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Diagnose von Akne

Die Akne ist in ihren Erscheinungsformen und Schweregraden sehr variabel. Nicht jeder Betroffene sucht daher einen Arzt auf, um Hilfe zu erbitten. Häufig versuchen Betroffene, leichtere Formen der Akne selbst in den Griff zu bekommen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Akne ein eigenständiges Krankheitsbild darstellt und ein Spezialist, i. d. R. ein Dermatologe (Hautarzt), durch eine exakte Ursachenermittlung und Diagnosestellung i. d. R. einen Therapieplan aufstellen kann, der eine gezielte Behandlung und Besserung der Akne ermöglicht.

An welchen Körperstellen bzw. in welchen Körperregionen tritt Akne auf?

Die Akne-Effloreszenzen („Aufblühen“ der Haut) treten i. d. R. dort auf, wo Körperregionen mit vielen Talgdrüsen ausgestattet sind. Betroffen sind daher vornehmlich: Gesicht, insbesondere Stirn, Nase, Nasolabialbereich (Bereich zwischen Nase und Lippen), Wangen, Jochbein- und Unterkieferbereich sowie Kieferwinkel und Kinn. Zudem sind häufig Brust, Schultern und Rücken von Akne befallen.

Wann sollte ein Hautarzt konsultiert werden?

Können Betroffene die Akne nicht zufriedenstellend kontrollieren bzw. zeichnet sich ab, dass sich das Hautbild zunehmend verschlechtert oder gar starke plötzliche Verschlechterungen eintreten, so ist ein Besuch beim Hautarzt angeraten – nicht zuletzt, um bleibende Hautschäden in Form von Narben zu vermeiden.

Das Anamnesegespräch

Der Hautarzt wird im Rahmen des sog. Anamnesegesprächs zunächst die Krankheitsvorgeschichte und die möglicherweise mit der Akne in Zusammenhang stehenden Lebensgewohnheiten des Patienten (z. B. Zigaretten- und Alkoholkonsum etc.) ermitteln, um sich ein Bild von der Situation zu machen. In diesem Zusammenhang wird er den Patienten u. a. nach den genauen Symptomen, dem Zeitpunkt des ersten Auftretens der Akne und deren Entwicklung befragen. Aber auch andere Hauterkrankungen des Patienten sowie das Auftreten von Akne und anderen Hauterkrankungen bei Familienmitgliedern werden thematisiert. Von Bedeutung sind zudem Fragen nach möglichen bzw. bekannten Allergien, Medikamenteneinnahme etc.

Ebenfalls von Interesse sind bei diesem Gespräch die bisherigen Akne-Therapieversuche. Für eine genaue Diagnose und eine anschließend gezielt geplante Therapie ist es z. B. von Bedeutung, dem Arzt mitzuteilen, mit welchen Produkten man die Haut im Hinblick auf die Akne bereits behandelt hat und welche anderen kosmetischen Produkte verwendet werden bzw. wurden.

Körperliche Untersuchung

Wenn alle diese Themen besprochen sind, wird der Hautarzt die von Akne betroffenen Körperregionen genau untersuchen, um Ausbreitung, Ausprägung und Schweregrad der Akne feststellen und eine adäquate Therapie einleiten zu können.

Diagnose und Differenzialdiagnose

Bei Jugendlichen in der Pubertät ist die Diagnose in der Regel einfach: Anhand der fettigen Haut und den i. d. R. deutlich zutage tretenden Mitesser, Papeln und Pusteln kann der Hautarzt eine Acne juvenilis bzw. Acne vulgaris diagnostizieren. Um festzustellen, ob und welche Bakterien sich in den Papeln und Pusteln befinden, wird häufig ein Abstrich genommen und labortechnisch untersucht. Ist ein krankhafter Bakterienbefall nachgewiesen, kann u. U. eine geeignete Antibiotikatherapie verordnet werden.

Grundsätzlich wird der Hautarzt auch auf andere Hautkrankheiten hin untersuchen und versuchen, diese auszuschließen (Differenzialdiagnose). Hier sollten insbesondere bei entsprechendem Verdacht mögliche andere Ursachen der Hautprobleme abgeklärt werden. Zu denken ist hierbei vor allem an mögliche Allergien (z. B. auf Medikamente oder Kosmetika) und an eventuelle Grunderkrankungen wie Hormon- oder Stoffwechselstörungen. Daher wird der Hautarzt sich auch ein Bild vom allgemeinen Gesundheitszustand seines Patienten machen und ggf. Blut-, Allergie- und andere Tests anordnen. Mithilfe eines Bluttests kann z. B. der Hormonspiegel bestimmt werden. Dieser spielt vor allem bei Frauen, Babys und Kindern eine Rolle bei der Diagnose von Akne

Gut zu wissen

Damit der Hautarzt sich ein realistisches Bild vom Hautzustand des Patienten machen kann, ist es wichtig, darauf zu achten, dass einige Zeit vor dem Hautarztbesuch die Haut mild gereinigt wird (insbesondere Make-up, Camouflage-Produkte etc. entfernen). Die Haut sollte dann nicht mehr behandelt, abgedeckt oder überschminkt werden, damit der Hautarzt den tatsächlichen Zustand der Haut ermitteln kann.

Für die Diagnose und das Aufstellen eines geeigneten Therapieplans ist es zudem wichtig, dem Arzt auf Fragen zum Lebensstil wahrheitsgemäß zu antworten. Verschiedene Faktoren wie Rauchverhalten und Alkoholkonsum, wenig Schlaf, eine falsche Hautpflege etc. können das Hautbild negativ beeinflussen. Im Hinblick auf die Versorgung der Haut mit Nährstoffen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung wird der Hautarzt sich zudem ggf. auch nach dem Ernährungsstil des Patienten erkundigen.

Im Rahmen der Therapie von Akne wird der Arzt dann u. U. auch Empfehlungen aussprechen, wie die Aknebehandlung durch eine geeignete Lebenstiländerung sinnvoll unterstützt werden kann.

Anke Tennemann

27.11.14

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