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Alles über Disease-Management-Programme

1. Als Diabetiker gut versorgt? Forschungsprojekt der Hochschule Neubrandenburg zu Disease Management Programm

Große Resonanz verzeichnen Wissenschaftler der Hochschule Neubrandenburg bei einer repräsentativen Untersuchung, in der erstmals bundesweit geklärt werden soll, wie gut sich Diabetiker in einem strukturierten Behandlungsprogramm versorgt fühlen.

2. Leitlinien und Behandlungsprogramme in der Praxis: Wie gut sind Patienten mit Diabetes mellitus in Deutschland versorgt?

2001 hat der Gesetzgeber die Aufnahme strukturierter Behandlungsprogramme (DMPs) in das Sozialgesetzbuch beschlossen. Hierdurch sollte eine flächendeckende Verbesserung der Versorgung chronisch kranker Menschen erreicht und der finanzielle Nachteil bei den Krankenkassen ausgeglichen werden, die solche Programme den Versicherten anbieten. Die Schaffung struktureller Voraussetzungen hierfür haben die Diabetologen in Deutschland bereits Anfang der 90er Jahre angemahnt.

3. Diabetes-Patienten in DMP signifikant besser versorgt

Diabetes-Patienten, die in strukturierten Behandlungs- Programmen (Disease- Management- Programmen) medizinisch betreut werden, haben signifikante Vorteile gegenüber nicht DMP-Patienten, das ergab eine breit angelegte Studie, welche jetzt veröffentlicht wurde. Während DMP bei der Behandlung chronischer Erkrankungen anfangs umstritten war, belegen heute nachweisbare Fakten den Erfolg.

4. Chronikerprogramme zeigen gute Erfolge bei Diabetikern

Laut eines Berichts der Rheinpfalz, kommt die bundesweit bislang umfassendste Patientenbefragung der Betriebskrankenkassen zu dem Ergebnis, dass sich die Chronikerprogramme (DMPs) bei Diabetikern positiv auswirken. Patienten, die an solchen Programmen teilnähmen, erlernten dort einen angemessenen Umgang mit der Krankheit und müssten „deutlich seltener aufgrund akuter Beschwerden und Folgeerkrankungen behandelt werden als Nichtteilnehmer“. In der noch unveröffentlichten Studie, die der Rheinpfalz nach eigenen Angaben vorliegt, wurden über 5.000 Diabetiker einer Betriebskrankenkasse in Rheinland-Pfalz angesprochen. Die Universität Trier hat die Daten ausgewertet. Dabei kam heraus, dass von den Diabetikern, die nicht an DMP-Programmen teilnehmen, 16,1 % wegen Über- oder Unterzuckerung vom Hausarzt oder im Krankenhaus behandelt werden mussten. Bei den DMP-Teilnehmern hingegen lag der Wert nur bei 6,9 %.

5. DDG fordert Präventionskultur: Diabetes Typ 2 ist häufig vermeidbar

Bis zu 90 Prozent aller Erkrankungen an Diabetes Typ 2 ließen sich durch Präventionsmaßnahmen verhindern. Darauf weist Professor Dr. med. Hans Hauner zum Auftakt der 43. Jahrestagung der Deutschen Diabetes- Gesellschaft (DDG) hin. Im Gegensatz dazu steigt die Zahl der Erkrankten in allen Altersgruppen. Derzeit sind rund sieben Millionen Bundesbürger von Diabetes betroffen – 90 Prozent davon leiden an Diabetes Typ 2. Die Zahl der Menschen mit dieser Krankheit wächst pro Jahr um rund 300 000.

6. ELSID-Studie: Diabetiker im DMP leben länger

Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilnehmen, gibt es deutlich weniger Todesfälle als bei Patienten, die nicht in ein solches Programm eingeschrieben sind. Das belegen Ergebnisse der bundesweit ersten kontrollierten Studie zum Vergleich zwischen DMP-Teilnehmern und Patienten in der Regelversorgung.

7. Neue Bewertung von Disease-Management-Programmen

Durch Einführung von Disease-Management-Programmen (DMP) der gesetzlichen Krankenkassen hat sich die Versorgungsqualität bei Typ-2-Diabetikern deutlich verbessert. Das zeigt eine soeben veröffentlichte Studie des Instituts für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen am Helmholtz Zentrum München.

8. G-BA aktualisiert Disease-Management- Programme für Diabetes mellitus Typ 1 und 2

Damit stellt der G-BA sicher, dass für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2, die im Rahmen eines DMP behandelt werden, der medizinische Fortschritt in der sektorenübergreifenden Versorgung nach evidenzbasierten Kriterien Berücksichtigung findet. Beim DMP Diabetes mellitus Typ 2 handelt es sich bereits um die zweite Aktualisierung.

9. DMP – Das Disease Management-Program

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Krankheits-Verwaltungs- Programm“. Es wurde entwickelt um die Behandlung von ausgewählten chronischen Erkrankungen qualitativ zu verbessern und die Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten, Reha-Einrichtungen und sonstigen medizinische Institutionen aufeinander abzustimmen.

10. Die Gesundheitsreform - das unbekannte Wesen

Das Gesundheitsportal DocCheck hat im April 2007 eine umfangreichePatientenbefragung durchgeführt, an der insgesamt mehr als 8.000 Personen teilnahmen. Ziel der Erhebung war es, in Erfahrung zu bringen, ob die Maßnahmen der Gesundheitsreformen 2004 und 2007 der Bevölkerung bekannt sind und wie Patienten diese Reformen einschätzen.

11. Gemeinsamer Bundesausschuss vereinfacht die Dokumentation von Disease-Management Programmen

Im Zuge seiner Bemühungen um den Bürokratieabbau in der ärztlichen Versorgung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Dokumentations- anforderungen von Disease-Management- Programmen (DMP) vereinfacht.

12. DMP (Disease-Management-Programm) Diabetes

Die sog. Disease-Management-Programme im Bereich Diabetes dienen der Krankheitsbewältigung und sind Angebote der Krankenkassen auf freiwilliger Basis für die Erkrankten. Ziel der Programme ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und sie im Umgang mit der Krankheit anzuleiten, um Folgeerkrankungen zu mindern oder zu verhindern.

13. Chronikerprogramme bewähren sich

Patienten, die sich bei ihrem Hausarzt in ein Chronikerprogramm einschreiben, profitieren davon auf mehreren Ebenen. "Zum einen nehmen Teilnehmer ihre Krankheit ernster und beteiligen sich daher meist intensiver an der Therapie", erklärt Dr. Diethard Sturm, Vorstandsvorsitzender des Instituts für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband, im Patientenmagazin "HausArzt".

14. Europäische Initiative Kinder und Diabetes

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten stehen zunehmend unter Druck, in Europa für alle an Diabetes erkrankten Kinder Zugang zu einer besseren und gleichwertigen Versorgung zu schaffen. Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEPs) haben heute in Brüssel den ersten Aufruf zur Verbesserung des Diabetes-Managements bei Kindern in Europa vorgelegt. Die Initiative wird von der ISPAD (International Society of Pediatric und Adolescent Diabetes) und der IDF (International Diabetes Federation) Europa unterstützt. Ebenfalls beteiligt waren Mitglieder der EU-Kommission.

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