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Compliance bei Asthma

Compliance bezeichnet die Therapietreue von Patienten. Es geht hierbei um die Mitarbeit bzw. die Kooperationsbereitschaft des Betroffenen in Bezug auf die Therapiemaßnahmen. Diese trägt im großen Maße dazu bei, dass sich Lungenerkrankungen nicht in ihrem Verlauf verschlimmern. Die Begriffe Vertrauen, Verstehen und Therapieerfolg sind wichtige Schlüsselwörter in einer Therapie.

Asthma bronchiale gehört zu den chronischen Atemwegserkrankungen. Dabei bedeutet der Begriff chronisch, dass die Krankheit dauerhaft besteht. Bei Asthma bronchiale liegt eine ständige Entzündung der unteren Atemwege vor, die durch bestimmte Auslöser verstärkt wird. Wird dieser Reizzustand nicht behandelt und werden die Auslöser nicht gemieden, sinkt die Auslöseschwelle für Asthmaanfälle und die Schwere nimmt zu. Therapietreue ist daher besonders wichtig. Diese hängt u. a. von der Persönlichkeit, dem Leidensdruck, dem Krankheitsverständnis des Betroffenen, den erforderlichen Verhaltensänderungen sowie dem Verhältnis zwischen Arzt und Patient ab.

Das Vertrauen in den behandelnden Arzt und in die eingeschlagene Therapie ist entscheidend, damit der Patient die Therapiemaßnahmen umsetzt. Des Weiteren muss er möglichst eine Vielzahl an Informationen zu seiner Erkrankung besitzen, um bestimmte Therapieentscheidungen bewerten zu können. Der Therapieerfolg ist auch abhängig von der konsequenten und richtigen Durchführung der Maßnahmen durch den Patienten. Die regelmäßige Medikamenteneinnahme, die Benutzung von Hilfsmitteln, wie z. B. Atemphysiotherapiegeräten und Peak-Flow-Meter etc., ggf. eine Lebensstiländerung (z. B. Rauchstopp, körperliche Aktivität) gehören zu diesen Maßnahmen.

Faktoren, die eine Compliance beeinflussen

Die Compliance wird positiv beeinflusst, wenn Betroffene über ihre Erkrankung und die Therapie Bescheid wissen, wenn sie innerlich bereit sind, diese Therapie durchzuführen. Zudem erhöhen Faktoren wie eine leichte Durchführbarkeit, wenige Klinikeinweisungen oder kurze Aufenthaltsdauern die Compliance.

Ein wichtiger Aspekt stellt auch das Arzt-Patient-Verhältnis dar: Der Patient benötigt in der Kommunikation einen Arzt, der offen ist für seine Sorgen, Bedenken oder möglichen Schwierigkeiten. Wenn sich der Patient ernstgenommen fühlt, dann wird er auch eher die für ihn ggf. einschränkenden Therapieabsprachen befolgen. Darüber hinaus müssen die Therapieschritte und die möglichen Folgen klar und verständlich und nachvollziehbar erklärt werden. Auch eine mögliche Modifikation der Therapiemaßnahmen an die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten des Betroffenen kann die Therapietreue beeinflussen.

Eine Patientenschulung trägt u. a. zur Vermittlung von Hintergrundwissen über die Erkrankung bei. Wichtig ist auch eine gute Einweisung in benötigte Hilfsmittel wie Inhalatoren etc. Wenn der Patient durch die zielgerichtete Handhabung, durch das Selbstmanagement, eine Besserung der Symptomatik verspürt, wird er eher regelmäßig die Maßnahmen durchführen.

Auch die psychische Verfassung des Betroffenen kann die Compliance beeinflussen. Das Gefühl der Hilflosigkeit nach der Diagnose oder/und eine Depression und/oder Ängste können negative Einflüsse auf die Durchführung der Therapie haben.

Der Austausch mit anderen Betroffenen z. B. in einer Selbsthilfegruppe kann ggf. neue Impulse für die Therapietreue geben. Anhand von Beispielen können positive Aspekte der Therapie erfahren werden. Darüber hinaus wird die Compliance begünstigt, wenn das soziale Umfeld den Patienten in der Therapie unterstützt.

Eine chronische Lungenerkrankung, wie z. B. Asthma oder COPD, benötigt eine chronische Therapie und damit ist eine lebenslange Therapietreue wichtig, informiert die Deutsche Patientenliga Atemwegserkrankungen e. V.

Tipps zur Verbesserung der Compliance

Speziell für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen gilt: Das Inhalationssystem sowie das Medikament sollten zum Betroffenen „passen“. Beispielsweise kann nur genügend Arzneistoff in die Bronchien gelangen, wenn der Betroffene die vorgeschriebene Inhalationstechnik auch korrekt durchführt. Dabei erfordern die Inhalationssysteme Dosieraerosol und Pulverinhalator verschiedene Vorgehensweisen. Beim Dosieraerosol muss man den Sprühstoß mit dem Einatmen koordinieren, was etwas Übung bedarf. Problematisch bei Pulverinhalatoren kann dagegen das schnelle Einatmen sein. Wird dieses System verwendet, sollte der Betroffene über eine gewisse Einatmungsfähigkeit verfügen. Es kann sinnvoll sein, statt zwei Medikamenten ein entsprechendes Kombimedikament anzuwenden. Dies reduziert die Anzahl der Arzneimittel, die der Betroffene täglich einzunehmen bzw. zu inhalieren hat.

Quellen:
COPD und Asthma 3/2016
COPD und Asthma 3/2014

20.10.16

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