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Wenn Diabetes und Parodontitis zusammentreffen

19.01.09.

Allein in Deutschland gibt es ca. sechs Millionen Diabetiker. Die Anzahl der an Parodontitiserkrankten liegt noch höher. Schätzungen zufolge ist etwa die Hälfte der Bundesbürger betroffen. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Krankheiten nicht viel miteinander zu tun zu haben. Heute weiß man jedoch, dass die Zuckerkrankheit und die Entzündung des Zahnhalteapparates sich gegenseitig beeinflussen und gemeinsam Folgeerkrankungen auslösen können.

Da Studien belegen, dass es vor allem schlecht eingestellte Diabetiker sind, die eine Parodontitis entwickeln und bei denen der Verlauf besonders gravierend ist, sollten Betroffene alles tun, um ihren Blutzucker im Normbereich zu halten: Die Ernährung muss so umgestellt werden, dass die Kalorienzufuhr auf die Bedürfnisse des Erkrankten zugeschnitten ist. Regelmäßige Bewegung, eine Gewichtsreduktion sowie eine medikamentöse Therapie mit Tabletten oder Insulininjektionen spielen in vielen Fällen ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Parodontitis kann gut durch Prophylaxemaßnahmen verhindert werden: Um den Zahnhalteapparat gesund zu erhalten, ist eine gewissenhafte Mundhygiene notwendig. Wichtig sind dabei die Putztechnik und das regelmäßige Entfernen von Plaque (Zahnbelag). Da Parodontitis zunächst keine Beschwerden verursacht, bleibt sie für den Laien oft lange unerkannt. Um sicher zu gehen, sollten Diabetiker den Zustand des Zahnfleisches zweimal im Jahr überprüfen lassen. Durch frühzeitiges Erkennen der Erkrankung und eine individuell zugeschnittene Therapie kann der Krankheitsprozess zum Stillstand gebracht und der Zustand des Zahnhalteapparates deutlich verbessert werden. Eine erfolgreiche Parodontitisbehandlung hilft Diabetikern, ihre Blutzuckereinstellung zu verbessern und schafft eine stabile Basis für die Allgemeingesundheit.

Quelle: EKE

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