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Aufgaben der Haut

Die Haut hat als größtes Organ des Körpers und als sein Hüllorgan eine Vielzahl verschiedener Aufgaben wahrzunehmen. Hauptfunktion der Haut ist die Bildung einer äußeren Barriere, die so genannte Barrierefunktion. Sie beinhaltet bereits eine Vielzahl verschiedener Aufgaben des Organs für den gesamten Organismus. Hinzu kommen weitere Aufgaben, die durch spezielle Zellen in der Haut übernommen werden.

Die Barrierefunktion

Die äußere Schicht aus verhornten Zellen, das Stratum corneum, stellt eine physikalische Barriere dar. Zum einen schützt sie den Organismus vor dem Eindringen äußerer Einflüsse ins Innere, zum anderen verhindert sie, dass Inneres ungewollt und ungehindert nach außen gelangt.

Die Barrierefunktion ist sowohl thermischer, chemischer als auch mechanischer Natur. Durch die Zellschichten werden Fremdstoffe wie Chemikalien und Krankheitserreger abgewehrt. Die Haut bildet eine Isolierschicht, die beispielsweise vor Wärmeverlust und schützt und hilft, die Körpertemperatur konstant zu halten. Auf der Haut befindet sich zudem ein natürlicher Säureschutzmantel – dieser verschließt die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zellen und schützt durch seinen sauren pH-Wert vor der Ansiedlung von Mikroorganismen. Die natürliche Hautbarriere verhindert einen übermäßigen Wasserverlust und schützt so vor dem Austrocknen, woran der Säureschutzmantel ebenfalls entscheidend beteiligt ist, da er wasserbindende Substanzen vor dem Auswaschen schützt. Auch vor UV-Strahlung bietet die Haut einen natürlichen Schutz, wenn dieser auch zeitlich begrenzt ist.

Temperaturregulation und Kommunikation

Über die Blutgefäße, die sich in den tieferen Schichten der Haut, also in der Dermis und Subcutis befinden, wird sowohl die Temperaturregulation als auch eine Form der Kommunikation betrieben. Die Blutgefäße können gezielt erweitert oder verengt werden. In Bezug auf die Temperaturregulation hat eine Erweiterung eine vermehrte Wärmeabgabe zur Folge, während eine Verengung vor Wärmeverlust schützt. Für die Kommunikation spielt die Gesichtsfarbe eine große Rolle. Eine Erweiterung der Blutgefäße führt zum Erröten, eine Verengung zum Erblassen. Die Temperaturregulation wird zudem durch spezielle Drüsen der Haut unterstützt, die Schweißdrüsen. Durch sie wird der Körper vor Überhitzung geschützt.

Regulierung des Wasserhaushaltes, Sinnesfunktion und Immunfunktion

Durch Abgabe von Flüssigkeiten und Salzen reguliert die Haut ihren Wasserhaushalt. In der obersten Hautschicht, der Epidermis, und den tieferen Schichten der Haut, befinden sich Zellen des Immunsystems. Durch sie können Erreger, die trotz der natürlichen Barrierefunktion z.B. bei einer Verletzung in den Körper eindringen, schnell erkannt und bekämpft werden. Zudem beinhaltet die Haut eine Vielzahl von Sinnesrezeptoren, die verschiedene Einflüsse erkennen und vermitteln:

  • Meissnersche Tastkörperchen: Berührung
  • Vater-Pacinische Lamellenkörperchen: Vibration
  • Merkel-Tastscheiben: Druck
  • Wärmerezeptoren: Wärme
  • Kälterezeptoren: Kälte
  • freie Nervenendigungen: Schmerz

Lydia Köper

11.03.11

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