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Diabetischer Fuß: Amputationen vermeiden durch optimale Wundversorgung

Viele Diabetiker leiden am Diabetischen Fußsyndrom (DFS) oder seinen Folgen: Ausgelöst durch eine Schädigung der Nerven infolge von Diabetes, oft kombiniert mit einer Durchblutungsstörung der Beine, kann das DFS zu einer lebensbedrohlichen Entzündung führen, die früher häufig nur durch eine Amputation beherrscht werden konnte.

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Neue Therapiekonzepte, insbesondere die bessere Versorgung chronischer Wunden, konnten jedoch in den letzten Jahren die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms verbessern und Amputationen vermeiden helfen. Über den aktuellen Stand der Forschung konnten sich niedergelassene und Klinikärzte beim Symposium „Diabetisches Fußsyndrom – Modernes Wundmanagement“ im Januar im Klinikum Bergmannsheil informieren. Diese Klinik ist seit 1999 europäisches „Center of Excellence“ für die Versorgung diabetischer und endokrinologischer Patienten und seit 2003 anerkanntes Fußbehandlungszentrum der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Neue Therapieansätze: Vakuum, Maden, Wuchsfaktoren

Bei der Fortbildung wurden auch neue Ansätze zur Wundversorgung vorgestellt, z. B. spezielle Vakuum-Therapieverfahren, der Einsatz von Maden als „Bioingenieure“ oder die Verwendung spezieller Wuchsfaktoren. „Die Palette der Verfahren zur Behandlung chronischer Wunden hat sich enorm erweitert“, erklärte PD Dr. Steffen Hering von der Medizinischen Klinik I des Klinikums Bergmannsheil. „Allerdings zeigt die klinische Erfahrung, dass diese individuell ausgewählt und angepasst werden müssen.“ Ziel ist es, die Liegezeiten der Patienten zu verkürzen und so die Behandlungskosten zu senken. Neben einer umfassenden Wundsäuberung, einer konsequenten Entlastung des Fußes und speziellen Verbandstechniken ist eine antibiotische Therapie bei Infektionen unerlässlich.

Kooperation zwischen Klinikern und niedergelassenen Ärzten

Ein Schwerpunkt des Symposiums lag auf der strukturierten ambulanten und stationären Versorgung von Patienten mit Fußläsionen. Ärzte des Qualitätsnetzes Diabetes, eines Zusammenschlusses von niedergelassenen Ärzten und Klinikern, stellten u. a. aktuelle Versorgungsleitlinien vor, die die Behandlung verbessern sollen. „Die optimale Vernetzung von niedergelassenen Ärzten und Klinikern ermöglicht auch über die stationäre Versorgung hinaus eine strukturierte Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“, erklärte Dr. Hering.

Quelle: Universitätsklinik Bochum

02.08.06

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