- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Stoffwechselerkrankungen - Diabetes mellitus - Ernährung - Magnesiummangel fördert diabetische Folgeschäden

Magnesiummangel fördert diabetische Folgeschäden

Magnesium als Gefäßschutz für Diabetiker

Diabetiker sollten unbedingt ein besonderes Augenmerk auf ihre Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium richten. Darauf wies die Gesellschaft für Biofaktoren e. V. auf einer wissenschaftlichen Tagung in Frankfurt am Main hin. Denn ein Magnesiummangel, der bei Diabetikern besonders häufig vorkommt, fördert nicht nur den Diabetes, sondern auch die gefürchteten Folgeschäden der Stoffwechselstörung an Herz und Blutgefäßen.

- Anzeige -

Aktuelle Studienergebnisse bestätigen, dass ein Mangel an Magnesium neben anderen Faktoren einen nicht zu unterschätzenden Beitrag an der Entstehung der Begleitschäden des Diabetes leisten kann. „Umfangreiche epidemiologische Studien zeigen, dass das Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen bei erniedrigter Magnesiumkonzentration im Blut erhöht ist“, sagte Classen. Gerade bei Diabetikern sei der Magnesiumbestand aber häufig mangelhaft: Einer Studie an der Universität Stuttgart-Hohenheim zufolge wiesen von rund 5.500 Diabetikern nur 11 % der insulinpflichtigen und 15 % der nicht-insulinpflichtigen Patienten optimale Serum-Magnesiumwerte (über 0,80 mmol/l) auf. Neben einer unzureichenden Zufuhr über Lebensmittel und Trinkwasser werden diese Defizite durch Magnesiumverluste mit dem Harn verursacht.

Niedrige Magnesiumkonzentration im Blutserum

Wie eine in der Fachzeitschrift Diabetes und Stoffwechsel veröffentlichte Metaanalyse ergab, haben Diabetiker, bei denen der erhöhte Blutzucker bereits Augenschäden verursacht hat, noch niedrigere Magnesiumkonzentrationen im Blutserum als Zuckerkranke ohne diese Komplikation. Welche fatalen Folgen die schlechte Magnesiumsituation der Diabetiker für deren Krankheitsverlauf hat, bestätigen aktuelle Erkenntnisse: Wie Wissenschaftler in Mexiko, nachwiesen, steigt bei erniedrigten Magnesiumkonzentrationen im Blutserum die Konzentration des sog. C-reaktiven Proteins (CRP) an, ein Eiweißkörper, welcher bei entzündlichen Vorgängen vermehrt in der Leber gebildet und ins Blut abgegeben wird. Erhöhte CRP-Werte gelten als Risikofaktor für die Entstehung von (Gefäß-)Komplikationen wie Thrombose und Herzinfarkt. Bei Diabetikern steigt mit der Höhe des Blutzuckerspiegels nicht nur das Risiko für Gefäßschäden an, sondern auch die Entzündungsmarkerwerte: Ein US-amerikanisches Forscherteam von der Medizinischen Universität in Charleston, Süd-Carolina fand in einer Studie an 1.018 US-Diabetikern heraus, dass die CRP-Werte umso höher waren, je schlechter die Stoffwechseleinstellung war. Im Jahr 2005 bestätigte die Gruppe ihre Beobachtungen anhand neuerer Daten und zeigte, dass die Patienten mit hohem CRP-Spiegel außerdem zu wenig Magnesium mit der Nahrung aufnahmen.

Weitere Studien ergaben, dass durch Magnesiumgaben die Wirksamkeit des Insulins verbessert werden kann. Der Wirkverlust dieses Schlüsselhormons des Zuckerstoffwechsels ist die wesentliche Ursache des Typ 2-Diabetes.

Wichtig: Magnesiumzufuhr

Deshalb sollte besonders bei Diabetikern auf eine ausreichende Versorgung mit Magnesium geachtet werden. Der Mineralstoff ist vor allem im Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten. Das Auftreten von Wadenkrämpfen sei ein Frühzeichen für einen Mangel, warnte Classen. Herz-Kreislauf- Gefährdeten wie Diabetikern empfiehlt die Gesellschaft für Biofaktoren, ein Präparat zu wählen, das den Mineralstoff in Form des Magnesium-Orotats enthält. Denn das Orotat entwickelt eigene therapeutische Effekte, durch die die Wirksamkeit des Magnesiums, insbesondere in seiner Schutzfunktion für Herz und Kreislauf, unterstützt wird. Magnesiumverlusten, die bei Belastungen wie z. B. Stress oder Herz-Kreislauf- Erkrankungen häufig auftreten, werde so entgegen gewirkt. Zusätzlich habe Orotat (Orotsäure) eigenständige das Herz schützende Eigenschaften: Wie Studien zeigten, verbessert Orotsäure den Stoffwechsel und die Energiebereitstellung in den Herzmuskelzellen, wodurch die Belastbarkeit und Widerstandskraft des Herzens verbessert wird.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Biofaktoren e. V.

04.08.06

Magnesiummangel fördert diabetische Folgeschäden
Newsletter An-/Abmeldung

Code: SZLA

Kliniken in Ihrer Nähe

Das Diabetes-Quiz

Testen Sie Ihre Kenntnisse zum Thema Diabetes. Erweitern Sie spielerisch Ihr Wissen.

Berühmte Diabetiker

Leider bleibt die “Zuckerkrankheit” auch unseren berühmten Mitmenschen nicht erspart. Hätten Sie gewusst, dass diese Promis unter Diabetes mellitus leiden?

Schriftzug Anzeige