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Todesrisiko bei Raucherlunge einschätzen

29.08.09.

Neue Grundlage für besser angepasste Therapien

Die auch als Raucherlunge bezeichnete fortschreitende Ver-engung der Atemwege – in Englisch: chronic obstructive pulmo-nary disease (COPD) – befällt im Alter knapp die Hälfte aller Rauchenden. Obwohl Krankheitsbild und Schweregrad stark variieren, behandeln die Ärzte heute alle Patienten ungefähr gleich. Eine vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Stu-die ebnet den Weg, um dies zu ändern.

Milo Puhan hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Spanien und den Niederlanden einen Risikoindex entwickelt für Personen, die an der Lungenkrankheit chronic obstructive pulmonary disease (COPD) leiden.
Mit diesem Index können Ärzte den Schweregrad der Krankheit sowie das Risiko, an ihr zu sterben, objektiv beurteilen. “Dies bildet die lang ersehnte Grundlage für eine ans Risiko angepasste Behandlung, wie sie etwa Kardiologen für Herz-Kreislauf-Patienten kennen”, sagt Puhan.

Fortschreitende Zerstörung der Lunge

Trotz dem ungelenken Namen zählt COPD weltweit zu den fünf wichtigsten Todes¬ursachen. Sie befällt vor allem im Alter die Hälfte aller Rauchenden. In der Schweizer Bevölkerung leiden jeder zehnte Mann und jede zwanzigste Frau an den Folgen der im Krankheitsverlauf zunehmenden Zerstörung der Lunge: Die Entzündungsprozesse und die immer grössere Atemnot führen mit der Zeit auch zu Muskelschwäche, welche für Patienten eines der grössten Probleme im Alltag darstellt.

“Bisher werden alle Patienten ungefähr gleich – und deshalb oft inadäquat – behandelt, auch weil die alleinige, heute übliche Messung der Leistungsfähigkeit der Lungen nicht geeignet ist, um den Verlauf der Krankheit abzuschätzen”, sagt Puhan. Mit seinen Kollegen hat er die medizinischen Daten von 232 schweizerischen und 342 spanischen Patienten ausgewertet.

Quelle: Schweizerischer Nationalfonds SNF

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