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Depressionen, Ängste und Schmerzen sind eng miteinander verknüpft. Jeder zweite Depressive leidet über längere Zeit auch an körperlichen Schmerzen. Und jeder zweite Patient mit chronischen Schmerzen entwickelt eine Depression. Ängste treten bei beiden Erkrankungen gleichermaßen auf. Ein Teufelskreis der durchbrochen werden muss und eine individuell angepasste Behandlung erfordert.
“Früher stellte man körperliche Schmerzen bei Depressionen oft ganz infrage”, berichtet der Anästhesist Rudolf Likar. Doch heutzutage ist der Zusammenhang auch den Ärzten bewusst. Auf dem Europäischen Schmerzkongress in Hamburg fordern die Experten deshalb eine Anpassung des Behandlungsprogramms an das Ausmaß der Ängste und Schmerzen der Patienten. Zuerst müssen die Depressionen bekämpft werden. Erst dann sei der Patient in der Lage, aktiv an der eigenen Genesung mitzuarbeiten und die körperlichen chronischen Schmerzen zu überwinden.
Quelle: Medical Press
06.02.12