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Diagnose einer COPD

Nach der Nationalen VersorgungsLeitlinie COPD sollten in der Anamnese, durch ein Diagnosegespräch zwischen Arzt und Patient, folgende Aspekte vom Arzt erfragt werden: Wie häufig ist der Husten? Wie sieht der Auswurf aus? Gibt ist es eine mögliche Atemnot bei Belastung? Ist der Patient Raucher oder ehemaliger Raucher? Gibt es am Arbeitsplatz Belastung durch Stäube? Wie verschlimmern sich die Symptome im Laufe des Jahres? Welche weiteren Krankheiten sind vorhanden? Gibt es einen signifikanten Gewichtsverlust? Manche Ärzte benutzen für die strukturierte Erfassung solcher Parameter Fragebögen. Diese werden von den Patienten selbst oder zusammen mit dem Arzt ausgefüllt und erlauben eine Objektivierung der Beschwerden und damit eine Vergleichbarkeit bei den nächsten Arztbesuchen.

Körperliche Untersuchung

In der körperlichen Begutachtung durch den Arzt wird u. a. die Lunge abgehört und auf krankhafte Atemgeräusche geachtet. Wobei ein Pfeifen über der Lunge für eine Verengung der Atemwege, ein Rasseln für eine Bronchitis spricht. Bei einem Lungenemphysem hört der Arzt wegen der Lungenüberblähung nur ein leises Atemgeräusch. Klopft man eine solche Lunge ab, hört es sich im übertragenen Sinne an wie beim Klopfen auf einer Trommel. Eine verlängerte Ausatemzeit würde für eine Verengung der Atemwege sprechen.

Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung)

Mit dem Lungenfunktionstest soll der Zustand der Funktion von Atemwegen und Lunge festgestellt werden. Mit einem Messgerät, das verschiedene Atemmanöver des Patienten aufzeichnet, werden die Vitalkapazität und die Einsekundenkapazität oder Sekundenluft (FEV1) bestimmt. Bei der Vitalkapazität handelt es sich um einen Wert, der die maximale Menge an Luft anzeigt, die ein- und ausgeatmet werden kann. Die Einsekundenkapazität (FEV1) ergibt sich dann aus der maximalen Menge an Luft, die nach einem tiefen Einatmen innerhalb einer Sekunde maximal ausgeatmet werden kann. Der Wert bei Nichterkrankten liegt bei ca. über 70 % der Vitalkapazität, während bei Atemwegskranken der Wert aufgrund der dauerhaft verengten Bronchien entsprechend niedriger sein kann.

Abgrenzung zu anderen Atemwegserkrankungen

Um die COPD vom Asthma abzugrenzen, kann ein sog. Bronchospasmolyse-Test durchgeführt werden. Hierbei wird ein Medikament vom Patienten inhaliert, das die Bronchien erweitert. Dann wird ein weiterer Lungenfunktionstest ausgeführt. Sollten die Atemwege dann nicht mehr oder deutlich weniger verengt sein, dann kann es sich eher um ein Asthma handeln. Dort sind die Bronchien i. d. R. noch vollständig erweiterbar.

Weitere mögliche Untersuchungen

Zusätzliche Diagnosemethoden können z. B. weitere komplexere Lungenfunktionsuntersuchungen wie Ganzkörperplethysmographie und Difussionskapazitätsmessung sein (Durchführung beim Lungenarzt). Des Weiteren können die Blutgasanalyse, die Computertomografie (CT), endoskopische Verfahren, Röntgen der Lunge oder in Ausnahmefällen auch die Sputumanalyse durchgeführt werden. So wird z. B. bei der Blutanalyse der Gehalt von Sauerstoff und Kohlendioxid und der pH-Wert des Blutes untersucht. Die ermittelten Werte könnten dann auf eine mögliche Beeinträchtigung der Lunge beim Gasaustausch hinweisen. Bei der Sputumdiagnose wird der Auswurf u. a. auf farbliche Ausprägung hin untersucht oder man kann das Sputum im Labor auf Bakterien hin untersuchen, die eventuell zu einer Exazerbation geführt haben könnten. Ist das Röntgenbild der Lunge „transparent“, kann dies auf eine vermehrte Luftfüllung der Lunge, also eine Lungenüberblähung (Lungenemphysem) hinweisen. Darauf könnten auch entsprechende Messwerte in der Lungenfunktionsprüfung (Bodypletysmographie) hinweisen. Zudem lassen sich hier im Röntgen andere Ursachen der Luftnotbeschwerden erkennen, wie z. B. eine Herzschwäche.

Quelle: COPD & Asthma 2012

01.11.12

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