Viele Jungen verschweigen Unterleibsschmerzen
11.05.09.

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Dadurch verschlechtern sich die Therapieaussichten
Vielen Jungen verschweigen Schmerzen im Unterleib. Dabei sind bei solchen Beschwerden, hinter denen häufig eine chronische Prostataentzündung steckt, die Therapieaussichten in der Anfangsphase besonders gut. «Diese Chance verpassen viele, da sie ungern mit einem Arzt über ihr Problem reden», beklagt Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Neben den anhaltenden Schmerzen drohten dem Jugendlichen dann auch noch Störungen in seiner persönlichen Entwicklung.
«Er kann sich von seiner Umwelt zurückziehen und hat ein erhöhtes Risiko, eine Depression oder Angsterkrankung zu entwickeln, da er sich ausgeliefert und hilflos fühlt», erklärt der Mediziner. Er verweist auf eine kürzlich veröffentlichte kanadische Studie, derzufolge ebenso häufig von den chronischen Beschwerden im Unterbauch, Beckenboden, in den Genitalien und Gesäßbereich betroffen sind wie erwachsene Männer. Insgesamt leiden demnach etwa acht Prozent der 16- bis 19-Jährigen daran.
Die als chronische Prostataentzündung bekannten Symptome haben nach Angaben der Kinderärzte in der Regel wenig mit einer akuten Prostataentzündung zu tun, die durch Bakterien ausgelöst werden. Stattdessen könnten die Schmerzen etwa durch Einrisse oder Krampfadern am Darmausgang beziehungsweise im Enddarmbereich ausgelöst werden, berichtet Nentwich. Auch Nervenstörungen bei den Muskeln im Blasen- und Beckenbodenbereich, Blasenverhärtungen sowie Verspannungen in Unterbauch und im Beckenboden kämen als Auslöser infrage. Ein Allheilmittel gibt es gegen die chronischen Schmerzen nach Angaben des Experten nicht.
Quelle: The Associated Press
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