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ÖDV-Diabetes-Nannys begleiten Kinder

Ein Bedarf wird erkannt

Es ist eine Geschichte, wie sie das österreichische Gesundheitssystem öfter erleben sollte: Da erkennt eine Krankenschwester und Diabetesberaterin den Bedarf für eine mobile Betreuung von Kindern mit Diabetes in Salzburg und stellt, kaum in Pension gegangen, das Projekt „Diabetes-Nanny“ auf die Beine, berichtet die Österreichische Diabetikervereinigung (ÖDV).

Als Ulli Humpel Anfang des Jahres als Diplomkrankenschwester und Diabetesberaterin an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Salzburg in Pension ging, war ihr klar, dass sie etwas für die Familien von frisch diagnostizierten Diabetes-Kindern tun musste. „Die Diagnose ist für die Familie immer ein Schock. Sie sind damit oft überfordert und brauchen Unterstützung bei der Therapie.“ Und dann gibt es leider auch erkrankte Kinder, deren Betreuung zu Hause von den Eltern vernachlässigt wird. Ulli Humpel nahm Kontakt zur Stiftung Dianiño in Deutschland auf, die seit 2006 das Projekt „Diabetes-Nanny“ betreibt, und erhielt wichtige Informationen für ihr Projekt, das nun über die Österreichische Diabetikervereinigung angeboten wird.

Gemeinsam mit zwei weiteren Diabetesberaterinnen in Salzburg und Schwarzach werden neu erkrankte Kinder und ihre Familien schon im Spital kontaktiert und nach der Entlassung für vier Wochen zu Hause betreut. Dabei wird eng mit dem jeweiligen Diabetesteam kooperiert. Die „Nannys“ gehen auch in die Kindergärten, Schulen und Horte der Kinder, um die Pädagoginnen dort im Umgang mit den Kindern zu informieren und in Blutzuckermessung, Insulinberechnung und Ernährungserfordernissen zu schulen. Auch die Klassenkollegen der kleinen Patienten werden über die Erkrankung aufgeklärt.

Quelle: BDÖ 2/12

04.01.13

Selbsthilfe bei Diabetes
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