Depressionen: Symptome und Diagnose
26.01.09.
Charakteristisches Symptom einer Depression ist die gedrückte, schwermütige, traurige Stimmungslage des Betroffenen. Diese Niedergeschlagenheit ist jedoch nicht mit einem vorübergehenden Stimmungstief vergleichbar. Depressive Menschen sind nicht in der Lage, für etwas Interesse zu zeigen oder Freude und Genuss zu empfinden. Bei den meisten überwiegen negative Gedanken, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit.
Der Schweregrad dieser Symptome kann von Patient zu Patient variieren: Manche fühlen sich nur allgemein lust- oder antriebslos; manche haben das Gefühl, gar nichts mehr empfinden zu können, fühlen eine Art innere Leere. Es gibt aber auch Betroffene, die hoffnungslos, verzweifelt und trübsinnig sind und diese Gefühle als schmerzhaft empfinden. In einigen Fällen sehen Betroffene dann aus dieser Situation keinen anderen Ausweg als den Selbstmord.
Neben psychischen Symptomen können auch körperliche Krankheitszeichen auftreten
Neben den seelischen Symptomen treten häufig auch körperliche Beschwerden auf. Dazu zählen u. a. Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Energieverlust, Müdigkeit und Verlust der Libido. Durch eine depressive Episode können zudem beispielsweise Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Übelkeit), Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Schmerzen in der Brust ausgelöst werden.
Diagnose der Depression erfolgt anhand des Beschwerdebildes
Die Diagnose einer Depression ist in manchen Fällen schwierig. Es sollte möglichst ein Facharzt (Psychiater) oder Psychotherapeut zurate gezogen werden. Auch heute ist es noch nicht möglich, Depressionen durch ein apparatives Verfahren oder einen Labortest nachzuweisen. Ob es sich tatsächlich um eine Depression handelt oder nicht, muss somit u. a. anhand der auftretenden Symptome geklärt werden. Dazu müssen diese so genau wie möglich beschrieben werden. Manchmal werden auch Fragebögen eingesetzt. Ebenfalls muss überprüft werden, ob nicht andere Erkrankungen, z. B. eine Demenz oder eine Schilddrüsenunterfunktion für die Beschwerden ursächlich sind.
Fehldiagnosen kommen mitunter vor, weil Betroffene in erster Linie ihre körperlichen Beschwerden bemerken und diese mit ihrem Hausarzt besprechen. Typische Hinweise auf eine depressive Episode bleiben von den Betroffenen u. U. entweder unerkannt oder werden im Gespräch mit dem Arzt nicht erwähnt.
Die Diagnose Depression ist im Allgemeinen dann gerechtfertigt, wenn mindestens zwei Hauptsymptome (z. B. gedrückte Stimmung und Freudlosigkeit) sowie zwei Zusatzsymptome (z. B. Appetitmangel und Schlafstörungen) zusammenkommen und mehrere Wochen andauern. Dies entspricht den Kriterien einer leichteren Depression. Bestehen zusätzlich weitere Haupt- bzw. Zusatzsymptome ist eine mittelschwere bis schwere Depression anzunehmen.
ah
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