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Fast jeder Diabetiker vom Typ 2 hört irgendwann von seinem Arzt, jetzt sei es Zeit, von Tabletten auf Spritzen umzusteigen, weil die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind – im Durchschnitt nach neun Jahren der Krankheit.
Der Freiburger Internist und Diabetologe Dr. Udo Wegenast vertritt im Apothekenmagazin “Diabetes Ratgeber” die Meinung, dass dies ein viel zu langer Zeitraum sei und einer der Gründe, warum in Deutschland Diabetes-Folgekrankheiten wie Herz-, Nieren- und Augenschäden so häufig sind.
Typ-2-Diabetiker verfügen im Gegensatz zu den Patienten mit Typ 1 noch über das körpereigene Zucker-Hormon Insulin. Allerdings sinkt dessen Menge im Laufe der Erkrankung. Ärzte sollten laut Wegenast den Wechsel zu Insulin-Spritzen früher vorschlagen und Patienten die Scheu davor überwinden.
Quelle: Diabetes Ratgeber
05.02.12