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Mit der zweiten reist man besser

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Persönliche Erfahrungen mit Diabetes

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Mit Spritze ins Flugzeug

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Diabetiker: Im Urlaub öfter messen

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Worauf Diabetiker im Beruf achten sollten

24.03.09.

Arbeitnehmer

Foto: Shutterstock

Leistungsfähig mit optimaler Blutzucker-Einstellung

Diabetiker sind im Beruf genauso belastbar und leistungsfähig wie ihre gesunden Kollegen. „Kommt es jedoch aufgrund der Stoffwechselerkrankung zu einer Unterzuckerung, kann dies zu ernsthaften Problemen führen“, erklärt Mediziner Dr. Gerhard Schillinger. „Der unmittelbare Kollegenkreis sollte daher von der Krankheit wissen, um im Notfall schnell helfen zu können.“

Diabetes stellt besondere Anforderungen an den Tagesablauf des Betroffenen. Ist er in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt richtig eingestellt, können auch Schicht- und Außendienstler mit Diabetes weiter ihrer Arbeit nachgehen, selbst wenn sie körperlich schwer ist.

Mit Pen Insulinversorgung sicherstellen

Unkomplizierter ist die Insulinversorgung für Büroarbeiter, die in der Regel einen besser geregelten Arbeitstag haben. Die meisten tragen ihre Utensilien stets bei sich. Der stiftartige Pen löst immer mehr die Spritze ab und ist einfacher und praktischer zu handhaben. Im Pen steckt eine Patrone, die das Insulin je nach Bedarf dosiert abgibt. So muss kein Insulinvorrat auf der Arbeit angelegt werden. Denn die Lagerung darf nicht zu kalt und nicht zu warm erfolgen. Außerdem sollten Spritzen und Insulin-Ampullen am Arbeitsplatz nicht offen herumliegen.

Krankheit nicht verheimlichen

Diabetiker sollten ihre Erkrankung – zumindest im engeren Mitarbeiter- und Kollegenkreis – nicht verheimlichen. „Im Notfall wissen die Kollegen sonst nicht, warum es dem Erkrankten plötzlich schlecht geht und was in dieser Situation zu tun ist“, erklärt Schillinger. Es ist hilfreich, die Kollegen sachlich über die Stoffwechselkrankheit aufzuklären. Auch der Hinweis darauf, dass Diabetiker auf regelmäßige Mahlzeiten achten müssen, kann das Verständnis für die rechtzeitige Mittagspause unterstützen.

Rücksichtsvoll und sorgsam sollten Diabetiker mit den Spritzen umgehen. „Mit modernen Stechhilfen und Insulin-Pens lässt sich jedoch die Blutzuckermessung und Insulininjektion so diskret machen, dass hiervon niemand gestört wird“, sagt Schillinger. Kommt es zu einer plötzlichen Unterzuckerung, helfen schnell zugängliche Kohlenhydrate. Ein kleiner Vorrat Traubenzucker, Gummibärchen oder Trinkpäckchen mit gezuckertem Apfelsaft gehören in die Schreibtischschublade eines jeden Diabetikers.

Vorsicht beim Autofahren

Besonderes verantwortungsbewusst sollten Menschen, die berufsbedingt viel Auto fahren müssen, mit ihrer Diabetes-Erkrankung umgehen. Mit einer Unterzuckerung während der Fahrt gefährdet man sich und andere schwer. Zudem kann der Verlust des Führerscheins gleichbedeutend mit dem Verlust des Arbeitsplatzes sein – und zwar nicht nur für Bus- oder für LKW-Fahrer.

Diabetiker können in Ausnahmefällen große Lastwagen über 3,5 Tonnen fahren und die Berechtigung zur Personenbeförderung erhalten. Die Behörden können allerdings bei begründeten Zweifeln an der Fahrtauglichkeit die Vorlage ärztlicher Gutachten verlangen. „Fahrer mit Diabetes mellitus müssen nicht nur die Verkehrsregeln beachten. Sie müssen auch alles dafür tun, um eine Unterzuckerung während des Fahrens zu vermeiden“, betont Schillinger. Die korrekte Anwendung der antidiabetischen Medikamente gehört ebenso dazu wie das Bereithalten von Traubenzucker oder Saft im Handschuhfach.

Quelle: AOK Mediendienst

aus befund Diabetes 1/09

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