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Keine Zweiklassen-Medizin bei Typ-2-Diabetes

07.11.08.

Stuttgart (AP) Kassen-Patienten mit Typ-2-Diabetes werden ebenso gut mit Insulin und Medikamenten versorgt wie Privatversicherte. Beide Gruppen erhalten jedoch zu selten Medikamente, die sie vor den Spätfolgen der Zuckerkrankheit schützen. Dies ergab die weltweit erste Langzeitstudie zur Versorgungsqualität von Diabetikern, die in der «Deutschen Medizinischen Wochenschrift» veröffentlicht wurde.

Als besonders erfreulich wertete Studienleiter Stephan Martin vom Sana Krankenhaus Gerresheim in Düsseldorf, dass Hausärzte weder bei Untersuchungen noch in der Therapie Unterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten machen. Allerdings würden generell zu selten Behandlungen durchgeführt, die die Patienten vor Diabetes-Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall schützten, kritisierte der Professor. So erhalte nur eine Minderheit Medikamente gegen zu hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte.

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