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Chronikerprogramme für Asthmatiker und COPD-Patienten helfen

Seit nunmehr fünf Jahren bieten Krankenkassen bundesweit sog. Disease-Management-Programme (DMP) zur medizinischen Betreuung von chronisch kranken Patienten mit Asthma bronchiale und COPD an.

Wichtig für den Patienten ist, dass diese strukturierten Behandlungsprogramme hohen Qualitätsanforderungen unterliegen. Denn sie sollen eine koordinierte, qualitätsgesicherte Behandlung ermöglichen.

Bei chronisch Kranken, die an einem DMP teilnehmen, treten deutlich weniger Komplikationen als erwartet auf, und schwere Krankheitsverläufe werden häufig vermieden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mitteilte. Die Patienten profitierten nicht nur gesundheitlich von den Programmen, sie seien auch zufriedener mit ihrer individuellen ärztlichen Betreuung.

DMP in der Region Nordrhein

So nehmen z. B. in der Region Nordrhein allein mehr als 700.000 chronisch kranke Patienten an solchen Programmen teil. Die Qualität ihrer Versorgung hat sich in den letzten Jahren verbessert. Das zeigt der aktuelle DMP-Qualitätssicherungsbericht, der auf rund 13 Mio. Behandlungsdaten basiert. Hier werden Disease-Management-Programme für derzeit sechs chronische Erkrankungen, u. a. für Asthma bronchiale und die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) angeboten. Den teilnehmenden Patienten stehen zahlreiche Arztpraxen zur Verfügung, die an den DMP teilnehmen: Rund 80 % aller Hausärzte in der Region sind an mindestens einem Programm beteiligt.

Zu den Eckpunkten der Programme gehören:

  • die verbesserte Kompetenz der chronisch erkrankten Patienten hinsichtlich ihres Umgangs mit der Erkrankung durch das Angebot von Patientenschulungen,
  • das regelmäßige Prüfen der Befunde durch den Hausarzt,
  • eine intensive Kooperation zwischen Hausärzten und Spezialisten,
  • eine stärkere Orientierung der medikamentösen Therapie an ärztlichen Leitlinien,
  • die kontinuierliche Dokumentation der medizinischen Befunde mit regelmäßiger Analyse und Rückmeldung an die beteiligten Ärzte.

Das Programm für COPD-Patienten hat in Nordrhein rund 80.000 Teilnehmer. Nur jeder zehnte von ihnen hatte mehr als zwei Exazerbationen in den letzten sechs Monaten des Berichtszeitraums, und bei mehr als zwei Dritteln aller COPD-Patienten wurde die Inhalationstechnik regelmäßig überprüft. Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen an diesem Programm und die Zahl der potenziell teilnahmeberechtigten COPD-Patienten lassen ein weiteres Wachstum der Teilnehmerzahlen in den nächsten Jahren erwarten.

An dem DMP für Asthma bronchiale können Patienten bereits ab dem fünften Lebensjahr teilnehmen. Entsprechend sind rund ein Fünftel der 77.000 eingeschriebenen Asthma-Patienten Kinder oder Jugendliche. Stationäre Notfallbehandlungen seien selten, so die KV Nordrhein: Nur bei 1,7 % der Patienten traten sie in den vergangenen sechs Monaten des Berichtszeitraums auf. Erfreulich hoch ist der Anteil der Patienten, deren Inhalationstechnik die teilnehmenden Ärzte überprüft haben (73,7 %) oder die über einen Selbstmanagement-Plan (67,3 %) verfügen.

Quelle: Allergikus 2/2011

08.08.11

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