Frankfurt/Main (AP) Eine plötzliche Verbesserung der Blutzuckerwerte kurz nach der Diagnose von Typ-1-Diabetes ist in aller Regel nur von kurzer Dauer. Experten sprechen von einer vorübergehenden Remissionsphase, wie der Direktor des Diabeteszentrums Bad Oeynhausen, Diethelm Tschöpe, im Apothekenmagazin «Diabetiker Ratgeber» berichtet. Beim Typ-1-Diabetes gingen insulinproduzierende Betazellen der Bauchspeicheldrüse unter.
Beginne bei frisch entdeckten Zuckerkranken dann die Insulintherapie, könnten sie sich vorübergehend wieder erholen. «Das bedeutet aber nicht, dass die Zerstörung der Betazellen zum Stillstand gekommen ist oder gar rückgängig gemacht wurde», betont Tschöpe. So eine Remissionsphase dauere wenige Wochen bis zu einem Jahr. Dann gehe die körpereigene Insulinproduktion wieder zurück, so dass der Patient fortan ganz auf Spritzen angewiesen sei.
17.11.08