Hoffnung auf bessere Diagnose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
24.01.10.
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine seltene, jedoch sehr bösartige Erkrankung. Die Diagnose wird erschwert, weil der Krebs keine oder nur leichte Beschwerden verursacht wie z. B. gelegentliche Übelkeit. Deshalb gehört das Pankreaskarzinom zu den Krankheiten, die oft zu spät entdeckt werden.
Forscher des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig identifizierten nun einen neuen, hochempfindlichen Serummarker (Marker im Blut) für den Bauchspeicheldrüsenkrebs: den sog. Plättchenfaktor 4 (PF 4). In Kooperation mit der freie Universität Berlin und dem Universitätsklinikum Heidelberg legten sie dazu eine Studie an insgesamt 120 Patienten und Probanden vor, die jetzt im Journal Clinical Cancer Research publiziert wurde. Beeindruckend sind erste klinische Daten zu der Empfindlichkeit des neuen Markers. Die Forscher konnten zeigen, dass die Kombination des PF4 mit etablierten Tumormarkern im Blut zu einer wesentlich sichereren Diagnostik des Tumors führt als bisher. Weitere klinische Studien sollen Auskunft zur klinischen Aussagekraft und zur Ursache der Absenkung des Plättchenfaktors bei Pankreas-Karzinomen bringen. „Wir vermuten, dass im Blut die Eiweißfragmente über tumorspezifische Enzyme abgebaut werden, hier könnten sich auch neue Therapieansätze für unsere Patienten finden“, meint Oberarzt Dr. Fiedler, Mitglied der Forschungsgruppe.
Quelle: Universität Leipzig
Aus Befund Krebs 4/2009
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