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Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

Im Kaiserreich gegründet, zwei Weltkriege „miterlebt“ sowie einen kompletten Neuanfang in der jungen BRD – und heute ist sie die wichtigste onkologisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft in Deutschland: Die Deutsche Krebsgesellschaft hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. 2017 besteht die Fachgesellschaft seit 117 Jahren – wenn sie bei ihrer Gründung auch noch einen anderen Namen trug.

Am 18. Februar 1900 um 12.15 Uhr begann im Preußischen Ministerium der geistlichen-, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten in Berlin die erste Sitzung einer neuer Institution, die durch wissenschaftliche Forschung den vielen ungeklärten Fragen rund um die Entstehung, Verbreitung und Behandlung von Krebserkrankungen auf den Grund gehen wollte: Damals kam erstmals das frisch gegründete Comité für Krebssammelforschung zusammen. Vorsitzender war der Internist Ernst von Leyden.

Die zentralen Anliegen machen deutlich, dass die Krebsforschung Anfang des 20. Jahrhunderts noch am Anfang stand: So sollte das Komitee neben der Initiierung und Förderung von Forschungsvorhaben auch die geografische Verbreitung der Krebskrankheit im Deutschen Reich feststellen und untersuchen, „welchen Anteil eine angenommene Ansteckung von Person zu Person und die Erblichkeit an der Verbreitung besitzen“. Zudem sollte die Frage entschieden werden, „ob und welcher belebte Krankheitskeim die Krebskrankheit verursacht sowie auf welchen Wegen er sich verbreitet“.

Die Vorläuferorganisation der Deutschen Krebsgesellschaft war auch den Wirrungen der damaligen Zeit ausgesetzt: Im Nationalsozialismus wurde das Komitee aufgelöst und durch den Reichsauschuß für Krebsbekämpfung ersetzt, welcher wiederum nach Kriegsende 1945 durch die Alliierten aufgelöst wurde. 1951 erfolgte dann die Wiedergründung als Zentralausschuß für Krebsforschung und Krebsbekämpfung in Marburg – und 1970 dann die Umbenennung in Deutsche Krebsgesellschaft. Die damalige Zeit war für die Deutsche Krebsgesellschaft durch Aufbruch und Neustrukturierung geprägt. Eine besondere Zeitmarke setzte dann noch mal die Wiedervereinigung: Fünf Landesverbände aus der ehemaligen DDR kamen hinzu und die Deutsche Krebsgesellschaft etablierte sich als zentraler Dachverband.

Heute hat die Deutsche Krebsgesellschaft mehr als 6.800 Mitglieder, die sich auf drei Sektionen verteilen: Auf die Landeskrebsgesellschaften (Sektion A), die Arbeitsgemeinschaften (Sektion B), sowie Institutionen und fördernde Mitglieder (Sektion C). Das heutige Motto lautet: Wissen aus erster Hand – ein Leitsatz, der vor allem auf die erfolgreiche Behandlung und Erforschung der Krebserkrankungen abzielt.

Quelle: Befund Krebs 1/2015

26.05.15

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