Berlin (AP) Bei der Therapie von Diabetes Typ 2 sollten Ärzte neben dem Blutzucker auch weitere Probleme wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte berücksichtigen. Eine solche multifaktorielle Therapie erhöht einer Studie zufolge die Lebenserwartung der Patienten.
Meist ist bei Patienten mit Typ-2-Diabetes nicht nur der Blutzucker erhöht. Neben ungünstigen Blutfettwerten und hohem Blutdruck sind häufig auch die Blutplättchen überaktiv, was die Blutgerinnung stört. Die sogenannte zielwertorientierte, multifaktorielle Therapie soll sämtliche Risikofaktoren berücksichtigen und von allen Ärzten umgesetzt werden, wie die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt.
Dass sich dieses Vorgehen lohnt, zeigt eine Langzeitstudie aus Dänemark an 160 Patienten. Nach gut 13 Jahren war die Sterblichkeit in der intensiv behandelten Gruppe um 20 Prozent geringer als bei den konventionell therapierten Patienten. Neben dem geringeren Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko sank auch das Risiko für Nierenversagen und Augenkomplikationen.
17.11.08