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Forscher finden "Euphorie-Schaltkreis"

Durch Auswertung historischer Hirnoperationen hat ein internationales Forscherteam eine mögliche neue Zielstruktur zur Behandlung von Depressionen identifiziert. Die Studie unter Federführung der Universität Bonn erscheint in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology (doi:10.1038/npp.2010.132). ...

 

Tödliche Hoffnungslosigkeit

Frauen erhalten wesentlich häufiger die Diagnose Depression als Männer - aber die Suizidrate liegt bei Männern dreimal höher. Unter den etwa 9500 Menschen, die sich jährlich in Deutschland das Leben ...

 

Anti-Depressiva-Verschreibungen mehr als verdoppelt

Eine aktuelle Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports zeigt, dass sich das Volumen der verschriebenen Antidepressiva unter Deutschlands Beschäftigten in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat: Statistisch gesehen erhielt jeder Berufstätige 2009 für ...

 

Hohe Kosten durch Demenz und Depressionen

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Arbeitslose leben laut Studie kürzer als Berufstätige

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Depressionen

22.01.09.

Depression (unipolare depressive Störung)

Eine Depression (von lat. deprimere, dt. niederdrücken) ist eine psychische Erkrankung, die durch eine Störung der Gemütslage charakteristisiert ist. Depressionen gehen mit Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Antriebslosigkeit einher. Begleiterscheinungen einer Depression können z. B. Konzentrationsstörungen, Appetit- und Gewichtsverlust oder vermindertes Selbstwertgefühl sein. Darüber hinaus können auch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Herzbeschwerden oder Magen-/Darmbeschwerden auftreten.

Nicht zu verwechseln ist die Erkrankung mit einer meist kurzzeitigen Verstimmung, die jedoch umgangssprachlich auch als Depression oder depressive Phase bezeichnet wird. Eine Depression liegt in der Regel dann vor, wenn mehrere Symptome zusammenkommen und länger als zwei Wochen ununterbrochen andauern.

Häufigste Formen der Depression

Treten im Krankheitsverlauf ausschließlich depressive Phasen auf, wird dies unipolare Störung oder unipolare Depression genannt. Eine bipolare affektive Störung – auch manisch-depressive Erkrankung – liegt dann vor, wenn zu depressiven Episoden manische Phasen hinzukommen. In einer manischen Phase befindet sich der Patient in einer gehobenen, euphorischen Stimmung, hat immensen Tatendrang und ein vermindertes Schlafbedürfnis. Eine weitere Form der Depression ist die sog. Dysthymie. Sie beginnt meist im frühen Erwachsenenalter und ist durch weniger ausgeprägte, dafür aber chronische depressive Phasen gekennzeichnet.

Darüber hinaus gibt es eine saisonal abhängige Verlaufsform (SAV) der Depression. Häufig machen Menschen im Herbst und Winter solche depressiven Phasen durch, die mit Beginn des Frühjahrs wieder vergehen (sog. Winterdepression oder Winterblues). Diese Form äußert sich u. a. durch vermehrtes Schlafbedürfnis und verstärkten Appetit auf kohlehydratreiche Nahrungsmittel.

Weltweit sind rund 151 Millionen Menschen erkrankt

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit rund 151 Millionen Menschen an einer unipolaren depressiven Störung. Rund 22 Millionen davon leben in Europa und rund 23 Millionen auf dem amerikanischen Kontinent. Spitzenreiter ist mit fast 41 Millionen Betroffenen die Region Südostasien.

Das Kompetenznetz Depression gibt an, dass rund vier Millionen der in Deutschland lebenden Menschen an einer depressiven Störung erkrankt sind. Rund 10 % – also ca. 8 Millionen Menschen in Deutschland – erkranken ein- oder mehrmals an einer depressiven Episode. Das mittlere Alter bei Beginn der Erkrankung liegt bei Frauen bei 32 Jahren. Männer erkranken im Mittel mit 33 Jahren erstmals an einer Depression.

ah

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