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Menschen mit Diabetes Typ 2 erkranken Studien zufolge ein höheres Krebsrisiko. Dafür ist jedoch möglicherweise nicht die Diabeteserkrankung selbst verantwortlich, sondern Lebensstilfaktoren: Übergewicht, insbesondere Bauchfett, steigert das Risiko sowohl für Diabetes Typ 2 als auch für Krebs. Die Deutsche Diabetes-Hilfe und die Deutsche Krebshilfe raten anlässlich des Weltkrebstags am Samstag deshalb allen Diabetes-Typ-2-Patienten, an den Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung teilzunehmen und auf einen gesunden Lebensstil zu achten.
Typ-2-Diabetiker erkranken sechsmal häufiger an Bauchspeicheldrüsenkrebs und etwa viermal häufiger an Leberzellkrebs als andere Menschen. Das Erkrankungsrisiko für Nieren-, Schilddrüsen- und Speiseröhren-Tumoren ist doppelt so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung. Auch das Darmkrebsrisiko ist etwa dreimal so hoch. Bei Frauen mit Diabetes Typ 2 ist das Brustkrebsrisiko um ein Fünftel erhöht.
Als eine Ursache vermuten Wissenschaftler, dass der bei Diabetes Typ 2 häufig über Jahre hinweg erhöhte Insulinspiegel, hervorgerufen durch eine Insulinresistenz, das Risiko für Krebs steigert. Denn hohe Insulinspiegel können bestimmte Rezeptoren aktivieren, welche die Zellteilung im Gewebe anregen und so auch das Tumorwachstum fördern könnten. Eindeutig bewiesen ist dies bislang jedoch nicht.
Nachweisen lässt sich aber ein Zusammenhang zwischen Diabetes Typ 2, Adipositas und Krebs: Übergewichtige Menschen mit großem Bauchumfang, so zeigen zahlreiche Studien, haben sowohl ein erhöhtes Diabetes- als auch ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung könne vorhandenes Übergewicht reduzieren, den gestörten Stoffwechsel normalisieren und somit auch der Entstehung von Krebs vorbeugen, empfiehlt die Deutsche Diabetes-Hilfe.
Quelle: dapd
04.02.12