene Nachteile: Es sind nicht selten mehrere Operationen notwendig, bevor ein optimales Ergebnis erreicht wird. Bei der Brustrekonstruktion mit Hautgewebe aus dem Rücken können zudem die daraus entstandenen Narben im Rückenbereich zu Bewegungseinschränkungen führen. Häufig müssen Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe zudem durch ein weiteres Implantat ergänzt werden.

Maria Zaffarana

25.08.11

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