- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Neurologie - Multiple Sklerose - Selbsthilfe - Das Projekt Wohn:Sinn

Das Projekt Wohn:Sinn

Plattform für inklusives Wohnen

Als Mensch mit Behinderung mit anderen in einer Wohngemeinschaft (WG) zu leben – das wünschen sich viele Menschen. Doch wie findet man eine solche Wohngemeinschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenleben und der eine vom anderen profitieren kann? Es gibt zwar Wohngemeinschaften, die von sozialen Organisationen und Verbänden eingerichtet werden, doch i. d. R. sind diese nicht inklusiv, d. h. sie setzen sich nicht aus Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Stattdessen wohnen dort meistens nur von Behinderungen Betroffene, unterstützt von hauptamtlichen Betreuern.

Die Internetplattform Wohn:Sinn will das ändern. Über die Website können Menschen mit und ohne Behinderungen kostenlos freie Plätze in Wohngemeinschaften anbieten oder suchen. Es geht dabei gezielt darum, Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenzubringen. Dem Gründer der Plattform Tobias Polsfuß kam diese Idee, weil er selbst in einer inklusiven WG wohnt und das Zusammenleben dort sehr gut funktioniert. Das Ziel ist es, nach und nach ein vielfältiges Angebot von inklusiven Wohnformen zu schaffen.

Wohnbörse und Austausch

Die Onlineplattform besteht aus drei Teilen: einer Wohnbörse, einem Blog und einer Infoseite, auf der auch Organisationen ihre inklusiven Wohnkonzepte vorstellen können. In der Wohnbörse können Menschen mit und ohne körperliche oder geistige Einschränkungen nach freien Zimmern oder nach Unterstützung für eine WG-Gründung suchen. Natürlich können auch freie Zimmer dort angeboten werden. Daneben will Wohn:Sinn in seiner Wohnbörse eine aktuelle Übersicht über alle inklusiven Wohnprojekte im deutschsprachigen Raum schaffen. Auch falls eine WG die Möglichkeit für ein freiwilliges soziales Jahr anbietet oder einen Mitarbeiter (z. B. eine persönliche Assistenz) sucht, wird das in der Wohnbörse verzeichnet. Auf einer Landkarte tragen die Macher der Plattform die inklusiven WGs anschließend mit einem Symbol ein, das sich farblich danach unterscheidet, ob die WG Mitbewohner sucht, sich in Gründung befindet oder bereits als Angebot existiert.

Im Blog finden Interessierte Geschichten aus dem Alltag inklusiver WGs, Tipps zum Zusammenleben und zur Gründung einer inklusiven WG. Daneben erzählen WG-Bewohner von Problemen, die es bei der Gründung einer inklusiven WG geben kann, von den Schwierigkeiten und schönen Ereignissen, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen mit sich bringt, und davon, wie Menschen mit und ohne Behinderungen solche Wohnprojekte erleben.

Da inklusive WGs sehr unterschiedlich sind, etwa, was ihre Zusammensetzung und Anzahl der Mitbewohner betrifft, gibt es auch unterschiedliche Wohnkonzepte. Auf der Unterseite Info stellen sich verschiedene WGs und z. T. auch deren Träger vor und berichten von ihrem Konzept und ihrer WG bzw. ihren WGs und davon, wie sie es geschafft haben, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Quelle: Befund MS

22.02.17

Newsletter An-/Abmeldung

Code: XSKB