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Welt-COPD-Tag

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Symposium Lunge 2009

28.07.09.

Mitte September 2008 fand in Hattingen/Ruhr das Symposium Lunge 2008 statt. Das Symposium wurde von Patienten für Patienten veranstaltet. Die knapp 1.700 Be-sucher, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Hattingen gekommen waren, sprechen für die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen zum Thema „Volkskrankheit COPD“.

Aufgrund der Erfolge der bisherigen Veranstaltungen wird am 3. Oktober 2009 das 3. Symposium Lunge stattfinden.

Die chronisch obstruktive, d.h. die Atemwege einengende Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem – im Englischen „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ genannt – ist auch in Deutschland eine Volkskrankheit. Das Wissen über diese Erkrankung, ihre Ursachen, den Verlauf, die Diagnose und die Behandlung ist allerdings sowohl bei den Patienten als auch bei den künftig evtl. Betroffenen nicht sehr groß. Dies gilt zum Teil auch für die Träger der ärztlichen Versorgung und die Kostenträger im Gesundheitswesen.

Die COPD tritt sowohl bei Männern – meist im Alter von 45 bis 60 Jahren –, aber auch bei Frauen – evtl. sogar schon in einem jüngeren Lebensalter als bei Männern – auf.

Die Anzahl der Betroffenen wird auf 4 bis 7 % der Bevölkerung geschätzt; das wären rd. 4 bis 5 Millionen Bundesbürger. Als Hauptursache für die COPD gilt das Rauchen. Neuere Studien zeigen aber, dass auch Nichtraucher betroffen sein können. Als die Erkrankung auslösende Risikofaktoren werden in solchen Fällen genetische Vordispositionen, Störungen des Lungenwachstums, berufsbedingte Belastungen durch Stäube, die allgemeine Luftverschmutzung sowie häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit genannt.

Sowohl eine COPD als auch ein Lungenemphysem können nicht geheilt werden. Sobald die Diagnose feststeht, muss mit einer auf das jeweilige Stadium der Krank-heit abgestellten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie begonnen werden. Ziel der Therapie sind eine Milderung der Symptome – Auswurf, Husten, Atemnot – und der Versuch, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, mindes-tens aber zu verlangsamen. Der Verzicht auf das inhalative Rauchen ist zwingend erforderlich.

Je nach dem Ausmaß eines Lungenemphysems entsteht eine Atemnot schon bei leichter körperlicher Belastung. Häufig hilft dann nur noch eine Langzeit-Sauerstofftherapie.

Die Behandlung einer COPD oder eines Lungenemphysems kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn es zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt

und Patient kommt. Der Patient muss aber auch selbst bereit sein, eine Mitverantwortung für den Erfolg seiner Behandlung zu übernehmen. Dies setzt allerdings ein angemessenes Wissen über den Umgang mit der Erkrankung seitens des Patienten voraus.

Im Mittelpunkt des Symposiums Lunge 2009 stehen die entscheidenden Therapie-säulen, angefangen von der Prophylaxe und den möglichen Ursachen bis zur medika-mentösen Behandlung (einschließlich Langzeit-Sauerstofftherapie), zu operativen Ma߬nahmen und zum Lungensport.
Und zwar sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor (Praxis und Klinik); hier bestehen in Deutschland noch erhebliche Versorgungsmängel bei der Betreuung der Patienten mit einer COPD; so Jens Lingemann Initiator und Organisator des 3. Symposiums-Lunge.

Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ist also wieder das wesentliche Ziel des Symposiums Lunge 2009.

Das Symposium Lunge 2009 ist – wie schon im Vorjahr – eine gemeinsame Veranstaltung der drei Patientenorganisationen

  • COPD-Deutschland e.V.
  • Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland
  • Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Diese Patientenorganisationen sehen den Schwerpunkt ihrer Arbeit in einem breiten Angebot von Informationen für Patienten mit einer COPD oder einem Lungen-emphysem. Sie unterhalten zurzeit über 70 lokale und regionale Selbsthilfegruppen, in denen ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch stattfindet.

Quelle: COPD – Deutschland e.V.

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