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PINGUIN-Studie: Typ 2-Risiko nach Schwangerschaftsdiabetes reduzieren

24.03.09.

Ziel von PINGUIN ist es, mit innovativen Behandlungsmethoden einen erneuten Diabetes nach einem Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern oder zu verzögern. Die Untersuchungen werden gut angenommen und die gewählte Medikation zeigt sich bei den Teilnehmerinnen als gut verträglich.

Diabetes-Neuerkrankungen nach Schwangerschaft

Vorausgegangene Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes innerhalb von zehn Jahren einen Diabetes entwickelt. Noch gravierender sind die Zahlen bei Frauen, die während der Schwangerschaft Insulin spritzen mussten, um den Zuckerhaushalt im Normbereich zu halten. 61 % aller Frauen mit Insulin-pflichtigem Schwangerschaftsdiabetes erkranken innerhalb von drei Jahren nach der Entbindung an Typ 2-Diabetes. Bei den Frauen, die nur Diät halten mussten, waren es im Vergleich dazu nur ca. 15 %.

Studienteilnehmerinnen werden umfassend betreut

An diese Ergebnisse knüpft die Forschergruppe Diabetes mit der PINGUIN-Studie an: Sie bietet für Insulin-pflichtige Schwangerschaftsdiabetikerinnen kostenlose Kontrolluntersuchungen bezüglich des Zuckerstoffwechsels sowie Ernährungsberatungen an. Als begleitende Medikation kommt ein orales Antidiabetikum zum Einsatz.

Während der dreijährigen Studiendauer berät das PINGUIN-Team die Frauen außerdem zu Fragen des Lebensstils sowie körperlicher Aktivitäten. Auch auf diese Weise soll einem Typ 2-Diabetes vorgebeugt werden. Ferner führt das PINGUIN-Team in regelmäßigen Abständen Untersuchungen durch, um bei Veränderungen im Stoffwechsel schnell reagieren zu können. Damit erhalten die Studienteilnehmerinnen eine umfassende Betreuung, bei der ein möglicher Typ 2-Diabetes nicht unentdeckt bleiben sollte.

Voraussetzungen für Studienteilnahme

An der PINGUIN-Studie können alle Frauen (Mindestalter 18 Jahre) teilnehmen, die während der letzten Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) entwickelten und vor ca. neun Monaten entbunden haben. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Forschergruppe Diabetes, Tel.: 0 89/30 68 29 17, E-Mail: pinguin@lrz.uni-muenchen.de.

Quelle: Forschergruppe Diabetes der TU München

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