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Das Zusammenspiel von Stimmung und Körper bei Depressionen untersuchen Forscher der Klinischen Psychologie der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Hildesheim. Für die Studie sucht das Team um Dr. Dirk Adolph und Prof. Dr. Johannes Michalak nach passenden Probanden: Personen mit Depressionen, die derzeit keine Antidepressiva nehmen und gesunde Personen, die noch nie eine psychische Störung hatten. Geschlecht und Alter spielen keine Rolle.
Depressionen haben sich zu einer Volkskrankheit entwickelt: Fast jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann in Deutschland leidet darunter. Die Hauptsymptome sind eine niedergeschlagene Stimmung, Schuld- und Schamgefühle. Es gibt aber auch körperliche Anzeichen wie Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit oder Unruhe. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht, trotzdem benötigen die Wissenschaftler weitere grundlegende Kenntnisse über die Ursachen und Auswirkungen der Erkrankung.
Besonders der Zusammenhang von psychischem Wohlbefinden und körperlichen Reaktionen im Alltag ist noch unzureichend geklärt. „Die alltagsnahe Erfassung ist in besonderem Maße geeignet, Wirkzusammenhänge aufzuzeigen, und somit zu einem tieferen Verständnis der am Störungsgeschehen beteiligten Faktoren beizutragen“, sagt Dr. Adolph. Um diese Informationen zu gewinnen hat das Team um Dr. Adolph in Kooperation mit der Abteilung für Klinischen Psychologie der Universität Hildesheim eine Studie konzipiert, auf deren Basis die Psychologen bestehende Therapieverfahren weiterentwickeln wollen.
Quelle: Ruhr-Universität Bochum
25.01.12