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Kontinuierliche Glukose-Messung (CGM)

Typ-1-Diabetes nimmt weltweit stark zu: Seit 40 Jahren erkranken jeweils jährlich 3–5 % mehr Menschen an dieser Autoimmunerkrankung. Auffallend ist, dass die Erkrankung in einem immer jüngeren Alter auftritt. Umso wichtiger ist deswegen einerseits von Anfang an eine optimale Behandlung dieser chronischen Erkrankung, andererseits können nur Fortschritte in der Prävention diesen Trend langfristig ändern.

Kontinuierliche Glukose-Messung (CGM)

Für die Betroffenen mit Typ-1-Diabetes könnte z. B. die kontinuierliche Glukose-Messung, abgekürzt CGM, neue Möglichkeiten eröffnen. Die bisherige stichprobenartige Blutglukosebestimmung ermöglicht es, einen punktuellen Status der Stoffwechselsituation zu erheben. Um ohne ständige Blutentnahmen einen Gesamtüberblick über die Blutglukoseverläufe zu erhalten, wird seit etwa 40 Jahren nach neuen Messverfahren gesucht. CGM-Systeme (CGMS) haben inzwischen einen hohen Grad an Zuverlässigkeit, Tragekomfort und Bedienungsfreundlichkeit erreicht. Die derzeit am häufigsten eingesetzten kommerziell verfügbaren Systeme messen die Glukosekonzentration in der Unterhautgewebsflüssigkeit, also keinen Blutglukosewert. Ca. alle drei Minuten wird ein neuer Wert generiert, sodass tatsächlich kontinuierlich ein Abbild der Glukosestoffwechsellage gegeben werden kann. Eine regelmäßige Kalibrierung der Systeme mit selbst gemessenen Blutglukosewerten ist aber notwendig: Es ist also nicht so, dass die Blutzuckermessung entfällt.

Das CGMS kann sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken genutzt werden

Das CGM-System bietet die Möglichkeit der Anzeige des aktuellen Glukosewertes, von aktuellen Glukose-Trendinformationen sowie einer Grafik im Display mit dem Glukoseverlauf z. B. der letzten drei Stunden. So kann bei abfallenden Glukosewerten rechtzeitig mit einer Nahrungs-BE gegengesteuert werden, also akut auf die Glukoseschwankungen reagiert werden. Bei sehr raschem Blutglukoseabfall kann die zeitliche Verzögerung der Glukosewerte im Gewebe allerdings u. U. zu groß sein, um eine Hypoglykämie rechtzeitig zu erkennen.

Werden die aktuell gelieferten Glukoseinformationen sinnvoll genutzt, kann auch die Blutglukosevariabilität – also die Schwankungen der Blutglukosewerte – deutlich reduziert und eine Stabilisierung der Glukoseprofile erreicht werden (therapeutischer CGMS-Einsatz). Des Weiteren ermöglicht das CGMS die Beurteilung der Glukoseverläufe für prinzipielle Therapiemodifikationen: Durch Visualisierung der kontinuierlichen Glukoseverläufe sind gesicherte Aussagen zu Glukose-Verläufen nach den Mahlzeiten (Spritz-Ess-Abstand), Häufigkeit und Ausprägung von Hypoglykämien, Auswirkungen von sportlichen Aktivitäten etc. möglich.

Quelle: Ratgeber Diabetes 2011

29.12.11

Blutzuckerselbstkontrolle bei Diabetes
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